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Hertha-Sixtett beim 27. Celler Triathlon dabei und erfolgreich

Glücklich und (fast) gesund im Ziel: das Hertha-Sixtett
 
Die schnellsten Schwimmer der 1. Startgruppe haben das Schwimmen in der Aller hinter sich. Mit dabei André Schönemeier vom SV Hertha Otze (vorn im weißen Oberteil)
 
Raimund Schultz vom SC Langenhagen sollte nach dem schnellen Schwimmen seine Altersklasse zum wiederholten Mal gewinnen.
Celle: Sportanlage Saarfeld |

Die Triathlonsaison geht in unseren Breitengraden bald zu Ende. Wie schon seit Jahren steht der Celler Triathlon bei vielen Dreikämpfern aus dem Landkreis Celle und vielen anderen aus der näheren und weiteren Umgebung in dem Terminkalender.
Schon im Jahre 1992 waren erstmals die Otzer Triathleten dabei. Schon zum 19. Mal steht der Vereinsname SV Hertha Otze in der Ergebnisliste des schönen Volkstriathlons.
Schon das Schwimmen ist hier ein wenig anders als in Seen oder Kanälen. Hier wird in der Aller geschwommen. Die 600 Meter, mit Start an der Lachtemündung, wird natürlich mit der Strömung geschwommen. Denn in manchen Jahren ist die Strömung so stark, dass schlechtere Schwimmer wahrscheinlich nie den Ausstieg schaffen würden. In diesem Jahr waren normale Wasserbedingungen. Die Temperatur soll knapp 20° C betragen haben. Ohne Neoprenanzug allerdings schon sehr frisch.
Die Wettkampfbedingungen waren gegenüber dem letzten Jahr (der heißeste Tag des Jahres) im Großen und Ganzen recht gut. Eine Regenwolke sollte auf der Radstrecke allerdings für ein wenig Rutschgefahr sorgen.
Die Wechselzone auf dem Sportplatz Saarfeld war mit ca. 470 Rädern der Einzelstarter und 45 Staffeln bevölkert. Von der Rennmaschine bis zum Treckingrad war alles dabei.
Die Wettkampfbesprechung wurde wie immer von Rüdeiger mit witzigen Sprüchen vorgetragen. Eien spezielle Ehrung bekam noch Altersklassenathlet Raimund Schultz vom SC Langenhagen. Er ist auf der olympischen Distanz, Mittel- und Langtriathlon (Hawaii-Distanz) Europameister und fährt im Oktober zum vierten Mal nach Hawaii zur IRONMAN-Weltmeisterschaft. Seine Lebensgeschichte ist schon fast einmalig (http://www.stern.de/wissenschaft/gesund_leben/mens...).
Die Herthaner waren leider in verschiedenen Startgruppen eingeteilt worden. André und Friedhelm hatten das Glück zuerst starten zu können. Punkt 10:00 Uhr fiel der Startschuss in der knapp 20° C kühlen Aller. Ein Neoprenanzug war schon zum Vorteil. Die nächsten Startgruppen wurden in Acht-Minuten-Abständen losgeschickt. So kam es schon in manchen Startgruppen nach kurzer Zeit auf dem Rad zu Überholvorgängen. Die erste Startgruppe hatte noch das Glück die Hälfte der Radstrecke im Trocknen zu fahren. Aber, dass das auch schon zu Stürzen führen kann, erfuhr Friedhelm, als er einem "Rad-Rüpel" immer näher kam. Der fuhr (verbotenerweise) sehr oft auf der Gegenfahrbahn, was ausdrücklich auf jeder Wettkampfbesprechung gesagt wird. Das ist verboten und wird von Schiedsrichtern, wenn es welche gibt und diejenigen so etwas sehen, Zeitstrafen oder Disqualifikationen erteilen können. Das war aber in diesem Fall nicht so. Der "Höhepunkt" seiner Fahrweise, war noch der, dass er einen Kreisel als Abkürzung (verbotenerweise; die StVO ist einzuhalten) links herum befuhr, was eine eindeutige Abkürzung war. Aus diesem Grund, so schnell wie möglich an diesen "Falschfahrer" heranzukommen, beging der Herthaner einen selbstverschuldeten Fahrfehler, so dass er vom Rad geschleudert wurde. Was nun? Erst einmal sehen, was ist kaputt; am Mensch, bzw. Fahrrad. Was in solch einem Moment so denkt, ist im Nachhinein kaum nachzuvollziehen. Wie das "Absteigen" bei knapp 30 km/h vor sich ging, kann er immer noch nicht nachvollziehen. Zum Glück war bis auf (recht starke) Prellungen und Hautabschürfungen kaum etwas passiert. Die Kette war abgesprungen, diese wieder auf die Blätter und nun gesehen, ob das Rad noch funktionsfähig ist; und komischerweise war bis auf ein paar Schrammen und Lenkerschiefstellung nichts passiert; also weiter! Adrenalin pur! Den "Verursacher" konnte er nicht mehr einholen, und Beweise für das Fehlverhalten fehlten.
