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Rote Zahlen bei Opel: Lässt General Motors den Standort Bochum schließen?

Der US-Konzern General Motors droht dem deutschen Automobilhersteller Opel mit Werkschließungen. Der Tochterkonzern ist in einer tiefen Krise. Betroffen von der Schließung soll der Standort in Bochum sein.

Seit 2000 schon schreibt Opel kontinuierlich rote Zahlen. Wie das Wallstreet Journal berichtet, hat der Rüsselsheimer Automobilkonzern auch im vierten Quartal einen „horrenden“ Verlust geschrieben. US-Mutterkonzern General Motors ist nicht länger bereit, die Verluste der deutschen Tochter hinzunehmen und erwägt, einige Werke in Deutschland zu schließen, eines davon in Bochum. „Die Frustration nimmt zu“, gesteht ein Vertreter des US-Konzerns der Zeitung. „Wenn Opel gerettet wird, dann wird Opel jetzt gerettet, und die Einschnitte werden tief sein“. Mit den Gewerkschaften konnte GM bisher keine Einigung erzielen.

Nach dem Standort Bochum, der über 3000 Beschäftigte vereint, könnte auch das britische Ellesmere Port mit 2100 Mitarbeitern von den Schließungen betroffen sein. Der Opel-Betriebsrat weiß nichts von einer geplanten Einstellung des Werks: „Ich habe überhaupt keinen Hinweis darauf, dass GM plant, bestehende Verträge mit uns zu verletzen“, so der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Wolfgang Schäfer-Klug, laut dpa. Gemäß den Verträgen, dürfen keine Schließungen und Kündigungen bis 2014 vorgenommen werden. Auch im letzten Jahr gingen die Verluste weiter. Opel und die Schwestermarke Vauxhall machten laut bild.de in den ersten neuen Monaten 2011 einen Verlust von 445 Millionen Euro.
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