Cousine und Cousin werden innerhalb kurzer Zeit zu Lebensspendern

Cousin und Cousine werden zu Lebensspendern, (Foto: Fam. Stich)
Friedberg: Stadt |

Elisabeth Losinger hilft einem 48-jähringen Mann aus Kanada


Eigentlich verdankt der Patient, dem Elisabeth Losinger geholfen hat, deren Freundin Mara Blaser seine neue Lebenschance. Die beiden jungen Frauen schoben Vorsatz, sich typisieren lassen, im Alltagstrubel immer wieder vor sich her. Bis die Freundin vor ca. 3 Jahren die Freundin die Initiative ergriff und zwei Wangenabstrichsets bei der DKMS anforderte. Überrascht war Elisabeth Losinger, als im Dezember 2014 Post von der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei gGmbH) kam, dass ihre Gewebemerkmale zu einem Patienten passen. Damit hatte sie nicht gerechnet.

Nach der Feintypisierung und einem umfangreichen Gesundheits-Check kam die Frage: ‚Sie sind die passende Spenderin für einen Patienten – sind Sie bereit dazu?‘ Und ob sie bereit dazu war. Im Februar 2015 spendete sie peripher aus dem Blut Stammzellen im Klinikum Tübingen. „Die angekündigten Grippesymphtome bei der Stimulierung der Stammzellbildung hab ich schon gescheit gespürt!“ erinnert sie sich. „Das war aber kurz darauf wieder vorbei. Geblieben ist das unvergleichlich gute Gefühl, jemanden die Chance auf ein neues Leben geschenkt zu haben!“

Zum Jahrestag der Spende im Februar 2016 erhielt sie die Nachricht, dass es ‚ihrem‘ Patienten gut gehe. Jetzt ist sie gespannt auf den Februar 2017. Denn nach zwei Jahren dürfen sich Patient und Spender kennenlernen, wenn beide dies möchten. Und sie würde ihn gerne kennenlernen – ihren jetzt 100%igen genetischen Zwilling – ein 48-jähriger Mann aus Kananda!

Tobias Stich, ihr Cousin,

nutzte die Gelegenheit zur Typisierung an seiner Berufsschule in Dachau im Rahmen des Aufrufes DKMS-Leben-spenden-macht-Schule. Er ließ sich mit 279 MitschülerInnen mit einem Wangenabstrich bei der DKMS gGmbH (Deutsche Knochenmarkspenderdatei gGmbH) aufnehmen. Bereits im Oktober 2015 wurde er angeschrieben, dass seine Gewebemerkmale zu denen eines Patienten passen. Er spendete im März 2016 seine lebensrettenden Stammzellen ebenfalls peripher aus dem Blut für einen 49-jährigen Mann aus Großbritanien. 5 Stunden harrte er im Sessel des Entnahmezentrums am Klinikum in Köln aus. Danach wartete schon der Kurier schon an der Türe, um die lebensrettenden Stammzellen nach Großbritanien zu bringen. Der angehende Bankkaufmann wünscht seinem Patienten, dass dieser seine Krankheit besiegen kann und hofft weiterhin auf gute Nachrichten!

Interessantes


Sie möchten sich auch bei der DKMS aufnehmen lassen? Dann warten Sie nicht – vielleicht wartet ein Patient gerade ganz dringend auf Sie! Fordern Sie ein Wangenabstrichset an unter www.dkms.de oder starten Sie selbst einen Aufruf an Ihrer weiterführenden oder beruflichen Schule, in Ihrem Verein, Ihrem Unternehmen oder in Ihrer Gemeinde! Jede/r einzele zählt. Viele Informationen finden Sie unter www.dkms.de.

Beide Arten der Stammzellspende sind absolut machbar – sowohl die Knochenmarkspende aus dem Beckenknochen (nicht Rückenmark!!!) als auch die periphere Spende aus dem Blut (zu 82 % angewandt). Auf den Stammzellspender kommen keine Unkosten zu. Sowohl die Arzt- als auch die Fahrtkosten werden übernommen, ebenso das Hotel und die Fahrt - auch für die Begleitperson. Der Arbeitgeber erhält den Arbeitsausfall erstattet.
Die nächste Gelegenheit zur Aufnahme ist am 18. September 2016 bei einer Ortsaktion im Rahmen des Pfarrfestes in Ottmaring (siehe eigener Bericht). Auch in Rinnenthal laufen die Vorbereitungen für eine Typisierungsaktion am 15.10.2016 und eine vorherigen Info-Abend.
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