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Mittelfelder Eugenesen ernennen Doris Schröder-Köpf zur Ehrensenatorin

Ernennung zur Ehrensenatorin: Doris Schröder-Köpf (Mitte), links: Eugenesen-Präsident Rolf Ballreich, rechts Sitzungspräsident Herbert Wildhagen.
Bützchen, Narrenkappe, Orden: Ende Januar empfing die SPD-Landtagsabgeordnete Doris Schröder-Köpf die Insignien zukünftigen Narrentums. Wobei die närrischen Herren dabei vor allem das Bützen (kölnisch für Küssen) als den wohl wichtigsten Programmpunkt empfanden. Der Mittelfelder Karnevalverein „Eugenesen Alaaf“ ernannte die sympathische Döhrener Politikerin im Rahmen der großen Prunksitzung am Abend des 26. Januar zur Ehrensenatorin der Karnevalsgesellschaft. Die Laudatio hielt Ehemann und Altkanzler Gerhard Schröder. Eine Aufgabe, die viel Fingerspitzengefühl erforderte, wie er feststellte. Gerhard Schröder war sich aber sicher, dass die neue Ehrensenatorin die Belange des Karnevals würdig vertreten und fördern wird.

Geehrt wurde nicht nur die Landespolitikerin Schröder-Köpf. Für ihre Verdienste um den Karneval im Stadtbezirk erhielt auch Bezirksbürgermeisterin Christine Ranke-Heck einen Orden und einen dicken Blumenstrauß.

Über vier Stunden spulten die Mittelfelder Narren eine bunte Schau auf der Bühne des Hangars No. 5 in Wülfel ab. Das närrische Treiben unter der Leitung von Sitzungspräsident Herbert Wildhagen dauerte an diesem Abend länger als sonst bei Prunksitzungen üblich. „Wir feiern in dieser Session das 50jährige Jubiläum der Karnevalsgemeinschaft“, erzählt Eugenesen-Präsident Rolf Ballreich. Im November 1962 gründete der Mittelfelder Edu Wolf mit 24 Mitstreitern aus der katholischen St. Eugenius-Gemeinde die Eugenesen. Das Startkapital belief sich auf 11 Pfennig. Seither sammelten die Narren auch bei karnevalistischen Meisterschaften mit ihren Tänzerinnen viele Erfolge.

Die Eugenesen boten an diesem Abend ihren vielen Gästen im vollbesetzten Saal wieder eine gut sortierte Mischung aus Schautänzen, Funkenmariechen, Büttenreden und Karnevalschlager. Natürlich schaute kurz das Prinzenpaar der Stadt Hannover, ihre Lieblichkeit Prinzessin Anke I. und seine Tollität, Prinz Heiko I., herein, verfolgten einen Teil des närrischen Treibens vor dem Elferrat. Mit dabei beim Schunkeln, Lachen und Klatschen: Bezirksbürgermeisterin Christine Ranke-Heck, der SPD-Regionsabgeordnete und Bezirksratsherr Sascha Glade, die SPD-Ratsfrau Dr. Gudrun Koch sowie Bert Oltersdorf, Vorsitzender der SPD-Bezirksratsfraktion mit seinen beiden Stellvertretern, Antje Kellner und Jens Schade. Von der CDU haben leider alle abgesagt, bedauerte Rolf Ballreich.

Verabschiedet hat sich an diesem Abend Herbert Wildhagen. Dies sei seine letzte Karnevalssession als Sitzungspräsident, kündigte er an und verabschiedete sich von den Besuchern. Rolf Ballreich äußerte zwar Verständnis, aber: "Da reden wir noch mal drüber", sagte er.

Die Eugenesen sind auch beim großen hannoverschen Karnevalumzug mit dabei. Am Sonnabend, den 09. Februar, geht es in Hannovers City rund. Dann fliegt wieder die Kamelle von den Festwagen und die niedersächsische Landeshaupt steht in Sachen Frohsinn den rheinischen Vorbildern in nichts nach.
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