AWO gibt Hinweise zum Verkehrsentwicklungsplan - Bessere Information der Öffentlichkeit erforderlich

Radfahrer sollten den Weg nördlich der Straße Krummer Kamp
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Auf der letzten Sitzung des Ortsrates Schulenburg stand der Verkehrsentwicklungsplan auf der Tagesordnung. Der Vorsitzende der AWO in Schulenburg, Karl-Heinz Dahlke gab Anregungen weiter, die die AWO über ihr Projekt Fahrradwege in Langenhagen gesammelt hatte.

Dahlke begrüßte ausdrücklich, dass die Verkehrsplaner das Thema Fahrradverkehr in Langenhagen sehr ausführlich dargestellt haben. Er wies auf die Feststellung der Planer hin, dass der Radverkehrsanteil in Langenhagen auffallend niedrig ist und durch bessere Gestaltung der Radverkehrsverbindungen erhöht werden sollte.

Nach Auffassung der AWO haben die Planer aber die Fußwege zu wenig beachtet. Die Fußwege haben eine besondere Bedeutung für die jüngsten Radverkehrsteilnehmer, die zunächst den Fahrradweg benutzen müssen. Das schreibt die Straßenverkehrsordnung ausdrücklich vor.

„Wir freuen uns, dass nun die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit haben, Anregungen zu geben, allerdings halten wir die Zeit, die ihnen dafür eingeräumt wird, für wesentlich zu kurz,“ leitete Dahlke seine Hinweise ein: „Professionell arbeitende Verkehrsplaner haben in mehreren Jahren eine sehr umfangreiche Stellungnahme ausgearbeitet und den Mitbürgerinnen und Mitbürgern, alles Laien in Sachen Verkehrsplanung, werden nun nur wenige Wochen eingeräumt um Hinweise zu geben.“

Dann dankte er der anwesenden Ordnungsamtsleiterin, Karin Saremba, dass sie auf Anregung der AWO den Weg Alterwiesen für Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer frei gegeben hat. Nun müsse der Weg aber auch in das Verzeichnis der Radwege als straßenunabhängige Radwegeverbindung aufgenommen werden.

Dahlke führte weiter aus: „Uns stellt sich die Frage, warum der Verbindungsweg von der Stichstraße Im Spann zum Evershorster Kirchweg und der Rote Weg im Verzeichnis der straßenunabhängigen Radwege nicht enthalten sind. Bei unseren Anregungen in diesem Gremium beschränken wir uns mit unseren Hinweisen ausdrücklich nur auf Schulenburger Radwege. Außerhalb Schulenburgs gibt es weitere Beispiele.“

Als Beispiel, wo der Radweg gut mit dem Fußweg verbunden ist, so dass Kinder problemlos von Erwachsenen begleitet werden können, hob Dahlke die geltende Regelung am Krummen Kamp hervor. Diese Regelung soll aber nach Vorschlag der Planer so geändert werden, dass aus Engelbostel kommende Kinder künftig auf dem links der Straße verlaufenden Fußweg fahren müssen, während die Erwachsenen den rechten Straßenrand benutzen müssen. Dahlke: „Grundsätzlich ist es ja in Ordnung, dass Fahrradfahrer die Fahrbahnen benutzen müssen. Wenn aber Fußwege auf einer Seite fehlen, sollte ihnen die Möglichkeit eingeräumt werden, die Aufsichtspflicht über zu begleitenden Kinder nicht zu verletzen.“ Da die Straßenverkehrsordnung das leider nicht hergibt und der Gesetzgeber nach Dahlkes Informationen auch nicht gewillt ist, das zu ändern, solle man vorhandene, gut ausgebaute Radwege so belassen wie sie sind und ihre Benutzungspflicht nicht aufheben.

Besonders heikel ist bekanntermaßen die innerörtliche Situation an der Langenhagener Straße. Der Vorschlag der Planer, den südlichen Fußweg für Fahrradfahrer frei zu geben sei als schnelle Zwischenlösung akzeptabel und wünschenswert. Mittelfristig sollte aber die jetzige Situation umgekehrt werden, so dass der südlich verlaufende Weg für Radfahrer in beiden Richtungen benutzungspflichtig und die östlich des Ortseingangs geltende Regelung bis zur Hannoverschen Straße weiter geführt wird. Dazu muss der südliche Fußweg allerdings verbreitert werden. Das sei auch ohne Weiteres möglich, denn nach Meinung der AWO-Arbeitsgruppe kann auf den Fuß- und Radweg nördlich der Hannoverschen Straße verzichtet werden, zumal wenige Meter nördlich der Amtsweg verläuft.

Bürgerreporter:in:

Karl-Heinz Dahlke aus Langenhagen

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