Jahresbilanz: Sing- und Musikschule Gersthofen weiterhin am Puls der Zeit

Die Führungsmannschaft der Sing- und Musikschule Gersthofen: (von links) Vorsitzender Armin Gaurieder, Schatzmeisterin Maria Vogel und Musikschulleiter Robert Kraus.
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Corona-Pandemie, Ukraine-Krieg, Inflation und Energiekrise - auch die Sing- und Musikschule Gersthofen ist davon mehr oder minder betroffen. Dennoch blicke die Bildungseinrichtung zuversichtlich nach vorne, betonte Vorsitzender Armin Gaurieder in seiner Jahresbilanz. Das Zauberwort dafür heiße Zusammenhalt.

„Wir begegnen den sich verändernden gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Rahmenbedingungen mit speziellen Angeboten, um diesen Neuerungen frühzeitig und erfolgversprechend zu begegnen“, erläuterte er. Dabei sei auch 2022 Inklusion und Kooperation wie mit der Mittel-, Franziskus- und Pestalozzischule und einem Kindergarten nicht zu kurz gekommen.
Hervorragende Früchte habe ebenso das Miteinander mit diversen Musikvereinen in der Region getragen. „Auf vielen gemeinsamen Veranstaltungen haben wir zusammen musiziert oder unser Ballett die Musik in tänzerische Bewegungen umgesetzt“, so Gaurieder.
Um den neuen Herausforderungen und den Tarifen für den öffentlichen Dienst bei der Lehrerbesoldung gerecht zu werden, musste die Musikschule allerdings heuer ihre Unterrichtsgebühren anpassen. Sie seien jedoch so angeglichen worden, dass sie mindestens in den nächsten zwei Jahren stabil bleiben, ergänzte der Vorsitzende.

Durchgängiges, aufbauendes Unterrichtsangebot

Deutlich wurde zudem, wie die Musikschule den Bildungsweg junger Menschen mit ihrem musikalischen Schaffensprozess verknüpft. Ermöglicht wurde dies mit einem durchgängigen, aufeinander aufbauenden Unterrichtsangebot. So könne in Verbindung mit Schule und Freizeit gesungen, getanzt und in Spielkreisen, Orchestern, Bands, Ensembles und Chören musiziert werden, meinte Gaurieder. Um diese Aufgaben auch im abgelaufenen Jahr zu bewerkstelligen, besuchten wieder viele Lehrkräfte Fortbildungsveranstaltungen. Zudem brachten die neuen Musiklehrer Elvira Fink, Ema Almeida und Robin Tóth neue Gedanken und Ideen in ihren Unterricht ein.
Der Leiter der Sing- und Musikschule, Robert Kraus, verwies auf die zahlreich durchgeführten Aktionen. So beteiligte sich die Einrichtung unter anderem an der Organisation und Durchführung des Gersthofer „Musiksommers“, am Singen für die ältere Generation im Kollerhof, am Willkommensnachmittag für die in Gersthofen lebenden Ukrainer und am Seniorennachmittag der Stadt. Überaus erfolgreich sei auch der Tag der offenen Tür im letzten Mai verlaufen, berichtete Kraus.
Auch wenn das Jahr 2022 nur noch kurze Zeit läuft, kehrt bei der Sing- und Musikschule Gersthofen kein Stillstand ein. Jetzt gehe es daran, kommende Auftritte zu planen und dafür zu proben. Kraus nannte für 2023 unter anderem das Jahreskonzert am 26. März um 16 Uhr in der Stadthalle. Ein Ereignis, auf das sowohl die Schüler als auch deren Eltern, Verwandte und Kulturinteressierte immer mit Spannung warten. Darüber hinaus stünden die Planungen für die Faschingssitzungen der Kol-La und der Kinder-Kol-La sowie das Ballon-Singspiel im Juli an.

Ballettunterricht expandiert

Besonders erfreut zeigte sich Robert Kraus über die Auslastung der Sing- und Musikschule. Die Gitarrenlehrer seien ausgebucht, ebenso sehr gut laufe der Fachbereich Klavier, meinte er. „Für unser Ballett mit dem Kooperationspartner Dance Center No. 1 müssten wir eigentlich anbauen“, informierte er. Jedes Jahr entstehe ein neuer zusätzlicher Kurs. Deshalb versuche man, einen weiteren Raum zu gewinnen.
Den Wandel der Gesellschaft und damit auch der Sing- und Musikschule sprach Maria Vogel an. Sie ist seit 40 Jahren Schatzmeisterin der Bildungseinrichtung. In den letzten vier Jahrzehnten habe nicht nur das Umfeld zur Pflege und Vermittlung des Kulturguts Musik eine tiefgreifende Veränderung erfahren, sondern auch die Bilanzzahlen der Musikschule, erinnerte sie. Damals habe der Etat bei umgerechnet 176 000 Euro gelegen, heute bei rund 797 000 Euro.

Musik machen und erlernen kann jeder

Nichts geändert hat sich dagegen an der Zielsetzung der Sing- und Musikschule. Nach wie vor bietet sie Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen – ob Anfänger, Fortgeschrittene oder Wiedereinsteiger - unter dem Slogan „Musik machen und erlernen kann jeder“ eine vielfältige Angebotspalette zu sozial verträglichen Gebühren. „Dabei garantieren wir für alle Altersgruppen und Musikrichtungen kompetenten, innovativen und zugleich kontinuierlichen Unterricht mit pädagogisch und fachlich qualifizierten Lehrer“, resümierte der Vorsitzende, Armin Gaurieder.

Bürgerreporter:in:

Siegfried Rupprecht aus Gersthofen

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