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Aufbau eines klassischen Vita-Parcours

Ein gro0er Wegweiser an der Straße zeigt dem Autofahrer den Weg zum Trimmpfad. Dieser hier steht an der K 108 im Forst Rundshorn und wurde mit zusätzlichen Pfeilen beklebt (21.09.2016).
 
Startschild am Vita-Parcours in der älteren Version (Waldsportpfad Ronshausen am 03.10.2014)
 
Startschild am Vita-Parcours in der neueren Version. Das linke Exemplar stammt vom früheren Vita-Parcours in Stadtallendorf. Das rechte ist fabrikneu. (25.06.2016)
 
In einem Raum der Firma Knipp GmbH Kunststofftechnik und Kartonagenprodukte hängen alle 21 Informationstafeln des Vita-Parcours (16.07.2015).
 
Schilder zu den Übungsstationen 1 bis 6
 
Schilder zu den Übungsstationen 7 bis 10
In den siebziger Jahren enstanden in Deutschland zahlreiche Trimmpfade, die alle den selben Aufbau hatten. Diese wurden als Vita-Parcours bezeichnet, da die Vita-Lebensversicherung den Aufbau der Trimmpfade förderte, indem sie in den ersten Jahren die Beschilderung kostenlos zur Verfügung stellte.

Aufbau

Ein Vita-Parcours ist ein Rundweg mit zwanzig Stationen, an denen verschiedene Übungen - teils ohne Hilfsmittel, teils mit Übungsgeräten - zu absolvieren sind. Die Streckenabschnitte zwischen den Stationen sind laufend, gehend oder mit einer speziellen Lauftechnik zurückzulegen.

Der Beginn des Vita-Parcours wird durch eine Infotafel mit Erläuterungen zum Gebrauch des Trimmpfads und zu den verwendeten Symbolen markiert. Wegweiser zeigen den Verlauf des Weges an, was insbesondere an Abzweigungen und Kreuzungen nötig sein kann. Dabei haben die meisten Wegweiser eine Doppelfunktion, da sie gleichzeitig die Fortbewegungsart (z.B. Gehen) und die Richtung vorgeben.

An den Übungsstationen erläutert eine Informationstafel die durchzuführenden Übungen. Bei 18 Stationen wird zudem vorgegeben, wie oft die Übungen zu wiederholen sind.

Lage

Die meisten Trimmpfade befinden sich im Wald, weswegen sie oft auch als Waldsportpfad bezeichnet werden. Trimmpfade in Parks oder eher offenen Landschaften sind nur selten zu finden.
Wenn sich ein Sportplatz am Waldrand befand, wurde meist der Beginn des Trimmpfads in die Nähe des Sportplatzes gelegt. Dadurch konnten Sportvereine leichter eine Runde auf dem Trimmpfad in ihr Training einbeziehen. Außerdem sind hier meist schon Parkplätze für die Nutzer des Trimmpfads vorhanden. Auch abseits gelegene Trimmpfade sind so angelegt, dass Besucher in der Nähe des Startpunkts parken können.

An Trimmpfaden sind teilweise Schutzhütten und Rastplätze vorhanden. Einzelne Wegeabschnitte können auch zu ausgeschilderten Wanderwegen oder Lehrpfaden gehören. Für Trimmpfade werden sowohl gut ausgebaute Wirtschaftswege als auch quer durch einen Baumbestand führende Pfade genutzt. In einigen Fällen wurde für den Trimmpfad komplett auf vorhandene Wirtschaftswege zurückgegriffen (z.B. in Linden), während in anderen Fällen komplett eine eigene Trasse genutzt wurde (z.B. Karben). Für eine abwechslungsreiche Laufstrecke sollte man bei der Anlange eines Trimmpfads darauf achten, dass zumindest ein Teil der Strecke über geschwungene, nicht zu breite Pfade führt.

