Sossusvlei – Namibia, Tag 9

Schattenspiele im Sossusvlei
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  • hochgeladen von Michael S.

Der Mittwoch wird diesmal nicht aus der Perspektive von Amara erzählt, sondern Michael berichtet. Denn die Kuscheltier-Leopardin bleibt mit einem Keks zum Frühstück allein im muffigen Bungalow und geht die Erlebnisse des achten Tages noch einmal durch. Eine Vorsichtsmaßnahme, denn am neunten Reisetag in Namibia stehen die Sanddünen von Sossusvlei an. Eine riskante Angelegenheit für Lebewesen, die Fellpflege betreiben müssen und auch für Kameras.

Das Frühstück nehmen wir bereits im Gebiet des Sossusvlei ein, vor roten Sanddünen und einigen Feenkreisen, die dieses Mal sogar einen grünen Farbton aufweisen. Wir sehen Ballonfahrer, die mangels Wind lediglich nach oben steigen und nicht wirklich fahren, dafür aber einige Hundert Euro hingelegt haben. Außerdem sehen wir Tierspuren und zum Teil auch die Vierbeiner dazu, namentlich Springböcke, Oryx, Strauße und einen Schakal. Die von Reiseleitern „Hollywood-Düne“ getaufte Düne 45 lassen wir links liegen. Sie wird so genannt, weil sie zu den am häufigsten fotografierten Motiven im südlichen Afrika zählt. Dann stellen wir unseren Sprinter ab und steigen auf ein Allradfahrzeug um. In unserem Fall zieht ein Traktor einen mit Sitzflächen ausgestatteten großen Hänger. Das geht zwar langsam voran, aber wir kommen in der Nähe des Dead Vlei an, einer von roten Sanddünen umschlossenen, salzverkrusteten Lehmsenke. Alex und ich gönnen uns die Aussicht von oben. Dazu stapfen wir eine Düne hinauf, aber nicht den ausgetretenen Pfad entlang, sondern quer. Je näher wir der Spitze kommen, desto mühseliger wird es, sich im nachrutschenden Sand ohne Trittspuren fortzubewegen. Der Ausblick lohnt sich – auch wenn inzwischen der Massentourismus eingekehrt ist. Einen Heidenspaß bereitet es, die Düne barfuß hinunter zu rennen.

Nach einer kleinen Stärkung steht dann der Abstieg in den Sesriem-Canyon an. Eine tolle Felsformation, die auf meinen Bildern leider nicht in ihrer Schönheit zur Geltung kommt. Gelohnt hat sich auch das Klettern in eine kleine Höhle. Von der einen Seite des Canyons gelangt man mit ein kleines bisschen Sport hinein, kriecht wenige Meter hindurch und schaut dann auf der anderen Seite mehrere Meter hinunter in den Canyon. Am Abend futtern wir in der Little Sossus Lodge Kürbissuppe, Thunfisch-Pfannkuchen, ein Rindersteak und einen warmen Dattel-Rosinen-Kuchen. Hinterher ist man immer schlauer: Amara hätte eigentlich doch mit ins Sossusvlei gekonnt, denn ohne Wind war der Sand harmlos; auch die Kameraausrüstung hat den Ausflug völlig intakt überstanden. In den nächsten Episoden erzählt Amara vom Klein Aus Vista, Kolmanskop, Lüderitz und den Wüstenpferden von Garub.

Bürgerreporter:in:

Michael S. aus Neusäß

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