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Alte Gedenksteine offenbaren oft Lebensgeschichten.

  • Eine 200 Jahre alte Familiengeschichte in Stein gehauen. Gesehen an der Pfarrkirche zu Prien am Chiemsee.
  • hochgeladen von Karl-Heinz Töpfer

Angeregt durch seinen Artikel über alte Grabsteine von Peter Gnau habe ich aus meiner Fotosammlung einen Gedenkstein gekramt, den ich vor ein paar Jahren an der Mauer der Pfarrkirche zu Prien am Chiemsee fotografiert hatte. Er erzählt eine etwa 200 Jahre alte Familiengeschichte, die unseren tiefen Respekt abverlangt.
Ihren insgesamt 31 Kindern hat sie die Möglichkeit geschenkt in dem schönen, voralpenländischen Fleckchen Erde aufzuwachsen.

Trotz harter Arbeit als Gast- und vermutlich auch Landwirt, jedoch ohne die Ablenkungen der heutigen Zeit hat sie wahrhaft Großes Vollbracht, um die Versorgung im Alter auf viele Füße zu stellen.

Nachstehend der sinngemäß wiedergegebene Inhalt des Gedenksteins. Man möge mir den einen oder anderen Fehler verzeihen, der durch falsche Interpretation einiger künstlerisch gestalteter Buchstaben entstanden sein mag. Man beachte die damals wohl gebräuchliche Kunst der Formulierung!

„Hier ruht die Asche des edlen und vornehmen Herrn Franz Estermann, ehemaliger Oberlasernwirt zu Prien.
Er kam 1714 zur Welt und verließ sie 1798 im 84. Lebensjahr.
Aus seiner ersten Gattin, Frau Elis. Proßingerinn zeugte er in 22 Jahren 15 Kinder, und seine zweite Frau Theres Hiederhauserinn, mit der er noch 38 Jahre lebte, gebahr ihm 16 Zeugen ehelicher Liebe.
Sanfte Ruhe sei nun dem Hügel der Verwesung eines biederen Mannes.
Er war Christ reiner Frömmigkeit, Mensch wahrer Menschenliebe, Gatte unverletzter Treue, Vater der zärtlichsten Liebe zum Wohl seiner Kinder:
Derer die noch 22 Lebenden Ihm aus Liebe und Dankgefühl und Achtung dieses Denkmal widmen.“

  • Eine 200 Jahre alte Familiengeschichte in Stein gehauen. Gesehen an der Pfarrkirche zu Prien am Chiemsee.
  • hochgeladen von Karl-Heinz Töpfer
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7 Kommentare

Donnerlittchen!

Also meine Herren, keine Ausreden mehr, aber aufpassen!

Wirtschaftlich betrachtet waren die für uns unbegreiflich vielen Kinder allerdings von Nöten und für Gast- und Landwirte als Selbstversorger normal. Sie waren in ihrer Jugend billiges Personal. Die Kinderarbeit war üblich.

  • Gelöschter Nutzer am 11.08.2015 um 08:32
Gelöschter Kommentar

@Reinhard,
ich erinnere in diesem Zusammenhang an meinen Beitrag "Ein ungewöhnlich lustiger Friedhof" von 2010! In einem kurzen Beitrag werde ich einige lustige Grabsteine nochmal vorstellen!

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