Die Übungen

Jeder Vita-Parcours beinhaltet zwanzig Übungsstationen in einer festen Reihenfolge. Die Übungsstationen findet sich im Abstand von etwa hundert Metern am Wegesrand. Folgende Übungen gehören zu einem Vita-Parcours:

01 - Armkreisen vorwärts und rückwärts
02 - Beugen und Strecken mit Armheben hoch
03 - Tiefes Kniewippen mit Armschwingen vorwärts
04 - 2 x Armkreisen beidarmig nach links seitwärts zum Rumpfwippen links seitwärts u. gegengleich
05 - Rumpfschwingen nach links, rechte Hand zum linken Fuss, Aufrichten u. gegengleich
06 - Froschhüpfen über Hindernisse
07 - Armkreisen seitwärts einwärts und auswärts
08 - Klimmzug
09 - Flanke über Hindernis und untendurch zurück
10 - Rumpfkreisen links und rechts herum
11 - Senken rückwärts und Heben
12 - Knie durchstrecken links und rechts
13 - Rumpfdrehen links und rechts
14 - Vorwärtshüpfen links und rechts über Baumstamm
15 - In Stütz springen
16 - Knie beugen und strecken
17 - Liegestütz
18 - Beinspreizen links seitwärts mit Armschwingen seitwärts u. gegengleich
19 - Wanderhangeln an Holmen
20 - Balancieren über Hindernis vorwärts und rückwärts, tief durchatmen

Am Anfang befinden sich vorwiegend Übungen, für die keine Hilfsmittel benötigt werden und die wahrscheinlich als Aufwärmübungen dienen sollen.

Auf den Schildern sind Wiederholungszahlen für die Übungen angegeben. Eine Ausnahme bilden die Stationen zum Hüpfen (6 und 14).
Bei den Übungen ohne Geräten sowie beim Rumpfkreisen ist eine zehnfache Wiederholung vorgesehen.
Bei den übrigen Übungen sind unterschiedliche Wiederholungszahlen für Sportler und Familien angegeben. Hier müssen Sportler meist doppelt so viele Wiederholungen absolvieren, teilweise aber bis zu dreimal so viele. Zu letzterem Falle gehören die Übungen Klimmzug, Wanderhangeln und Balancieren. Klimmzug und Wanderhangeln sind anspruchsvolle Übungen, da hier die Arme das komplette Gewicht des Körpers halten müssen. Es ist daher nachvollziehbar, wenn man dem wenig trainierten Trimmpfadnutzer deutlich weniger Wiederholungen abverlangt. Beim Balancieren hingegen lässt sich der Unterschied weniger nachvollziehen.

Die Geräte

Für die Übungen an den Stationen 1 - 5, 7 und 18 werden keinerlei Hilfsmittel benötigt. Es genügt ein Schild mit der Übungsanleitung am Wegesrand. In manchen Fällen wurden zusätzliche Freiflächen am Wegesrand für die Übungen angelegt.

Die für einen Vita-Parcours benötigten Geräte sind einfache Konstruktionen, welche leicht aus einzelnen Holzelementen zusammengebaut werden. Nur für die Stationen 8 und 10 benötigt man Eisenteile: Bei Gerät 8 sind es die Klimmzugstangen, während bei Gerät 10 mit Ketten aufgehängte Ringe benötigt werden.

Die Geräte sind im wesentliche starre Konstruktionen. Bei Gerät 10 hängt sich der Benutzer an zwei Ringe, die über Ketten beweglich aufgehängt sind.

Für die Übungen 13 und 16 werden passende Holzstäbe benötigt, welche lose in einem Ständer aufbewahrt werden. Dabei besteht natürlich die Gefahr, dass Passanten die Holzstücke entwenden.

Die Belastung der Geräte beim Gebrauch ist sehr unterschiedlich. Während etwa das Hangelgerät das volle Gewicht des Nutzers tragen muss, werden andere Geräte überhaupt nicht belastet wie das Gerät für die Übung 6 - Froschhüpfen über Hindernisse. Das hat Konsequenzen für Unterhaltung und Lebensdauer: Bei den Geräte, die die Last des Nutzers tragen, muss regelmäßig die Stabilität geprüft werden, damit keine Verletzungsgefahr besteht. Für die Übung zum Froschhüpfen hingegen sind auch morsche Holzstämme noch problemlos verwendbar.

