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Gute Nachrichten musikalisch verpackt

Die Stadtkapelle Gersthofen und der Erwachsenenchor der örtlichen Sing- und Musikschule präsentierten in der Kirche Maria, Königin des Friedens musikalische „Nachrichten“, die von Harmonie, Hoffnung und dem Blick nach vorn handelten.
 
Der Erwachsenenchor der Sing- und Musikschule Gersthofen brillierte mit glanzvollem Gesang
Gersthofen: Kirche Maria, Königin des Friedens |

Gemeinsame Veranstaltungen der örtlichen Stadtkapelle und der Sing- und Musikschule besitzen bei vielen Musikfreunden einen hohen Stellenwert. Die jüngste Aufführung in der Pfarrkirche Maria, Königin des Friedens stand unter dem Motto „Die gute Nachricht“. Das verinnerlichten sich scheinbar auch die agierenden Klangkörper. Ihnen gelang es, auch hohe musikalische Erwartungen zu erfüllen.

Gestartet wurde der bunte musikalische Cocktail mit Tomaso Albinonis Werk „Adagio“, das eine besondere Ausstrahlung beinhaltet. Dabei gelang es der Stadtkapelle unter der Leitung von Markus Meyr-Lischka mühelos, die melancholische und langsam dahinfließende Stimmung des Stücks exzellent umzusetzen. In dem schlichten Lied „Hebe deine Augen auf“ aus dem Oratorium „Elias“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy integrierte Arrangeur Kurt Gäble eine faszinierende Einleitung. Diese entwickelten das Orchester und der Erwachsenchor der Musikschule unter der Führung von Susi und Robert Kraus zu zarten und zugleich erhabenen Klängen.
Überhaupt verstanden es die Musiker und Sänger die jeweiligen Atmosphären der Werke stimmig umzusetzen. So kam in „Lenas Song“ aus dem Film „Wie im Himmel“ die lebensbejahende Botschaft durch die Kapelle und den Gesang von Angie Hackenberg und Carmen Kraus auf wunderbare Weise zur Umsetzung. Ebenso eindrucksvoll interpretierte der Chor John Lennons „Imagine“. Die Sänger servierten poetisch die darin enthaltene Vision einer Gesellschaft frei von Religion, Populismus und Besitz. Im Gegensatz dazu „Amazing Grace“: Ein Bläserquintett stärkte die melodische Einfachheit dieses wohl beliebtestes Kirchenlieds mit kluger Harmonie, Struktur und Instrumentation.
Mit den Gospels „Lead Me Home“ und „Just a Closer Walk with Thee“ begab sich die Stadtkapelle auf festliches Terrain, teilweise mit ruhigen Klängen, die immer wieder nach vorne preschten und so die die Nachricht von der Hoffnung symbolisierten. Da war die Hinwendung zum Romantischen nicht mehr weit. In Amanda McBrooms „The Rose“ zelebrierten Stadtkapelle und Erwachsenenchor fühl- und hörbar die Saat der Liebe, die zuweilen still schlummert, aber auch in harten Zeiten aufgeht.

Viel Beifall für fulminante Einspielung

Emotional ging es weiter mit der Ballade der legendären Popgruppe Abba, „The Way Old Friends Do“. Beide Klangkörper stimmten die gefühlvolle und berührende Hymne an die Freundschaft kraftvoll und mitreißend an. Engelbert Humperdincks „Abendsegen“ bildete das Finale des Konzerts. In dem bekannten Wiegenlied aus der Oper „Hänsel und Gretel“ erzählte die Kapelle musikalisch die Reise von 14 Engeln, die vom Himmel herabsteigen.
Die musikalische Mischung kam bei den zahlreichen Zuhörern blendend an. Sie ließen sich von der Verbindung aus konzertanter Blasmusik, faszinierendem Gesang und informativer Moderation (Rainer Schaller) begeistern. Als Lohn erhielten die Akteure langen Beifall. Als Zugabe präsentierten Orchester und Chor John Miles‘ „Music“. Mit dieser fulminanten Einspielung verneigten sich die Akteure quasi selbst vor dem großen Phänomen Musik.
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.gersthofer | Erschienen am 07.12.2019
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