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Vor 50 Jahren hatten wir alle nichts

Mit einem Rückblick auf seine Kinder- und Jugendzeit eröffnete Dr. Herbert Kränzlein (MdL) das Thema „Armut in einem reichen Land – was macht die Politik?“ bei einem Besuch auf Einladung des SPD-Ortsvereins im Kratzertreff in Landsberg.

Damals, so Herbert Kränzlein, hatten wir alle nichts und fühlten uns trotzdem nicht arm. Gleiches wurde wortreich von einer Besucherin bestätigt, die die Entwicklung der Einkommen und Vermögen heute in einer erheblichen Schieflage sieht. Genau diese Entwicklung muss gebremst werden und dazu bedarf es Korrektu-ren an unterschiedlichen Stellen. Steuerhinterziehung muss energisch verfolgt, Steuerflucht der großen Konzerne muss einge-dämmt werden. Managergehälter sind von der steuerlichen Abschreibung zu begrenzen. Die fortschreitende Digitalisierung und andauernde Globalisierung wird weiter drastisch Veränderungen am Arbeitsmarkt bringen, die die Frage eines Grundeinkommens zumindest für Kinder aufwirft. Weitere Korrekturen sind im Bereich der prekären Arbeitsplätze, bei Leiharbeit und befristeten Arbeits-, bzw. Werkverträgen erforderlich. Kleine Einkommen müssen über die Senkung von Sozialabgaben entlastet werden und auch mittlere Einkommen sollen steuerliche Entlastungen erhalten. Diese Verbesserungen für untere Einkommensbereiche brauchen aber eine nachhaltige Gegenfinanzierung. Daher ist eine verbesserte Steuerprogression und höhere Spitzensteuersätze unabdingbar; starke Schultern können mehr tragen als schwache. Auch über eine Vermögenssteuer wird man nachdenken müssen.

In einer regen Diskussion wurden dem SPD-Politiker, der sich für mehr soziale Gerechtigkeit einsetzt und das Auseinanderdriften von Reich und Arm stoppen will, Anliegen für seine politische Arbeit mitgegeben, die den Bürger vor Ort bewegen.
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