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Droht in Bothfeld erneut der Abbruch historischer Gebäude?

In den letzten drei Jahren wurden in Bothfeld vier historische Gebäude abgerissen (chronologisch geordnet).

https://www.myheimat.de/hannover-bothfeld/kultur/b...

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Dies geschah weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit, die im Vorfeld nicht oder nur unzureichend informiert worden war. Beim Bezirksrat Bothfeld-Vahrenheide spielten die Abrisse vermutlich keine große Rolle, wie ließe sich denn sonst eine Anfrage erklären, die im Mai 2019 an die zuständige Verwaltung Hannovers gerichtet wurde. Im Auftrag der Fraktion wollte ein Bezirksratsmitglied wissen, wie viele Abrisse und Umbauten historischer Gebäude es in den letzten fünf Jahren in Bothfeld gegeben hätte. Sehr verwunderlich diese Bitte um Auskunft! Es muss erlaubt sein zu fragen, zugegeben etwas ketzerisch formuliert, haben die Mitglieder der Fraktion in den letzten fünf Jahren ihr Leben in einer Erdhöhle verbracht?

Auch die Frage nach den (historischen) Bestandsbauten Bothfelds hätte bei einem Gang durch den Stadtteil leicht beantwortet werden können.

Und denkmalgeschützte Gebäude in Bothfeld? Auch eine Anfrage, die eigentlich überflüssig war. Die Antwort darauf sollte zum Grundwissen eines gewählten Bezirksrats-Mitglieds gehören.

Es stimmt aber versöhnlich, dass sich ein Mitglied dieser Sache angenommen hat.

Und die örtliche Presse? Sie blieb bei allen Abrissen seltsam stumm! Wurde sie nicht informiert?

So kann es nicht weitergehen. Die Einwohnerschaft Bothfelds hat ein Anrecht darauf, dass sie bei Veränderungen historischer Bausubstanz rechtzeitig, also vor Abriss, informiert wird.

Aktuell sind drei weitere Hofanlagen von einem Abriss oder baulicher Veränderung bedroht. Sie erwecken den Anschein, schon seit längerer Zeit unbewohnt zu sein.

Um Einbrechern nicht die Möglichkeit zu geben dort Unheil anzurichten, wird die Lage der Objekte textlich verschleiert (Hausnummern nach Häuserliste vor der Eingemeindung, nach Eingemeindung 1907 nur Straße ohne Hausnummern). Auch bildlich sollen die Erkennungsmerkmale durch eine etwas ungewöhnliche Perspektive reduziert werden.

Hofanlage 1

Vor der Eingemeindung Hausnummer nach der Häuserliste: 25, 64, danach
Im Heidkampe („Franzosen“-Halberstadt)

Schon seit längerer Zeit kein Geschäftsbetrieb mehr (Fruchthändler und Blumengeschäft).

Hofanlage 2

Vor der Eingemeindung: Haus 36 (Beike-Hof), danach Klein-Buchholzer Kirchweg

Aus verständlichen Gründen (Bebauung und Einfahrt "bis fast vor die Haustür") verspürt der bisherige Bewohner des Grundstücks vermutlich keine große Lust mehr, hier dauernd weiter wohnen zu wollen.

Hofanlage 3

Vor der Eingemeindung: Haus 27 (Landwirtschaft Fritz Halberstadt), danach Kurze-Kamp-Straße, die Straße wurde später umbenannt, heute gibt es eine Kurze-Kamp-Straße an anderer Stelle.

Eine Nachbarin erzählte dem Berichterstatter vor ca. einem Jahr, dass nach Auszug eines Mieters die Eigentümerin der Hofanlage das Gebäude wieder nutzen wolle. Getan hat sich jedoch bis heute nichts.

Noch ist vermutlich nichts spruchreif, jedoch wäre es wünschenswert, dass sich der Bezirksrat Bothfeld-Vahrenheide rechtzeitig um die Angelegenheit kümmert. Leider stehen die Hofanlagen nicht unter Denkmalschutz. Aber frühzeitig die Absicht eines (eventuellen) Investors zu erfahren, dürfte kein Nachteil sein.

Auch die Medien könnten einen Beitrag leisten. Myheimat macht es bereits.

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