Bei den Geräten findet man meist mehr oder weniger variierende Bauformen.
Für Übung 6 werden mehrere in etwa gleichem Abstand zueinander liegende Holzstämme benötigt. Diese sind teils einzeln im Boden befestigt, teils über Querverbindungen verbunden. Die Anzahl der Stämme (und damit die nötige Anzahl der Sprünge pro Durchlauf) ist nicht festgelegt und liegt oft bei fünf, sechs oder sieben Stück.
Für Klimmzüge (Übung 8) besteht ein typisches Gerät aus drei Holzpfeilern in einer Reihe, zwischen denen zwei Stangen aufgehängt sind. Teilweise wird noch eine dritte Klimmzugstange installiert, wofür man entweder einen weiteren Pfeiler benötigt oder die Pfeiler in Dreiecksform aufstellt. Ähnlich ist es beim Rumpfkreisen, wo man neben der Basisvariante mit drei Pfosten und zwei Paar Ringen auch eine mit vier Pfosten und vier Paar Ringen findet.
Beim Hangelgerät findet man Varianten mit und ohne Sprossen.

Neben der Form variiert auch das Material, aus dem die Geräte bestehen. Neben Holzgeräten wurden auch Geräte aus Eisenrohren oder Eisenträgern verwendet. Diese sind etwas robuster als Holzteile, benötigen aber auch gelegentlich einen neuen Anstrich, um vor Rost geschützt zu sein.

Bei der Reparatur und dem Ausstausch von Geräten kamen auch Materialien zum Einsatz, welche man bei der Entstehung der Trimmpfade in den siebziger Jahren noch nicht kannte. Geräte aus Edelstahl sind deutlich langlebiger. Holzteile wurden zum Teil durch Recycling-Kunststoff ersetzt, welcher auf den ersten Blick leicht mit Holz zu verwechseln ist.

Die Laufstrecke

Die zurückzulegende Strecke bei einer Runde über den Vita-Parcours beträgt meist etwas mehr als zwei Kilometer. Dabei kann es durchaus sein, dass bestimmte Streckenabschnitte zweimal (in unterschiedlicher Richtung) durchlaufen werden. Ein Beispiel dafür ist der Trimmpfad in Ronshausen, wo am ersten Streckenabschnitt die Stationen 1 - 5 und 18 - 20 liegen.
Zwischen den Stationen am Wegesrand sind verschiedene Lauftechniken anzuwenden, welche über Schilder vorgegeben werden. Es gibt aber keine feste Zuordnung zu den Streckenabschnitten, sondern dies kann von Vita-Parcours zu Vita-Parcours variieren, während die Reihenfolge der Stationen überall (bis auf einzelne Ausnahmen) gleich ist.

Am häufigsten werden Streckenabschnitte zum Laufen und zum Gehen ausgewiesen. Dafür werden kleine, fast quadratische Wegweiser verwendet, auf denen ein Pfeil die Richtung anzeigt und eine Figur je nach Körperhaltung die beiden Laufarten andeutet.

Hinzu kommen einzelne Streckenabschnitte mit sehr speziellen Fortbewegungsarten, die auf einem breiteren Wegweiser verzeichnet sind:
- Gehen mit Beinspreizen rückwärts
- Laufen mit Knieheben und Anfersen im Wechsel
- Gehen, Laufen oder Hüpfen (Treppe)
Im letzteren Falle wird eine Treppe benötigt. Wo und ob man eine Treppe einrichtet, hängt von den örtlichen Gegegebenheiten ab. Der Trimmpfad von Bad Homburg verfügt sogar über zwei Treppenstrecken. Beim Trimmpfad im Forst Rundshorn hingegen finden wir keine, was sicherlich an dem sehr ebenen Gelände liegt, wo man einen kleinen Hügel hätte künstlich anlegen müssen. Im früheren Vita-Parcours von Stadtallendorf wurde eine künstliche Aufschüttung eingebunden, die sich später als mit gesundheitsschädlichen Stoffen belastete Ablagerung von den früheren Munitionsfabriken erwies.

Die Beschilderung

Verschiedene Schilder am Trimmpfad informieren den Nutzer über den Gebrauch des Trimmpfads und die durchzuführenden Übungen und zeigen den Wegeverlauf an. Diese wurden teilweise an Bäume montiert, teilweise aber auch an den Übungsgeräten oder eigenen Pfosten befestigt.

Alle Vita-Parcours waren einheitlich beschildert mit Schildern der Firma Knipp GmbH Kunststofftechnik und Kartonagenprodukte aus Diezenbach. Auf den Stationsschildern findet sich rechts unten ein kleiner Hinweis auf den Hersteller. Alle Schilder haben einen nach hinten gebogenen Rand, da zur Erhöhung der Stabilität die Montage auf einem Brett mit passenden Maßen vorgesehen ist.

