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In Stadtallendorf: Lesung mit Natascha Kampusch zum Start der Kunst- und Kulturtage 2018

Natascha Kampusch liest in Stadtallendorf (Foto: Magistart der Stadt Stadtallendorf)
 

Kunst- und Kulturtage werden mit einer anspruchsvollen, emotionalen und interessanten Autorenlesung eröffnet.

Als sie am frühen Morgen des 2. März 1998 auf dem Weg zur Schule von einem Mann in einen weißen Lieferwagen gezerrt wird, glaubt sie, bald sterben zu müssen. Stunden später liegt die Zehnjährige, eingewickelt in einer Decke, auf dem kalten Fußboden im Keller eines Einfamilienhauses. Um sie herum herrscht absolute Dunkelheit, die Luft ist schal und stickig. Hier, in dem nur knapp fünf Quadratmeter großen Verlies, wird Natascha Kampusch die nächsten achteinhalb Jahre leben. Wolfgang Priklopil ist der einzige Mensch, dem sie sich anvertrauen kann. Sie wird von ihm misshandelt, gedemütigt, gepeinigt und unterdrückt. Im Sommer 2006 gelingt ihr die Flucht, die sie vom ersten Tag ihrer Entführung an plant. Nun fühlt sich Natascha Kampusch stark genug, ihre eigene Sicht der Geschehnisse zu schildern. Offen und schonungslos berichtet sie von ihrer schwierigen Kindheit, der Gefangenschaft, den körperlichen und seelischen Misshandlungen. Aber sie beschreibt auch, wie sie in dieser ausweglosen Situation lernte, den Verbrecher in Schach zu halten. Es ist die Geschichte einer Kämpferin, die Unvorstellbares durchhielt und sich nie brechen ließ.

„Wir freuen uns sehr, dass es uns gelungen ist, die mediale bekannte Persönlichkeit und Schriftstellerin Natascha Kampusch für diese emotionale, packende und anspruchsvolle Autorenlesung als Eröffnungsveranstaltung unserer Stadtallendorfer Kunst- und Kulturtage zu gewinnen“, sagt Christoph Grimmel vom Fachbereich 2. Frau Kampusch wird am 02.05.2018 um 20:00 Uhr in der Stadthalle Stadtallendorf aus ihrer Autobiografie „3096 Tage“, welche ebenfalls 2013 verfilmt wurde, lesen. Ebenfalls wird Frau Kampusch aus ihrem neuen Buch „10 Jahre Freiheit“ lesen.

"Freiheit beginnt in der Seele und arbeitet sich nur langsam von innen nach außen."

Sie hatte geglaubt, mit ihrer Selbstbefreiung beginne ein völlig neues Leben voller Energie und Chancen. Stattdessen wurde sie immer wieder dazu gezwungen, in ihre dunkle Vergangenheit einzutauchen. Natascha Kampusch erzählt, wie schwer sie es hatte, ihre Rolle zu finden - und warum sie den Glauben an das Gute im Menschen trotz allem nicht verloren hat. Das bewegende Buch einer mutigen Frau, die immer wieder die Kraft findet, ihr Leben in die Hand zu nehmen. Noch heute – 18 Jahre nachdem das Verbrechen seinen Anfang nahm – erscheint vieles an diesem spektakulären Kriminalfall rätselhaft und unverständlich. Die Entführung und anschließende achtjährige Gefangenschaft der Natascha Kampusch sorgt immer noch und weit über die Grenzen Österreichs hinaus für Schlagzeilen und Spekulationen ...

Abertausende von Menschen nahmen intensiv Anteil an ihrem harten Schicksal. Vor allem für sie hat Natascha Kampusch ihr zweites Buch geschrieben: „10 Jahre Freiheit“ soll berichten, wie es ihr „danach“ ergangen ist.

Wie lebt man als 18-Jährige, nachdem man mehr als acht Jahre in den Händen eines psychisch gestörten Mannes verbringen musste? Welche Pläne, Wünsche, Hoffnungen hatte die jugendliche Natascha in ihrem Kellerverlies für die Zukunft in Freiheit gehegt?

Sie wollen eine Antwort auf diese Fragen? Dann besuchen Sie die Lesung von Natscha Kampusch am 02.05.2018 um 20:00 Uhr in der Stadthalle Stadtallendorf. Der Eintritt ist frei, Spenden werden erbeten.

Quelle dieses Beitrages:

Pressemitteilung der Stadt Stadtallendorf
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