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FALL Kommerzkünstler Takashi MURAKAMI: Negativ-letale Mutante im Stammbaum der Bildenden Kunst? Versaille-Show (...)

Künstler Takashi MURAKAMI vor Schloss Versailles – Interview für eine Film-Crew. Zur Ausstellung: 10. September 2010. Bild: public domain des Autors Sodocan; n. wikipedia.
 
„Werke und Kunst-Theorien fördern, die Anti-Chaos, Anti-Unsinn und Anti-Beliebigkeit visualisieren“ titelte ich in „Der Tagesspiegel“ - Neo-Popism ars evolutoria W.H.
 
a&s-mutierter KOON-Elefant. Neo-Popism der ars evolutoria (7/3/10).
 
Neo-Popism ars evolutoria - Bild-Mutante 7/3/10 "Evoluionisierund der Kunst".
 
"Himmlisches MONSTER"; ars evolutoria Malerei. 15/9/10.
 
"Schwebendes Bonbon-Zuckerl"; a&s-performance-Malerei 15/9/10.
 
"Japanisch-vulkanisches Luxus-Erotik-MONSTERchen" - ars evolutoria performance-Malerei 15/9/10.
Ein Skandal sei es, finden die Anhänger von „Versailles mon amour“, einer Gruppe, die schon gegen die Ausstellung von Jeff KOONS im Jahr 2008 protestierte. Das schönste Schloss der Welt dürfe nicht als Reklametafel für Takashi MURACAMI benutzt werden: In einer Internet-Petition wird die Provokation zeitgenössischer 'Kunst’, die vor nichts Respekt habe, abgelehnt: „Nein zur visuellen Verschmutzung, zur mentalen Wirrnis, zum Vulgären, aufgestellt als sogenannte 'Kunstwerke’“, meint man. Während das „Time Magazine“ 2008 MURACAMI zu den 100 einflussreichsten Personen der Welt zählte, möchte laut einer Umfrage von „Le Parisien“ (Tageszeitung) offenbar die große Mehrheit der Franzosen – immerhin fast 70 Prozent – lieber keine Gegenwartskunst in Versailles sehen. DIE ZEIT online (Estelle MARANDON) berichtet dazu weiter:

„Sicher, es mag skurril sein, wenn da auf einmal quietschbunte Plastikfiguren im barocken Interieur von Louis XIV stehen. Aber ein Skandal? Anlass zur Aufregung sind insbesondere zwei Werke des 48-jährigen Künstlers. ‚Der kleine Mann mit aufgerichtetem Geschlechtsteil, der Sperma zum Lasso spritzt oder die kleine Frau mit großen Brüsten, deren Milcherguss ein Hüpfseil formt, haben in den königlichen Gemächern nichts zu suchen,’ empört sich Anne Brassié, von der die Petition ins Leben gerufen wurde.“ Doch diese Arbeiten seien in der Ausstellung, die am 14.9.10 eröffnet wurde, gar nicht zu sehen. Die ARD „extra“ berichtete am 15. 9. darüber: Zeigte banale sog. „Kunstwerke“ wie kindliche Motive und Blumen von T.M. sowie natürlich die Demo der MURACAMI-Gegner: Man solle seiner Fantasie ruhig freien Lauf lassen, "denn solche Künstler wie Murakami sind wir alle“, sagen sie.

MURAKAMI selbst versteht die Aufregung nicht: Sein wiederkehrendes Thema sei nicht SEX, sondern das MONSTER. Und ein Monster könne auch mal erotisch sein: "Ich bin ein ganz normaler Künstler, kein Erotikkünstler“, sagte M. „fast ein wenig amüsiert“, so der Bericht der Kritikerin.

Viel Aufsehen um NICHTS

Weder der Samen spritzende einsame Cowboy noch das Busenwunder Hiropon seien in der Versailler Ausstellung des japanischen Künstlers Takashi Murakami zu sehen. Statt Erotik zeigt der 48-Jährige bunte Gänseblümchen und Mangas mit großen Kulleraugen, weiß die SZ zu berichten, die auf dpa als Kunstkritiker/Innen zurückgreift. In Paris gebe es „viel Aufsehen ums Nichts“. Und die 22 Skulpturen, die in den 15 königlichen Gemächer thronen, „sind salonfähig“.

