Peterswörth wie es singt und lacht - „Kaffeekränzchen“ des Obst- und Gartenbauvereins

Kleine Garde mit Hofmarschall und Prinzenpaar
 
Kleine Garde mit Hofmarschall und Prinzenpaar
Großartige Masken, hoheitlicher Besuch, märchenhafte akrobatische Auftritte, flotte Gardetänze, spontane Aufführungen, Schunkelrunden, Polonaisen sorgten beim Kaffeekränzchen des Obst- und Gartenbauverein Peterswörth am rußigen Freitag im pfropfen vollen Bürgersaal für eine ausgelassene Heiterkeit. Ob Clowns, Schlumpf oder Grünlinge, passend zu den Gartlern, und viele andere fantasiereichen Maskeraden Vorsitzende Marlene Schweizer konnte pünktlich um 19.00 Uhr die Faschingsfreunde begrüßen und die Peterswörther Prunksitzung eröffnen.

Noch waren die Gschwollenen nicht gegessen, schon startete ein närrisches Nonstop-Programm vom Feinsten. So gaben sich Theresa I (Kränzle) und Moritz I (Wagner) das kleine Prinzenpaar der Gundelfinger Glinken mit Hofmarschall Fabian und der kleinen Garde die Ehre. Prinzenpaar und Garde eroberten mit ihren Tänzen die Herzen der fröhlichen Narrenschar. Und wie es sich für Hoheiten gehört, erhielten das Prinzenpaar und sein Gefolge vom stellv. Vorsitzenden Walter Kaminski den neu nur für 2011 von der Bäckerei Lindenthal geschaffenen und gebackenen „OGV Kaffeekranzorden“ überreicht.
Die „Schkopps“ (Karl Schwenkreis und Franz Kopp) lockten die Tänzer mit flotten Rhythmen aufs Parkett und heizten die Stimmung mit Faschingsliedern zwischen den Darbietungen an. So konnte schon nach kurzer Zeit die Heizung zurückgedreht und bald ganz ausgeschaltet werden.

Dunkel wurde es im Bürgersaal, als die „Fire Girls“, Stammgäste beim Peterswörther Fasching, als die sieben bärtige Zwerge mit Laternen einwanderten. Was sie dann bei ihrer Aufführung an Akrobatik und Tanz zeigten, riss die Maschker förmlich von den Stühlen und nicht nur, weil sie von den „Fire Girls“ zum Mitmachen animiert wurden. Einen steilen Zahn hatten sich die „Fire Girls“ für ihren diesjährigen Orden ausgesucht, die kleine Laterne erhielt das OGV Vorstandsmitglied Brigitte Zahn. Ohne Zugabe durften sie nicht zum nächsten Auftritt den Saal verlassen.

Aus dem Nichts tauchte ein Jockey alias Xaver Kempter auf und suchte zum Derby noch einen dritten Reiter. Schnell verpflichtet und als Jockey eingekleidet war Walter Kaminski. Sie parodierten als ChriStopherUs, SemPerDiva, FeUerWalze auf die Melodie „wer hat die Kokosnuss geklaut“ den Bürgermeisterwahlkampf. Das ausgewürfelte Derby gewann der rote Jockey Kempter vor der Feuerwalze, der schwarze Hengst blieb am Start hängen. Kommentar vom Jockey „der mag ja im Stall bleiben“.

Einen flotten Auftritt zeigte das kleine Tanzpaar der Glinken (Jacqueline Baur und Thomas Schäffler) und ernteten für ihren Tanz zu Musicalmelodie aus „Mary Poppins“ einen wahren Beifallssturm. Aufs Zwerchfall ging das Gespräch zweier Bekannter (Edelharda und Heiner Wagenhuber) die mit viel Wortwitz das Gejammer über die täglichen Wehwehchen aufs Korn nahmen.
Zackig zu Marschmusik zogen mit blonden Perücken, oranje farbenen Shirts und schwarzen Faltenröckchen die Gardisten von Kolping ein. Ihre sportlichen Spitzenleistungen, das herausragende architektonische Können beim Pyramidenbau und die ansehnlichen graziösen Tanzbewegungen brachten ihnen stürmischen Beifall auf offener Szene ein. Obwohl schon außer Atem, ohne Zugabe ging es nicht.

Undenkbar wäre der Peterswörther Faschingshöhepunkt ohne „Die vier Peterswörther Originale“. Luise Hauf, Klara Weng, Antonie Hieber, Lisbeth Dölle, als Radlerinnen, übrig geblieben vom „Radlspaß 2010“, karikierten so manche Begebenheit aus dem Vereins- und Dorfleben. Humorvoll, mit herrlicher Ironie und fantastischer Komik nahmen sie einige „Vorkommnisse“ und sich selbst aufs Korn. Die Lacher aus dem närrischen Publikum hatten sie auf ihrer Seite. Nach stehenden Ovationen sanken die „vier Fantasievollen“ ermüdet und fast verdurstet aufs Peterswörther Kanapee nieder.

Ja, Kaffee und Kuchen gab’s beim Peterswörther Faschingshöhepunkt auch, ist schließlich wesentlicher Bestandteil des „Kaffeekränzchen“. Und wie berichtet wurde, biss dabei ein Maschker sogar in einen Senfkrapfen. Zum Schluss gehörte das Parkett dann ganz allein den tanzfreudigen Närrinnen und Narren.
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