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Weithin sichtbar über Stausebach wacht der Hahn

Der Kirchturmhahn auf der Wallfahrtskirche "Mariä Himmelfahrt" in Stausebach
Marburg: Marburger Land | Goldglänzend bei strahlend schönem Wetter, oft aber auch mahnend drohend wie ein Fingerzeig in den schwarzen Wolken-Himmel, präsentiert sich der Wetterhahn auf einem Kreuz thronend vom Turm der Wallfahrtskiche in Stausebach. In dem Gedicht " Der alte Turmhahn" von Eduard Mörike wird der Hahn wie folgt beschrieben:

"Auf einem Kirchturm ein guter Hahn,
Als ein Zier und Wetterhahn,
In Sturm und Wind und Regennacht
Hab ich allzeit das Dorf bewacht"

So grüßt er seit jeher von dem spitzen Kirchturm weithin ins Marburger Land und wacht über das Dorf. Als Wetterfahne erfahren die Menschen, woher der Wind weht. Sicher dreht er sich auch deshalb, weil er so in luftiger Höhe für Sturmschäden anfällig wäre, bliebe er nicht nachgebend.

Der Hahn spielt für die Christen seit biblischer Zeit eine symbolhafte und sinnbildliche Rolle. Mit seinem Krähen in den Morgenstunden kündigt er den nahenden Tag und deutet darauf hin, dass die Dunkelheit überwunden ist, gleichsam, dass Jesus Christus das Licht der Welt ist. Ein weiteres Symbol weist auf die Gefangennahme von Jesus im Garten Gethsemane und die Verleugnung durch Petrus hin. "Ehe der Hahn kräht, wirst Du mich dreimal verleugnen". So wird der Hahn auf dem Kirchturm als Mahner: Verleugne deinen besten Freund und erst recht GOTT nicht, oder versprich nichts, wenn du es nicht halten kannst!
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