Die einzige Figur, die etwas Haut zeige, ist «Miss Ko2», eine vollbusige Blondine im Minikleid, die den Besucher mit einer einladenden Handgeste auffordere, in den Spiegelsaal einzutreten. Dpa & SZ: „Aber auch das kann heute niemanden mehr ernsthaft schockieren.“

Koons hätte man noch den „Vorwurf der Beliebigkeit“ machen können. Doch bei T.M. habe jede Skulptur ihren Platz. Die 22 Skulpturen, von denen ein Drittel eigens für die Ausstellung geschaffen wurde, „haben sich nicht nur thematisch dem königlichen Dekor angepasst. Murakami hat einige mit Goldblatt bedeckt, damit sie dem Glanz und Luxus von Versailles entsprechen“, lobt dpa.

Nicht vergessen ist: Jeff KOONS war der erste, der sich 2008 den Zorn der Versailles-Verfechter auf sich gezogen hat. Vor allem „sein pinkelnder Pudel hat die Konservativen auf die Palme gebracht“ (dpa). Prinz Charles-Emmanuel de Bourbon-Parme, ein direkter Nachfahre des Sonnenkönigs, habe damals sogar versucht, wegen «Profanierung seiner Ahnen» vor das Verwaltungsgericht zu gehen - vergeblich.

Ich schrieb dazu: http://www.myheimat.de/gladenbach/kultur/kitsch-pa... – zu einer Installation. Und malte: http://www.myheimat.de/gladenbach/kultur/alt-popis...

In „art“ Das Kunstmagazin (online) ist von mir zu KOONS KITSCH zu lesen:

Kulturschaffende aller Länder vereinigt euch!

Viele „Kunstwerke“ der Gegenwartskunst stehen dem „Kitsch“-Phänomen nahe: Das gilt insbesondere auch für die Spielzeugwelten des amerikanischen „Kunst-Stars der Achtziger“, den Künstler Jeff Koons (Jahrgang 1955), der als „King of Kitsch“ kritisiert wird. „Kunst“-Markt-Liebhaber Koons hat z. B. übergroß aus Metall geformte Ballonhündchen geschaffen; so den aufgeblasen-knalligen und naiven Magenta-Pudel vor Palazzo Grassi in Venedig und ein triviales-dekoratives Blumenhündchen vor dem Guggenheim Bilbao. Der pinkfarbene Pudel darf nun im Barockschloss Versailles vor den Toren von Paris Hof halten – zusammen mit anderen bekannten provokativen Kitsch-Objekten des Markt-Stars aus den 80er und 90er Jahren.

Neu ist nun, dass nicht nur das Feuilleton der Medien, sondern endlich „seriöse“ Kulturschaffende sich öffentlich zu Wort melden: Die Ausstellung wird als „Geschäft unter Freunden“ kritisiert, weil der mit Koons befreundete ehemalige Kulturminister (2001 ernannte der Koons zum „Ritter der Ehrenlegion“) der Ausstellungs-Initiator ist. Viele beurteilen die „Kitsch-König“-Objekte als Beschmutzung des französischen Kulturerbes, als Nicht-Kunst-Angriff á la Duchamps „Mona Lisa“ mit „Bart“: Meta-Spaß „Mona Lisa L.H.O.O.Q. rasée". Neu ist auch hierzulande, dass Kulturschaffende dafür plädieren, dass die documenta 13 von einem Team – der Findungskommission - geleitet werden sollte (Prof. Peter Weibel, Kunstkritiker Karlheinz Schmid).

