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Eichenwaldschüler setzen ein Zeichen gegen Gewalt an Kindern

3463 P 5000 Phil, Farbstift, 50 X65 cm, Augsburg, 2.1.2020
 
3398 P 4932 Alex, Neusäß und Augsburg, 9. und 11.1.2020
Neusäß: Eichenwaldschule Neusäß | 

18.Rote Hand Tag am 12.Februar 2020

Zum 18.Red Hand Day, der immer am 12.Februar stattfindet, haben auch dieses Jahr wieder Kinder der fünften Klasse der Grund- und Mittelschule Neusäß am Eichenwald ein Zeichen gegen den Einsatz von Kindersoldaten durch den Abdruck ihrer roten Hand gesetzt. In einem Dokument der Vereinten Nationen wurde am 12.Februar 2002 der Missbrauch von Kindern als Soldaten verurteilt.

Leider gibt es weltweit immer noch etwa 250´000 Kindersoldaten in über 20 Ländern, die zum Teil zwangsrekrutiert (zum Beispiel entführt) werden, weil Kinder leichter beeinflussbar sind, noch nicht so gut zwischen Abenteuerspiel und Realität unterscheiden können und weil sie auch unverdächtiger und zudem wesentlich billiger als erwachsene Soldaten sind.

Die rote Hand als Symbol gegen jegliche Gewalt an Kindern

Die Rote Hand ist für den Künstler und Lehrer Tomé T.Etzensperger aber auch ein Zeichen gegen Gewalt an Kindern allgemein, die es ja in mannigfaltiger Weise gibt. Dazu gehört neben alltäglicher Gewalt an Kindern wie Schlagen aber auch soziale Vernachlässigung, Beleidigung, Beschimpfung oder Liebesentzug und außerdem jegliche Taten, die von Erwachsenen gegen den ausdrücklichen Willen des Kindes an ihm verübt werden. Immerhin sterben auch hier in Deutschland jede Woche etwa zwei Kinder infolge von körperlicher Gewalteinwirkung. Aber auch die seelischen Schäden offenbaren sich hier regelmäßig jedem, der sich mit Kindern beschäftigt.

Tomé findet es wichtig, dass die Kinder immer wieder auf das Thema Gewalt angesprochen werden und sich auch bewusst werden, dass es nicht allen Kindern auf der Welt so gut geht wie ihnen, dass es aber auch hier viele Kinder schwer haben und dass es auch auf dem Schulhof alltägliche Gewalt gibt. Es ist auch wichtig, dass die Kinder erfahren, dass viele ihrer Mitschüler, die aktuell aus Kriegsgebieten als Flüchtlinge zu uns nach Deutschland kommen, schlimme Erlebnisse hatten und vieles erdulden mussten, was für die Menschen hier fast nicht vorstellbar ist. Dies ist auch gerade in der heutigen Zeit, wo populistische Parteien und ausländerfeindliche Parolen immer mehr Raum einnehmen und sich Gehör zu verschaffen versuchen und wo auch immer noch Waffenexporte Deutschlands in viele Krisengebiete stattfinden, elementar.

Gegen das Vergessen

Der Lehrer Tomé sieht sich aber nicht als Moralapostel und Weltverbesserer, doch ist für ihn auch ein kleines Zeichen wie eine rote Kinderhand wichtig und setzt vielleicht doch in das eine oder andere Kinderherz einen Samen, welcher dereinst vielleicht aufgehen wird und mithilft, die Welt ein wenig freundlicher zu machen. Und zudem darf man nie die Empathiefähigkeit von (gerade jüngeren) Kindern unterschätzen, denn diese sind noch sehr offen anderen Menschen und ihren Nöten gegenüber und schenken diesen gerne ihr Mitgefühl, und da es gerade in der heutigen Zeit wichtig ist, diejenigen nicht zu vergessen, die leiden müssen (zur Erinnerung…vor 75 Jahren wurde Auschwitz „befreit“), ist auch ein kleines Symbol, verbunden mit einem kleinen Bekenntnis zum Frieden, sehr wichtig.

Nur ein kleines Symbol?

Die rote Hand ist also ein gutes und taugliches Symbol gegen JEGLICHE Art von Gewalt an Kindern. Der Künstler Tomé hat auch dieses Jahr wieder einige seiner Kinder mit roter Hand gezeichnet und zeigt diese zusammen mit deren roten Handabdrücken in einer kleinen Ausstellung in der Aula der Schule, zusammen mit einigen seiner bedrückenden Zeichnungen von Kindern im Krieg. Seine Schüler zu zeichnen bedeutet für ihn aber auch eine Wertschätzung dem Kind gegenüber, und natürlich freuen sich die Kinder immer, wenn sie gezeichnet werden, was für Tomé die größte „Belohnung“ ist, denn nichts ist wertvoller als das Lachen eines Kindes, denn das Lachen eines Kindes ist wie ein Stück des Himmels. Kinderseelen sind für ihn das kostbarste Gut.

Kinder im Krieg will niemand sehen…
…weil es weh tut.

Krieg macht Armut
Armut macht Demut
Demut macht Frieden
Frieden macht Reichtum
Reichtum macht Übermut
Übermut macht Krieg


(Arabischer Spruch)

Mehr unter: www.tome-art.com
Hier finden Sie auch ein Kontaktformular, wenn Sie zum Beispiel Ihr Kind zeichnen lassen wollen.
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