Die Schilder bestehen aus hellblau gefärbtem Kunststoff mit schwarzem Aufdruck. Bei zwei Arten von Schildern wird zusätzlich auch weiße Farbe genutzt. Der weiße Aufdruck ist aber leider deutlich weniger haltbar als der schwarze. Beim Reinigen der Schilder mit Wasser löst sich die weiße Farbe leider leicht ab.

Bei den Abmessungen der Schilder gibt es drei Größen: 32cm x 70cm für Schilder mit Informationen zu den Übungen, 40cm x 17cm für Wegweiser mit Beschriftung und 16cm x 17cm für einfache Wegweiser.

Für die Ausstattung der Trimmpfade wurde ein Basispaket angeboten, welches alle nötigen Schilder enthielt. Daneben wurden die Schilder auch einzeln angeboten. Im Jahr 2010 stellte der Hersteller allerdings die Produktion wegen der stark rückläufigen Nachfrage ein.

Trimm-Trab-Zusatzschild
Von 1975 bis 1978 warb der Deutsche Olympische Sportbund mit der Kampagne "Ein Schlauer trimmt die Ausdauer" für Ausdauertraining. Im Mittelpunkt steht "Trimm Trab", was auch als "Das neue Laufen ohne zu schnaufen" bezeichnet wird. Für den Vita-Parcours gibt es ein Zusatzschild mit den Abmessungen 26cm x 42cm, auf welchem Hinweise zum Laufen aufgeführt sind. Als Ziel wird genannt, den Vita-Parcours einmal oder mehrmals durchlaufen zu können, wobei die Übungen an den Stationen erst nach dem Laufen ausgeführt werden sollen.

Das Zusatzschild benötigt im Gegensatz zu den anderen Schildern keine Unterlage für die Montage, da es deutlich dicker und steifer ist. Ein nach hinten gebogener Rand ist auch nicht vorhanden. Das Schild wurde wahrscheinlich relativ selten verwendet. Momentan ist außer dem Vita-Parcours von Sinsheim kein Vorkommen dieses Schildes bekannt.

Stationsschilder
Am Beginn des Vita Parcours befindet sich ein zweifarbiges Schild, welches über den Gebrauch des Trimmpfads informiert. Der Kopfbereich ("Vita Parcours eine Idee der Vita Lebensversicherungs-AG") findet sich auf allen Stationsschildern, wobei er hier aber weiß gefärbt ist. Von dem Text darunter gibt es zwei Varianten.

Die älteren Schilder sind beschriftet mit:
Hier beginnt der Vita-Parcours.
Er wurde im Rahmen des Vita-Gesundheitsdienstes für Sie geschaffen.
Machen Sie bitte mit und beachten Sie die auf den 20 Tafeln empfohlenen Wiederholungen für:
Familien Sportler
Eine Bitte: Kein ungesunder Ehrgeiz! Steigern Sie ihre Übungen allmählich.
Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen.
Vita Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft
6000 Frankfurt am Main
Zürich-Haus am Opernplatz


Die Lebensversicherungs-AG förderte in den ersten fünf Jahren den Bau der Trimmpfade. Danach wurde auf die Angabe der Adresse verzichtet, und der Text wurde optimiert. Außerdem wurden die Erläuterungen der Symbole fürs Lauftempo hinzugefügt. Der neue Text lautet:
Hier beginnt der Vita-Parcours.
Er wurde im Rahmen des Vita-Gesundheitsdienstes für Sie gebaut.
Sichern Sie sich durch regelmäßiges Training auf dem Vita-Parcous eine gute Gesundheit.
Beachten Sie dabei auch die Ratschläge ihres Arztes.
Wiederholungszahlen: Familie Sportler
Lauftempo: Gehen Laufen
Viel Vergnügen wünschen Ihnen die VITA Lebensversicherungs-AG und die Erbauer.


Auf den Stationsschildern befinden sich ein Kopfbereich, eine Stationsnummer, eine symbolische Darstellung der Übung, ein Erläuterungstext und die Angaben zur Wiederholung. Unten finden sich zudem in sehr kleiner Schrift die Hinweise "Vita Lebensversicherungs-AG Frankfurt a.M." (links) und "Knipp Plastics Dietzenbach/Hessen" (rechts).

