Die Fäden der Weltordnung in Händen: Puppenspieler in Myanmar

Diedorf: haus der kulturen | Der Trommelspieler steigert sich zum Stakkato, zwei Rhythmen scheinen sich hart und kriegerisch gegeneinander behaupten zu wollen, bringen sich gegenseitig zum Straucheln, finden sich endlich wieder zum gleichmäßigeren wilden Schlagabtausch. Schrill und aufgeregt schreit die Flöte ihre Melodien aus dem Dunkel des Hintergrunds, während vorne auf der erhöhten Bühne wilde Licht- und Schattenfetzen sich gegenseitig zerfleischen.
In abgetöntem Randbereich der Scheinwerfen thronen die angespannten Gesichter der Puppenspieler, während ihre wild herumgestikulierenden Arme die Fäden des Bühnenstückes gekonnt durch die Finger gleiten lassen: Affengesichtige Dämonen aus dem Ramayana-epos haben sich hier in Mandalay auf der Flussbühne am Irawaddy zum gegenseitigen Kampf gefordert. Wird Gut oder Böse die Geschicke des kommenden Jahres bestimmen?
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