Anzeige

65 Jugendliche sagen Ja zur Katholischen Kirche und werden gefirmt

Die 65 gefirmten Jugendlichen der St. Bonifatius-Pfarrgemeinde, Wunstorf, mit Weihbischof Dr. Nikolaus Schwerdtfeger (v. re. 2. Reihe).
 
Besonders gefiel die Firm-Werkwoche in St. Johann/Österreich
Am Sonntag, 6. Juli, ließen sich 65 Jugendliche der Wunstorfer St. Bonifatius-Pfarrgemeinde durch den Hildesheimer Weihbischof Dr. Nikolaus Schwerdtfeger das Sakrament der Firmung spenden. Es ist eine besonders große Zahl der Firmbwerber gewesen. Seit acht Monaten bereiten sie sich auf dieses Bekenntnis und den bewussten Schritt in die Gemeinschaft der Kirche in regelmäßigen Zusammenkünften und Zusatzveranstaltungen vor.

Verlässliche Begleiterinnen und Begleiter standen ihnen in dieser Zeit zur Seite. Erwachsene und Jugendliche aus der Pfarrgemeinde, die als Katechetinnen und Katecheten diesen Dienst an den Jugendlichen übernommen hatten: Wilfried Theuser, Gabi Küpper, Marion Deiters, Timm Brüggemann, Kai Berg, Michaela Hilgers, Maria-Elisabeth Kretschmann, Anna Kretschmann, Maria Hörtemöller, Monika Walter, Kerstin Patzner-Koch, unterstützend zusätzlich Nicolai Petersen und Joachim Kaus.

Entsprechend vielfältig waren die Inhalte, die nicht nur den Spuren des christlichen Glaubens, sondern auch den Spuren des eigenen Lebens folgten. Weit über die Hälfte dieser jungen Gemeindemitglieder - im Alter zwischen 14 und 18 Jahren - nutzte das Angebot, sich zusätzlich in einer Werkwoche intensiver mit den Fragen und Erfahrungen aus dem Glauben und aus dem Leben auseinander zu setzen. Auch hierbei wurden sie von ehrenamtlichen Katecheten in Österreich begleitet. Gemeinsam erlebten sie, wie wichtig und gut es ist, mal Abstand vom täglichen Trott zu bekommen, um mit Gleichaltrigen und Gruppenleitern über die persönliche Zukunft nachzudenken. Die Gesamtleitung der Firmvorbereitung hatte der Gemeindereferent Winfried Gburek. Neben den regelmäßigen treffen gehörte ein weiteres Element begleitend zur Vorbereitung und Entscheidungshilfe: Die Übernahme einer Patenschaft für einen Menschen, für den die Firmbewerber ihr Können und ein Teil ihrer Zeit einsetzten, um so das Gebot der Nächstenliebe konkret werden zu lassen. Zu diesen Patenschaften gehörten beispielsweise Nachhilfestunden, Betreuung von psychisch Kranken oder Kleinkindern, wie auch die Mitarbeit in einem Kindergarten. Einige Patenschaften, so die Ankündigung der Firmbewerber, werden auch nach der Firmung fortgesetzt.

Viele machten hierbei Erfahrungen, die sie zuvor, zum Beispiel aus der Sicht der Übernahme von Verantwortung, selbst nicht für möglich gehalten hätten. „Während in vielen Gemeinden ein deutlicher Rückgang der Firmbewerber zu erkennen ist, können wir uns über diese große Zahl von jungen Gemeindemitgliedern besonders freuen. Sie alle kamen aus freien Stücken. Ebenso erfreulich ist die durchweg regelmäßige Teilnahme an den Vorbereitungstreffen. Wie zuverlässig sie sind, zeigten die jungen Erwachsenen auch, als sie sich in der Sozialaktion `72-Stunden – Besser jetzt` ganz praktisch innerhalb Wunstorfs engagierten und fünfzehn Buswartehäuschen mit frischem Anstrich versahen. Die Firmung gehört nach dem Verständnis der katholischen Kirche, neben Taufe und Eucharistie (Kommunion) zu den Einführungssakramenten. Die Getauften werden mit diesem Sakrament vollkommener mit der Kirche verbunden. Und die jungen Gemeindemitglieder werden ausgestattet mit der besonderen Kraft des heiligen Geistes.

Wann der richtige Zeitpunkt für den Empfang der Firmung ist, wird innerhalb der Kirche viel diskutiert. Die Praxis in Deutschland zielt auf einen Zeitpunkt gegen Ende des Pflichtschulbesuches als Entlassung ins tätige Leben.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.