Wegweiser
Zur Markierung der Strecke werden hauptsächlich die kleinen Wegweiser mit den Symbolen für Gehen und Laufen eingesetzt. Wahrscheinlich wurde aber den Symbolen in der Praxis keine große Beachtung geschenkt. Wenn man nicht auf dem Schild am Beginn des Trimmpfads gelesen hat, dass es Symbole für Gehen und Laufen gibt, dann fällt der Unterschied wahrscheinlich gar nicht auf. Hinzu kommt, dass die Symbole gar nicht auf der älteren Ausgabe des Startschilds erläutert wurden.

Bei heute noch existierenden Vita-Parcours-Trimmpfaden lässt sich keine genaue Aussage mehr treffen, wie die Abschnitte mit Gehen und Laufen ursprünglich einmal verteilt waren, da beim späteren Austausch der Wegweiser wahrscheinlich nicht auf die Symbole geachtet wurde.

Wegweiser im mittleren Format wurden zur Beschilderung der Streckenabschnitte mit spezieller Lauftechnik (z.B. "Gehen mit Beinspreizen rückwärts") verwendet. Es gibt in diesem Format auch Wegweiser ohne Vorgabe einer Bewegungsart,. Auf diesen befinden sich ein Richtungspfeil, die Beschriftung "Vita Parcours" sowie das Logo der Aktion "Trimm Dich durch Sport". Das war eine vom Deutschen Olympischen Sportbund in den Jahren 1970 bis 1974 benutzte Motivationskampagne. In seltenen Fällen finden sich auch Exemplare dieses Wegweisers mit der Aufschrift "Waldsportpfad" statt "Vita Parcours".

Sowohl von den kleineren als auch den mittelgroßen Wegweisern gibt es immer zwei Varianten, nämlich eine mit Links- und eine mit Rechtspfeil.

Darüber hinaus gibt es aber noch einen Wegweiser von der Größe eines Stationsschildes (im Querformat). Der Wegweiser trägt die Aufschrift "Vita Parcours" in schwarzer und weißer Schrift und einen Pfeil mit schwarzem Rahmen und weißer Füllung. Durch die gegenläufige Orientierung der Schrift ist das Schild sowohl als Wegweiser nach links als auch als Wegweiser nach rechts einsetzbar. Sie lassen sich gut an Straßen verwenden, um den Autofahrer zum Parkplatz beim Trimmpfad zu leiten. Bei den noch existierenden Vita-Parcours sind sie aber auch zum Teil zwischen den Stationen zu finden.

Vita-Parcours heute

Mehr als 45 Jahre sind seit dem Enstehen der ersten Vita-Parcours-Trimmpfade in Deutschland vergangen. Das ist eine deutlich größerere Zeitspanne als die Lebensdauer vieler Geräte und Schilder auf en Trimmpfaden. Dennoch konnte man selbst im Jahre 2015 noch zahlreiche Vita-Parcours in Deutschland finden, die dank regelmäßigem Austausch von defekten Teilen und Schildern ihre usrprüngliche Form erhalten haben.

Daneben finden sich zahlreiche Trimmpfade, die bei Erneuerungsmaßnahmen teilweise oder komplett verändert wurden. Dadurch gibt es zwischen originalgetreuem Vita-Parcours und völlig anders gestaltetem Trimmpfad noch eine Vielzahl von Mischformen.

In der Schweiz übernahm 1994 eine Stiftung die Weiterentwicklung des Trimmpfad-Konzepts und entwarf einen Vita-Parcours. Dieser unterscheidet sich recht stark von den Vita-Parcours der siebziger Jahre:
- Der neue Vita-Parcours hat nur noch 15 (statt vorher 20) Übungsstationen.
- An den Stationen werden mehrere Übungen ausgeführt.
- Für die Übungen werden zum Teil andere Geräte benötigt (z.B. Barren, Slalomstangen, Liegefläche)
- Layout und Farbgebung der Schilder sind anders.
- Die Übungen sind den Kategorien Ausdauer, Beweglichkeit/Geschicklichkeit und Kraft zugeordnet.
- Es gibt keine Laufanweisungen.

Eine Umstellung von einem alten auf einen neuen Vita-Parcours entspricht daher einem Neubau, da man wegen der geänderten Stationenzahl die Übungen sinnvollerweise neu auf die Strecke verteilen sollte. Gegebenenfalls kann man einzelne Geräte (z.B. Hangelgerät) an neuer Stelle wieder aufbauen.
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