Anzeige

Musikalische Abendstunde zu 20 Jahre "Querbeet St. Sixtus Reisensburg"

Zu einer musikalischen Abendstunde hatte der gemischte Chor „Querbeet“ aus Günzburg-Reisensburg anlässlich seines 20-jährigen Bestehens in die dortige Pfarrkirche Sankt Sixtus eingeladen. Fast 200 Zuhörer waren der Einladung gefolgt und erlebten eine eindrucksvolle Stunde mit neuen geistlichen Liedern von Kathi Stimmer-Salzeder und Norbert Becker sowie besinnlichen Zwischentexten. Darin ging es um das zur eigenen Mitte Kommen, das Zusammenleben in Glück und Trauer, das sich Einlassen auf das Wunder der Liebe Gottes, um die Suche nach Halt und das Vertrauen auf Gottes Wort. Musikalisch und szenisch dargestellt wurde der biblische Text aus dem Lukasevangelium über Marta und Maria.

Die weitgehend mehrstimmigen Liedsätze wurden vom Chor in transparenter Weise und stimmlich ausgewogen unter Leitung von Irmgard Gernert dargebracht. Begleitet wurde der Chor von Gitarren, Flöten und einer Violine. Mit viel Mut und einer klaren und sicheren Gesangsstimme brachte gleich zu Beginn der erst 13- jährige Johannes Sterk allein die Strophen des Liedes „Zur Mitte kommen“ zum Vortrag. Bei allen Liedern waren die Besucher mit eingeladen, anhand der ausgeteilten Liedhefte selbst mitzusingen.

Die musikalische Feier war zugleich auch der Abschied von Irmgard Gernert aus der Leitung des Chores, den sie auf Initiative des damaligen Pfarrers Hans Beer ins Leben gerufen hatte und seither mit vielen Liebe und Engagement geleitet hat. Bei seinen Dankesworten ging Pfarrer Heribert Singer darauf ein, dass jeder zu Ende gehende Lebensabschnitt auch mit einem Stück Wehmut verbunden ist. Er brachte dabei auch den Dank der gesamten Pfarrgemeinde an Irmgard Gernert zum Ausdruck, als er ihr einen vom Lehrer der Reisensburger Grundschule und Künstler Wolfgang Klein gefertigten Schutzengel überreichte.

Für den Chor stellte dessen Mitglied Wolfgang Hödl dankend fest: „Du hast unsere Gemeinschaft mit einer fast mütterlichen Art zusammengehalten und stets eine gute Hand in der Auswahl unserer Lieder gehabt.“ Zugleich konnte er Irmgard Gernert auch die Grüße der Komponisten Robert Haas und Kathi Stimmer-Salzeder zum Chorjubiläum ausrichten. In ihren von Rührung geprägt Dankes- und Abschiedsworten bezeichnete sie den von ihr so viele Jahre geleiteten Chor als ein „Geschenk des Himmels“.

Der Bitte um eine Spende für ein Schulspeisungsprojekt der Spanischen Schwestern auf den Philippinen, das der Chor seit Jahren unterstützt, kamen die Besucher des Abends gerne nach und 1000 Euro ein.

Mit einer Rose übergab sie symbolisch den Taktstock an ihre Nachfolgerin Simone Bernert aus Günzburg-Reisensburg. Diese gab mit dem Lied „Glaube geht, mach dich auf“ zum Abschluss der bewegenden Stunde noch in sicherer Weise ihren Einstand als Chorleiterin. Damit erlebten die Besucher nicht nur ein stimmungsvolles Konzert, sondern entsprechend dessen Titel „Momente“ auch viele frohmachende und glaubensstarke Momente.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.