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Vier Nördlinger bei den Special Olympics Welt Winterspielen in Österreich

Markus Protte, Daniel Weinert, Werner Wiedemann und Bettina Groß (v.l.) werden den Integrativen Sportverein SG-Handicap Nördlingen bei den Special Olympics Weltwinterspielen in Österreich vertreten
Alle vier Jahre finden sie statt, die Internationalen Special Olympics, genau wie die „richtigen“ Olympischen Spiele. Es sind die olympischen Spiele für Menschen mit geistiger Behinderung, im Zweijahreswechsel gibt es Sommer- und Winterspiele auf internationaler Ebene. Dort treten Athletinnen und Athleten aus der ganzen Welt in ihren Disziplinen an. Bei Sommerspielen waren bereits 2007 in Shanghai und 2011 in Athen Sportler aus Nördlingen dabei. In diesem Jahr wird die Region auch das erste Mal bei Winterspielen von Mitgliedern des Integrativen Sportvereins SG-Handicap Nördlingen vertreten. Vom 14. bis 25. März werden diese Internationalen Special Olympics Winterspiele in Österreich stattfinden. In Ramsau am Dachstein, einem der Austragungsorte, sind die vier Nördlinger Schneeschuhläufer Teil von Team Deutschland.

Werner Wiedemann

Der älteste im Team ist Werner Wiedemann, 43; vertritt den Integrativen Sportverein im 400 Meter Lauf und ist Teil der Staffel. Im Sommer nimmt er an Leichtathletikwettbewerben teil, Sport macht ihm riesig Spaß, vor allem das Speerwerfen. Neben Kugelstoßen, Diskuswurf und dem Laufen ist das seine Lieblingsdisziplin. Am meisten wird ihm seine Frau Doris zuhause in Nördlingen die Daumen drücken. Das Besondere an den Internationalen Spielen ist für ihn neue Leute kennenzulernen und sich austauschen zu können untereinander. Werner freut sich, in Österreich dabei sein zu dürfen, die tolle Ausstattung für Team Deutschland gefällt ihm richtig gut.

Markus Protte

Markus Protte, 29, 200 Meter, 400 Meter. Im Sommer ist auch Markus Leichtathlet in den Disziplinen Kugelstoßen, Diskuswurf, Weitsprung und Laufen. Seine Lieblingsdisziplin ist der Weitsprung und sein großes Ziel ist es hier endlich die 6 Meter zu erreichen – „Ich mache so lange, bis ich das schaffe!“. Wintersport (Schneeschuhlauf und Langlauf) gefällt Markus sehr, selbst wenn man im Gegensatz zum Sommer hier auf Schnee angewiesen ist. Bei Special Olympics ist er nicht nur Sportler sondern auch Teil der Vorstandschaft sowie Athletensprecher von Special Olympics Bayern, diese Arbeit bietet Markus viel Abwechslung. Die Menschen, die Atmosphäre – auf all das freut sich Markus. Die Internationalen Winterspiele betrachtet er als ganz neue Erfahrung, da er noch nie zuvor bei Weltspielen war.

Daniel Weinert

Daniel Weinert ist 22 und reist regelmäßig aus dem fränkischen Hilpoltstein zum Training nach Nördlingen. Im Schneeschuhlauf wird er die 100 Meter, 200 Meter und 400 Meter bestreiten. Auch Daniel ist im Sommer beim Kugelstoßen, Diskuswurf, Weitsprung und Laufen am Start. Diskus und Kugel gefallen ihm am besten, „weil man sich da voll austoben kann und die ganze Kraft raushaut“. Daniel ist Landwirtschaftsmechaniker, er schraubt gerne an den Traktoren rum und liefert Dinge aus. Die Spiele in Österreich werden auch seine ersten Weltspiele sein und er ist „schon tierisch aufgeregt deswegen, das wird bestimmt eine Bomben-Atmosphäre, das kenne ich noch gar nicht, das wird bestimmt richtig toll“.

Bettina Groß

Bei den Damen werden die Nördlinger von der 23jährigen Bettina Groß vertreten. Sie tritt an bei den 100 und den 200 Metern. Im Gegensatz zu ihren Kollegen aus der Leichtathletik nimmt Bettina im Sommer an Schwimmwettbewerben teil. Auf die Frage, was ihr mehr Spaß macht – das Schneeschuhlaufen oder das Schwimmen – antwortet sie grinsend „Beides!“. Sie macht viel Sport in ihrer Freizeit, sie hat auch ein Pferd – Sunny, ein spanischer Araber – mit dem sie gerne reitet und sich fit hält. Bei Special Olympics mag sie alles, vor allem wenn all ihre Freunde dabei sind. Bettina freut sich schon sehr auf die Spiele in Österreich.

Intensives Training

Während eines Trainingswochenendes in Inzell konnten die vier Nördlinger im Januar bereits die anderen Schneeschuhläufer von Team Deutschland kennenlernen. Drei Tage lang hat man sich untereinander und die Trainer der Nationalmannschaft kennengelernt. Es wurde viel gemeinsam trainiert, ganz ohne Eltern und Vereinstrainer. Diese werden zwar zum Teil auch vor Ort sein, aber als Fans und nicht als Coaches, eine Situation auf die sich die Sportler erst einmal einstellen müssen.

Bevor es am 14. März allerdings losgeht, werden die vier noch vom 5. bis zum 10. März mit ihren Teamkameraden vom Integrativen Sportverein SG-Handicap bei den Deutschen Special Olympics Winterspielen teilnehmen. Fast wie bei den Profisportlern wird es im März für die Special Olympioniken kaum eine Verschnaufpause geben, denn dann geht es nahtlos über zum Ereignis des Jahres in Österreich.
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