Von KOONS (2008) zu MURAKAMI (2010) in Versailles Barockschloss

Den Größenwahn der Monarchie ins Lächerliche zu ziehen, beabsichtige T.M.: Einen der wichtigsten Repräsentations-Orte des europäischen Kulturlebens - Versailles – habe MURAKAMI besetzt schreibt die „Welt am Sonntag“ (12.9.: http://www.welt.de/die-welt/kultur/article9576699/... . Tim Ackermann berichtet ausführlich darüber, was ausgestellt ist in der Show des Markt-Stars: "Es ist so, dass die Ausstellung nicht zu 100 Prozent von meinem Studio kam", sagt der Künstler. "Jean-Jacques Aillagon hat mitkuratiert, mein Pariser Galerist Emmanuel Perrotin hat mich beraten. Gemeinsam haben wir immer wieder Dinge verändert, ich habe zugestimmt oder abgelehnt."

MURAKAMI- & - KOONS Kitsch: Für Bewusstseinsentfaltung & Kunst-Evolutionisierung?

Optische KULTUR sei „als Spiegel von Neugierverhalten und Bewusstseinsentfaltung“ zu interpretieren, schrieb ich in (1). Und ich diskutierte die „Notwendigkeit eines evolutorischen Kunstbegriffs“ (11.8.9. a.a.O.):

Geht man von der These einer „Evolutionisierung“ der „Kunst“ aus – will Stammbäume für Malerei- und Skupturen-Entwicklung aufstellen – so sind „Evolutionsprinzipien“ (Auslese, Anpassung etc.) zu diskutieren. Derartige biologisch relevante Prinzipien gelten auch in Kunst und Kunstgeschichte; sind KUNST-kompatibel. Sie dienen der Erkenntnis des Wesens der Welt und unseres Selbst.

An anderer Stelle stellte ich fest: Alle Bildenden Künstler (auch die FRÜH-Menschen der Eiszeit) waren (sind) als Neugeborene NICHT per se - von „Natur“ aus - bereits „festgelegte“ Wesen. Ihr Erbgut (Genom-Funktion) war/ist existentiell auf KUNST (KULTUR) und/oder auf „Geistiges“ (z.B. Religion) nicht angewiesen. Ob sich ein potentieller (eiszeitlicher oder „moderner“) Künstler als künstlerisches oder (un)musikalisches Wesen entwickeln wird (bzw. kann) – sich vom sog. „Tierischen” in sich kulturell evolutionär „befreien“ konnte/kann -, stand/steht nicht ab ovo in seiner „Geburtsurkunde“ geschrieben. Um später als „Künstler“ den „Geist seiner Zeit“ (mit „KUNST“) erfassen zu können, bedarf es der Anpassungs- und Wechselwirkungsprozesse des potentiell musischen Organismus mit seiner Umwelt. Besonders Spiegelzellen-geprägte Beziehungs-Erfahrungen im Erziehungs-Umfeld machen „Künstler“ „tauglich“ für KUNST-Experimente und Gespräche mit „KUNST“-Zeitgenossen.

Eine KUNST-Mutation kann negative, positive oder auch keine (stille künstlerische Mutation) Auswirkung auf die Merkmale eines KUNST-Organismus („Kunst-Phänotyp“) haben.
Als Produkt von Stammbaum-Verzweigungen (Kunst-Bifurkationen) kann ein neuer, durch kulturelle Mutation entwickelter Kunstorganismus (Mode, Stil etc.) angesehen werden.

KUNST-Mutationen sind einer der Kunst-EVOLUTIONs-Faktoren neben den Kunst-„Evolutionsprinzipien“ wie Auslese, Anpassung etc., die ebenfalls zu diskutieren sind. Mitverantwortlich für die Entwicklung des Lebens der Kunst und der Kunst-Arten-Vielfalt in der (zeitgenössichen) Kunstszene und auf dem Kunstmarkt. Vergleichbar wie im Leben von Flora und Fauna sind Kunst-Mutationen mit positiven Folgen eher seltener als negative oder neutrale Mutationen, wenn aber eine positive Mutation erfolgt ist, trägt der Mechanismus der „natürlichen Kunst-Selktion“ (sie kann eine willkürliche sein; siehe den Fall documenta Institution), so dass diese sich in einer Population ausbreiten kann.

