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Eine merkwürdige Entscheidung ...

  Gesellschaftsforum


Kinder

Kinder sind die Welt von morgen -
lernt sie schon mal richtig an,
bei Kindern kann man Zukunft borgen -
das tut so mancher reiche Mann.

In Kinderaugen ist viel Platz -
für Tränen und für Nichtverstehen,
Kinderseelen sind ein Schatz -
sind seit jeher Gottes Lehen.

Kinder können Hungers sterben -
Kinder sind so stark wie nie,
Verdiener oft mit Kindern werben -
total verdreht - ich weiß nicht wie.

Kinder brauchen Mutters Liebe -
trennt sie nicht - laßt sie vereint,
Menschheit bekommt ständig Hiebe -
mit jeder Träne - die Kind weint.

Kinder brauchen Hauses Dächer -
laßt sie nicht im Regen stehn,
benutzt die Herzen stets als Fächer -
und ihr werdet Blumen sehn.

ee



Haben unsere Richter noch alle ihren Verstand beieinander?

Nun hat doch eine Sprecherin unserer Regierung in der Reichshauptstadt etwas
gesagt, was man so fast nicht glauben kann.

Kinder in Deutschland dürfen laut sein.
Wie kommen die vom Himmel Gesegneten oder vielleicht auch von der Hölle
Verfluchten in den Bundesministerien in Berlin zu solchem Sagen.
Das ist ja die schiere Verachtung von Recht und Gesetz – mehr noch, denn eine
solche Aussage schrammt ja schon haarscharf an Blasphemie vorbei.
Richter am Hamburger Landgericht haben am Ende eines sich über Jahre
hinziehenden Prozesses Kinderlärm doch unmissverständlich in eine Reihe mit
ballern und kreischen, mit hämmern und pfeifen von Industriebetrieben
gleichgesetzt, und folgerichtig die Schließung einer Kindertagesstätte in einem
Wohngebiet angeordnet.
Kinderlärm ist nach Auffassung der Elbchausseerichter in den schwarzen Kitteln
gleichzusetzen mit dem Lärm von technischen Anlagen – und weil das nun einmal so
ist, müssen die Betreiber der technischen Anlagen bzw. die Eigentümer der
Lärmquellen – in diesem Falle zuhause die Eltern oder in den Kindergärten die
Betreuerinnen – das Lachen, das Juchzen, das Kreischen und Schreien ihres
Nachwuchses wie bei einer Maschine abstellen können.

Nun warte ich mit Spannung darauf, dass einer von den nümigen Hanseadvokaten den
Betroffenen erklärt, wie man das „abstellen“ der genannten Funktionen bei
Kindern bewerkstelligt. Das scheint mir nämlich gar nicht so einfach zu sein.
Denn ganz gleich, wie die „Eigentümer“ dieser Lärmquellen es auch angehen oder
versuchen würden – sie ständen mit großer Wahrscheinlichkeit ob eines solchen
Tun schnell selber als Angeklagte vor den Robenträgern hinter der
Richtergalerie.
Es wäre doch, verdammt noch einmal, begrüßenswert, wenn der Gesellschaft endlich
mal jemand zeigte, wie man so manche Schlauschnacker von hinter den
Gerichtsgalerien abschalten könnte. Denn dort – so scheint es mir jedenfalls –
sitzen oft keine Menschen mehr, sondern bloß noch Paragraphenmaschinen, die so
aussehen wie Menschen.
.Und da frage ich mich nun doch, wer diese Maschinen denn nun ölt, wenn sie
anfangen zu krakeln und kreischen.


ewaldeden

Kinderaugen sprechen Bände
man muß sie nur verstehen können
Kinderaugen haben Hände
sie können gut und böse trennen
Kinderaugen sind das Leben
unendlich tief und rein der Quell
Kinderaugen wollen geben
greif zu – denn sie sind furchtlos schnell
Kinderaugen sagen Wahrheit
denn nichts trübt ihren klaren Blick
bewahre ihnen diese Klarheit
denn dann bewahrst du Kinderglück
das dir dereinst in spätem Alter
schenkt was du längst verloren hast
es schwebt um dich als bunter Falter
erleichtert dir des Lebens Last
ee


Hevvt us Gerichtsavkoaten noch aal hör Verstand binanner?

Nu hett doch us Regeern dor in de Rijkshauptkuntrei wat sächt, wat man so hoast
nich glööven kann: Kinner in Düütschland dürsen luut wääsen.

Wu koamen de Schlauschnakkers in de Rijksministerien blods to so een Särgen. Dat
is joa de schiere Verachtung van Recht un Gesetz. De Hambörger Landrichters
hevvt Kinnerlaarm doch in een Richt sett mit ballern un krieschen, mit hoamern
fleuten van Industriebedrijven. Kinnerlaarm is doch noa de Meenen van de hoogen
Richters in de schwaarten Kiddels gliekstosetten mit „mit Lärm von technischen
Anlagen“, un wiel dat so is, mooten de Bedrijver, ov in dit Geböören de
Eegendömer, van de „Laarmmoakers“, also de Öllern, dat Juchzen und Lachen, dat
krieschen un schakkern, dat schnakken un singen van hör Kinnergood netso as een
Maschin ovstelln köänen.
Nu luur ikk blods doarup, dat de nümigen Hanseavkoaten van achter de
Gerichtsgalerien de Öllern wiesen, wu man dat “avstellen” van een lütt Minschke
angoahn deit. Dat dücht mi nämich gannich so eenfach. Liekers ok wu un up wekke
Oart de “Eegendömer” van disse Laarmmoakers dat versöken würn – see stunnen
woahrschiens heel flink dorföör sülvst vöör d’ Gericht.
Dat wee doch verdannt noch moal wat goods, wenn de Gesellschkupp endlich moal
een wiesen wüür, mit wekke Knoop man so mennich Schlauschnakker van achter de
Gerichtsgalerien ovschkalten kunn – denn dat, so dücht mi dat, dat sünd foaken
all keen Minschen mehr, sünners ok blods noch Paragroafenmaschinen de blods so
utseecht as Minschen.
Un dor froach ikk mi nu doch, well denn disse technischen Inrichtungen schmeert,
wenner see anfangen to kroakeln un gielen.

ewaldeden
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10 Kommentare
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Silvia B. aus Neusäß | 17.08.2010 | 09:58  
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Jürgen Bruns aus Lehrte | 17.08.2010 | 10:14  
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Wolfgang Beermann aus Hannover-Groß-Buchholz | 17.08.2010 | 11:08  
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Gabriele F.-Senger aus Langenhagen | 17.08.2010 | 11:39  
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Ingeborg Behne aus Barsinghausen | 17.08.2010 | 12:46  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 18.08.2010 | 00:35  
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Bernd Sperlich aus Hannover-Bothfeld | 18.08.2010 | 00:44  
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Otto Berchtenbreiter aus Wolfratshausen | 18.08.2010 | 03:06  
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