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Der Heimplatz ist gekündigt

... auf dem Weg in ein besseres Land.
 
Christa-Portraits aus verschiedenen Jahren

Da kam was von Oben

Die Spendenaktion lief bis zum Stichtag, den Freitag 29.05.2020.
Das Ziel wurde nicht erreicht.


Nachdem ich bei meinem Rechtsanwalt war, der die Sache mit den fehlenden Zahlungen des Sozialamtes übernommen hatte, setzte ich einen Brief an den Pflegeheim-Rechtsanwalt auf. Diesen Brief habe ich an alle gesendet, die auch nur annähernd in der Sache involviert sind.

Mein Rechtsanwalt fand mehrere Fehler in dem Schreiben:
1.) die Berechnungen des Rechtsanwaltes von Pflegeheim waren/sind falsch. Er hat die Gesamtsumme der Eigenbeteiligung von dem vergangenen Jahr als Grundlage benutzt. Es ging letztlich aber nur um eine Monatsmiete, da ich im Januar, nachdem ich die Mietkaution erhielt, eine Einzahlung erledigen konnte.
Das Pfelgeheim zieht den Betrag schon am 01. des Monats ein. Die Rente kommt aber erst am Ende. Hier ist die Lücke, die ich nicht schließen kann.
2.) Daraus resultierend ist eine Kündigung des Heimplatzes hinfällig. Der Rechtsanspruch während der Absprache im Januar ist nicht dazu zurechnen, da bis dahin die größte Mietschuld überwiesen war. Das kann man aus den Kontoauszügen nachvollziehen.
3.) Mein Rechtsanwalt hatte fast einen Lachanfall, als er die Rechnungsaufstellung las. Die Forderung von rund 2000,-€ allein für die Leistungen des Rechtsanwaltes des Pflegeheimes wären rechtlich nicht erlaubt und bei einer Überprüfung würde er seine Anwaltschaft aufs Spiel setzen.


Inzwischen ist meine Mama unterwegs über die Regenbogenbrücke ... in ein hoffentlich besseres Land.

Der Heimplatz ist gekündigt. Doch die Kosten bleiben.


Die NP/Neue Presse hat sich bei mir gemeldet. Ich hatte ein langes Gespräch mit dem Reporter. Ich bin gespannt, ob bei der Befragung im Sozialamt Fachbreich für Senioren etwas herauskommt. Vermutlich "nichts genaues wissen wir nicht", bzw. was bisher auch war ... sinngemäß: "Wir arbeiten alles nacheinander ab" - "Wegen Corona ist die Bearbeitung schwieriger." (sicher, weil man immer noch nicht online arbeitet * - angeblich wegen Datenschutz ... wenn die wüssten ...) - "Wir müssen jeden Vorgang überprüfen." (ja, dann mal los ! aber nicht bis zum erbrechen und vor allem reagiert mal auf Anfragen! *).
Ausreden werden sie schon haben ... oder sie geben gar keine Antwort. "Wegen zu viele Anträge und Anfragen geschlossen." ... oder so ähnlich.

Ich finde, so geht man nicht mit Menschen um.
Es ist eine verfehlte Sozialpolitik, wenn der Staat es für normal hält oder zumindest hinnimmt ohne einzuschreiten, dass Menschen die Hilfe brauchen, dermaßen drangsaliert und in wirtschaftliche Not gebracht werden.

Bisher konnte ich den Supergau (mein Obdach zu verlieren) verhindern - auch mit Hilfe von Spendern. Aber die Spendenfreudigkeit der Menschen kann und darf nicht zur Dauerlösung werden.
Der Staat ruht sich ständig auf einer Spendenbereitschaft und ehrenamtlichen Unterstützung von Bürger*innen aus. Das aber wird schief gehen, wenn die Arbeiten von den Ämtern - üblicherwiese immer häufiger - nicht mehr Zeitnah erledigt werden.

Mich jedenfalls wundert nichts mehr ...

... von der nun zwangs-Erwachsen gewordenen Francis
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12 Kommentare
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  e:Due aus Weimar | 09.06.2020 | 13:48  
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Barbara S. aus Ebsdorfergrund | 09.06.2020 | 14:07  
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Jost Kremmler aus Potsdam | 09.06.2020 | 15:43  
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Nicole Käse aus Wunstorf | 09.06.2020 | 17:08  
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Dieter Elmer aus Bobingen | 09.06.2020 | 17:47  
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Gabriele F.-Senger aus Langenhagen | 09.06.2020 | 17:52  
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Francis Bee aus Hannover-Südstadt | 12.06.2020 | 11:31  
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Kirsten Mauss aus Hamburg | 12.06.2020 | 11:55  
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