Der Osterhase sorgt für Diskussionsstoff

So könnte der Osterhase vielleicht aussehen

Die Existenz des Osterhasen, der den Menschen bunte Eier schenkt, wird häufig bezweifelt, http://www.myheimat.de/freilassing/gedanken/schlus... .Der Grund liegt meist darin, dass er mit dem gemeinen Feldhasen verwechselt wird, mit dem ihn außer den langen Ohren nichts verbindet.

Denn dieser zeichnet sich nicht gerade durch besondere Intelligenz aus, wie man in der Fabel "vom Hasen und dem Igel" nachlesen kann. Er ist dumm, gefräßig und kann nichts, außer sich ungehemmt fortzupflanzen. Im Wergrennen ist er nahezu unschlagbar, weshalb er gern auch Angsthase genannt wird. Doch meist läuft er den Jägern vor die Flinte, was ihm ein relativ kurzes Leben beschert, das in der Regel im Kochtopf endet.

Der Osterhase dagegen gehört zu einer Hasenlinie, die sich im Laufe der Zeit stetig weiterentwickelt hat. Er ist hochintelligent und hochbegabt, schließlich hat er ja die "Häschen-Schule" mit summa cum laude absolviert. Er ist sehr kinderlieb - im Gegensatz zum Weihnachtsmann kommt er ganz ohne die berüchtigte Züchtigungs-Rute aus. Aufrecht gehend kann er dank seiner starken Rückenmuskulatur große Lasten transportieren.

Zum Ausgleich betätigt er sich in seiner Freizeit vorwiegend künstlerisch, indem er die Eier von Hühnern zu wahren Kunstwerken gestaltet. Nein, entgegen landläufiger Meinung, kann er allein aus biologischen Gründen selbst keine Eier legen. Er bezieht sie von den Hennen seines Vertrauens, die jedoch meist nicht ausreichen, um den Osterbedarf zu decken. Daher räumt er nachts die Regale der Discounter leer.

Über sein tatsächliches Aussehen lassen sich leider nur Mutmaßungen anstellen. Diese gehen sogar soweit, dass es sich in Wahrheit um Hühner oder gar Menschen handele, die als Hasen getarnt an den Ostertagen Haken schlagend durch Wald und Flur hüpfen, um Eier und Naschwerk zu verstreuen. Kein Wunder, denn niemand hat ihn bisher je zu Gesicht bekommen.

Ebenso lichtscheu wie das Christkind, gelingt es ihm immer wieder, sich den neugierigen Blicken zu entziehen und ratlos suchende Kinderaugen zu hinterlassen. Ein wissenschaftlicher Nachweis seiner Existenz steht ebenfalls noch aus. Der ist auch überflüssig. Denn wenn man fest genug an ihn glaubt, wächst auch die Überzeugung, dass es ihn wirklich gibt!

Bürgerreporter:in:

Karl-Heinz Töpfer aus Marburg

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