LETALE Kunst-Mutationen sind im Gegensatz zu neutralen - stillen oder stummen - Mutationen, Kunst-Veränderungen, die nach ihrem Auftreten einen Kunst-Organismus - unabhängig von seiner jeweiligen Lebensphase - in jedem Falle töten. Es gibt im Kunstgeschehen negative Veränderungen, die auch oft zu (vorläufig) Nicht-Nachteilhaftem führen. Wie das möglich ist, erkennt man am

FALL MURAKAMI: Negativ-letale Mutante im Stammbaum der Bildenden Kunst?

Ja, Geld ist der „Humus, in dem die neofeudalen, autoritären Strukturen“ des Kunstmarkt-Künstler-Betriebs wurzeln, schrieb ich vor 2 Jahren. Und: „Der herrschende Geschmack im Kunstbetrieb ist der Geschmack der Herrschenden.“ In Frankfurt „brilliert“ das MMK mit einer von der Gagosian Gallery bezahlten Ausstellung „© Murakami“; Merchandising-Universum (…). Die „Autonomie des Museums“ steht auf dem „freien“ (?) Spiel der KUNST: Das Museum als Ort von „Bedeutung“, „Autorität“ und „Selektion“ des Wichtigen.

Peter WEIBEL formulierte damals in die WELT-Online („Der Kult des Auktionskünstlers“): „Trias Kunst, Finanzwelt, Publizität als Erfolgskriterien“ habe schon J. L. David 1799 beschworen und „dementsprechend seine Rollen als Hof- und Staatskünstler, aber auch als Revolutionär und Genie beschrieben“. Der Kult des Künstlers mache nur dann Sinn, wenn es sich um „Kunst als Glaubenssystem und nicht als Wissenssystem“ handele. Weibel postuliert, dass in Zukunft die Kunst „weniger im Feuilleton als im Wirtschaftsteil besprochen“ werde (= Remythisierung, Reauratisierung des Künstlers).

Wenn MURAKAMI behauptet, er trage zur „Evolution der Kunst“ bei (so in einem art-Interview), ist das anzuzweifeln, meinte ich in der „taz“. Evolutionsprinzipien (Auslese, Anpassung etc.) gelten in Kunst und Kunstgeschichte und dienen letztlich der Erkenntnis des Wesens der Welt und unseres Selbst. Im Stammbaum der bildenden Kunst wird sich MURAKAMI – mangels kulturellem Tiefgang - als absterbendes Seitenzweiglein etablieren (negatives Mem-Produkt). Seine momentane „Berühmtheit“ im Kunstbetrieb verdankt „Japans Andy Warhol“ den autoritären und ausgeklügelten Marketing-, VIP- und PR-Strategien des nervenden zeitgenössischen Kunstmarktes, der auch die Kitsch-Macher wie HIRST und KOONS fördert. (Quelle: Kommentar in
http://www.taz.de/1/leben/kuenste/artikel/1/das-di... (zum kunst-kritischen Artikel von Brigitte Werneburg: „Das Diktat der Marken“)

Non-Art des provokativen Geschäftsmannes MURAKAMI

In „art“ notierte ich: Die Non-Art des provokativen Geschäftsmannes MURAKAMI ist eine letale Mutante dessen, was heute noch „Ästhetik“ (Variante „Kunst der Kunstlosigkeit“) genannt wird. Den bewusstlosen Bewusstseins-Zustand des Kunst-Markt-Künstler-Betriebs – mit „Kunst der Absatzstrategie“ (Holger LIEBS) - spiegeln besonders die genannten 3 „Künstler“-Figuren (MURAKAMI, HIRST, KOONS - deren NICHT-Originalität/Innovation) wider; nicht den Erkenntnis-Stand des gebildeten Kunstkenners. Was soll’s, wenn die infantile Pop-Bildsprache des Takashi MURAKAMI an die Welt der Mangas, der bunten und wilden, neckischen japanischen Comics, erinnert; Comic-als-„Kunst“-Verehrer dürfen sich freuen, Kunstkritiker sollten ihren Beruf (der Kritik) ernst nehmen, Kunstmarkt-Satire sollte nicht nur mit Satire beantwortet werden.

Siehe zu einem Hanno-RAUTERBERG-Artikel über „UNKRITISCHE Kunstkritiker“ mein Beitrag: http://community.zeit.de/user/wernerhahn/beitrag/2... (mit ebenda 2 Kommentaren von mir – 20.8.10).

„Kunst“ der Evolutionslosigkeit

„Glaubenssystem statt Wissenssystem“ fügte ich in „art“ hinzu: Das Museum (MMK) wirft sich in Frankfurt (wieder einmal) dem KOMMERZ in die Arme. MURAKAMIs „Kunst“ kann als „Kunst“ einer „Kunst der Evolutionslosigkeit“ gesehen werden, wenn sich auch MURAKAMI-Meme in bestimmten empfänglichen „Kunst“-Hirnen fortpflanzen werden. MURAKAMIs momentane Bekanntheit im nervigen Kunstbetrieb verdankt „Japans Andy Warhol“ den neofeudalen, autoritären Strukturen des öffentlich geförderten Kunst-Marktes (exemplarisch: MMK-Beispiel). Der Kult um MURAKAMI hat nur dann Sinn, wenn es sich um „Kunst als Glaubenssystem und nicht als Wissenssystem“ handelt; so Peter Weibel.

Ein anderer übler Kuhhandel in Frankfurt sei die „Kunst“-Dauerleihgabe der DB an das Städel-Museum: Er beinhaltet „anzukaufende“ (!) Werke der „Staatskünstler“ & Kunst-Markt-Stars A. Kiefer (umstrittener „Friedenspreis“-Mann) etc. Die Deutsche Bank darf den privaten DB-„Kunst“-Geschmack öffentlich machen, kritisierte ich in „art“ weiter. (
http://www.art-magazin.de/kunst/10864/takashi_mura...)

Später - 5.12.08 - schrieb ich, bezogen auf die BAKARGIEViade in
http://community.zeit.de/user/wernerhahn/beitrag/2...

Christov-Bakargiev – Macherin der dOCUMENTA (13) - ,hatte in Pisa Literatur und Kunstgeschichte studiert und ihre Abschlussarbeit über das Verhältnis von zeitgenössischer Poesie und Malerei verfasst. Dass CCB auch Einzelausstellungen erarbeitet hat, unter anderem für Takashi MURAKAMI, lässt Zweifel an der Fähigkeit CCBs aufkommen, dass die neue Leiterin in der Kunstszene INNOVATIONEN vorurteilslos bewerten kann. MURAKAMI trägt - entgegen der von ihm geäußerten Meinung, er trage zur „Evolution der Kunst“ bei – eben NICHT zur KUNST-EVOLUTION bei. Sollte die d13 wiederum eine documenta der subjektiven Einseitigkeiten werden, mit „Kunst“-Vorlieben der Allein-Macherin CCB, wird die im Jahr 2012 präsentierte d13-Schau mutmaßlich scheitern: sicherlich NICHT auf „hohem Niveau“! (KÖNIG). Da ARTE POVERA-Künstler zu den von Christov-BAKARGIEV verehrten Künstlern gehören und MURAKAMIs „Kunst“ (…), so ist zu ahnen, welche Arbeiten wohl von den genannten Künstlern zu der im Juni 2012 beginnenden documenta 13 gehören werden. (…).

In DIE ZEIT online (BLOG von mir) ergänzte ich in einem anderen Artikel zu MURAKAMI:

Als „wichtige Gegenwartskünstler“ sieht der Kunstwissenschaftler Wolfgang Ullrich auch Vertreter von „Luxus Kunst“: Dass MURAKAMI die „Revolution“ Marcel Duchamps und des All-is-pretty-Warhol bewundert, kann man angesichts von Syntax und Semantik der Werke des Japaners gut verstehen. Wenn der Künstler aber behauptet, er trage zur „Evolution der Kunst“ bei (so in einem art-Interview), ist das anzuzweifeln. (…) In seiner Schirn-Gesamtinstallation in Frakfurt gibt es einen Souvenir-Shop mitten im Museum und der ist Teil der Ausstellung: mit Buttons, T-Shirts, Stofftieren. „Die Ausstellung an sich sieht schon aus wie die Spielzeugabteilung eines großen Kaufhauses, wo alles glänzt, bunt und verführerisch. Aber was soll das bedeuten? Kitsch in Reinkultur?“, konstatierte ein Kunstkritiker. (Rudolf Schmitz, hr.) Kunstmarkt-Satire sollte nicht nur mit Satire beantwortet werden. Quelle:
http://community.zeit.de/user/wernerhahn/beitrag/2...

Zur Arbeitspraxis des Künstlers verblassten, abgestürzten Starkünstlers MURAKAMI - Comeback?

T.M. könne den Verdacht seiner Kritiker nicht ganz entkräften, dass es ihm bei seinem Auftritt in Versailles vor allem darum geht, die eigene Kunst ins Gespräch zu bringen, notiert Tim ACKERMANN. Takashi Murakami, der seine Kunst von einem Heer von Assistenten in New York und Tokio produzieren lässt, zog in den Boom-Jahren nach der Jahrtausendwende in die Oberliga der Starkünstler ein. Er wurde in einem Atemzug mit Damien HIRST und Jeff KOONS genannt. Siehe W.H. 7.3.2010 zu Hamburg: http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/28... - Zu „Pop-Art-Auferstehung? Vorsicht ansteckende NEO-Popartitis“ stellte ich fest: Manche Besucher in der „Galerie der Gegenwart (!)“ der Kunsthalle Hamburg werden momentan sicherlich ratlos vor bestimmten „Pop Life“-Werken stehen, die aktuell dort nicht etwa provokatorisch als „Lachnummer“ gezeigt werden. Die Alt-Pop-Art und Neo-Pop-Art (Old-POPism- und Neo-Popism) stoßen eher auf Unverständnis und Ablehnung bei interessierten Kunstliebhabern und Fachleuten. Vgl. http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/28... - ebenda Werk-Kritik-Bilder zu Koons & Murakami.

UND in Artikel Teil (2) des GZ-Doppelartikels – 604 mal gelesen – urteilte ich: Das Pop-Wunderland in der „Galerie der Gegenwart“ werde nicht allein wegen der Sex-Bilder der Kommerzkünstler abgelehnt: Um Künstler-Skandale und die subversivsten Marktstrategien vermittels der Skandal-Kunstwerke sog. moderner bzw. postmoderner „Kunstmacher“ soll es angeblich gehen; viele Besucher aber fühlten sich zu Recht „verarscht“ (SZ 15/2/10).

Noch im Mai 2008 wurde MURAKAMIs Skulptur eines nackten Cowboys mit Sperma-Lasso für 15 Millionen Dollar versteigert. „Takashi Murakami wurde ein Opfer der Wirtschaftskrise“, zieht ACKERMANN in „Die Welt“ online eine kritische Bilanz: Dann kam im September der Crash, und einen Monat später fand bei einer Versteigerung der gigantische "Tonguri-Kun", der sich nun im Herkulessaal breitmacht, keinen Käufer. Und das, obwohl er mit 3,5 Millionen Pfund moderat eingeschätzt war. Seither gilt der ABSTURZ von Murakami als „einer der spektakuläreren am Kunstmarkt“. Es sei „still geworden“ um T.S.. Und Versailles sei jetzt vielleicht seine Comeback-Ausstellung.

Literatur

(1) HAHN, Werner (1989): Symmetrie als Entwicklungsprinzip in Natur und Kunst. Königstein. Gladenbach: Art & Science, 1995.
(HAHN, Werner (1998): Symmetry as a developmental principle in nature and art. Singapore. (Übersetzung des Originalwerkes von 1989, ergänzt durch ein 13. Kapitel mit erweitertem Sach- und Personenregister sowie Literatur- und Abbildungsverzeichnis.)
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7 Kommentare
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W. H. aus Gladenbach | 15.09.2010 | 19:59  
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W. H. aus Gladenbach | 15.09.2010 | 20:23  
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W. H. aus Gladenbach | 16.09.2010 | 08:27  
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W. H. aus Gladenbach | 18.09.2010 | 10:36  
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W. H. aus Gladenbach | 21.09.2010 | 08:27  
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W. H. aus Gladenbach | 21.09.2010 | 09:50  
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