Nun den Wettkampf etwas vorsichtiger zu Ende bringen. Inzwischen setzte Regen ein und es sollte noch gefährlicher werden. Aber alle anderen Herthaner kamen ohne Sturz aus. Ein paar lädierte Körper waren aber nach dem Wettkampf doch zu sehen.
Weiter zum Wettkampf: Auf der Radstrecke begegneten sich die Teilnehmer, auch die unterschiedlich gestarteten Herthaner, auf manchem Streckenabschnitt. In den Kurven fuhren die meisten Athleten doch recht vorsichtig, denn die Sturzgefahr war bei der feuchten Straße recht groß.
Leider ist bei dem Wettkampf die Strecke nicht voll gesperrt, so dass es mit dem Autoverkehr, gerade für die hinteren Startgruppen, einige gefährliche Situationen gibt. Zum Glück haben die meisten der Helfer schon jahrelange Erfahrungen bei dieser Veranstaltung sammeln können.
So kamen also (fast) alle gesund in die 2. Wechselzone zurück in das Stadion, wo die Räder abgestellt werden mussten und die Laufschuhe bereit standen. Jetzt so schnell wie möglich die 7 km Laufen hinter sich bringen.
Für die mitgereisten Fans (Frauen der Teilnehmer) war es nicht einfach "ihre" Herthaner zu erwischen. Aber auch sie haben in Celle schon einige Male zugeschaut und wissen, wo sie die Radler und Läufer vielleicht gleichzeitig erwischen können, denn die Läufer müssen den Radfahrern entgegen laufen. Die Laufrunde, am Schwimmstart vorbei an der Aller entlang nach Altencelle und wieder zurück um vom Osterdeich schon den Sprecher Rüdiger zu hören. Jetzt war die Laufstrecke, und somit dieser Triathlon, wieder geschafft. Die letzten 250 Meter im Stadion auf der Tartanbahn ist immer wieder ein schönes Erlebnis, denn die vielen Zuschauer begleiten alle Teilnehmer. Das ist am Triathlon das Schöne.
So erging (und ergeht) es allen Triathleten bei (fast) jedem Wettkampf.
Viele Bekannte (und Freunde) beglückwünschten sich im Verpflegungsbereich, wo es Obst und Getränke gab. Zum Glück hatte der Regen aufgehört und der feuchte Rasen störte keinen Athleten, sie waren ja sowieso nass, entweder vom Regen oder Schweiss. ABER: es ist alles freiwillig!
Nach und nach kamen die Herthaner ins Ziel. So richtig wusste niemand, auf welchem Patz jeder gelandet ist, denn bei vier verschiedenen Startgruppen und den Staffelteilnehmern, kann man keinen Überblick behalten. Aber (fast) jeder hatte seine eigene Zeit gestoppt und konnte sich ungefähr einschätzen, ob der Wettkampf gut oder nicht ganz so gut gelaufen ist. Die meisten Teilnehmer waren ja "Wiederholungstäter" in Celle. Wie zum Beispiel einige Starter aus Lehrte und Arpke, die einzigen weiteren Starter aus dem Altkreis Burgdorf.
Seriensieger Ulf Bartels (WSV Wolfenbüttel) wurde in diesem Jahr "nur" 3. Vor ihm platzeriten sich noch Eike Hübenthal und Timo Kuhlmann. Sie waren nach knapp 1:14 Std. im Ziel.
Aber nur 10 Minuten später folgte Herthas's Jüngster, André Schönemeier. Er belegte einen hervorragenden 28. Platz in der Gesamtwertung und in der starken Altersklasse M 35 den 3. Platz. Die Reihenfolge von dem Wolfsburger Triathlon wurde ein wenig verändert. Rainer Ziemba "überholte" Friedhelm (war der Sturz Schuld?). Marko "behauptete" seinen Platz, aber Hartmut "durfte" in Celle vor Heinz im Ziel jubeln. Daran sieht man mal, dass auch die Tagesform für die "internen" Platzierungen ausschlaggebend sind.
Marko und seine Frau Birgit hatten die Hertha-Starter und Begleitungen noch zum Kaffee, bzw. kleinen Umtrunk eingeladen. Da die beiden in Nienhagen wohnen war es kein Umweg auf dem Weg nach Haus.
André blieb noch bis zur Siegerehrung, wo er auf das Podest steigen durfte und brachte Friedhelm auch noch eine Tüte voller Preise mit, denn auch er hatte den 3. Platz in der AK M 55 erreicht.
Ein gelungener Wettkampftag war mal wieder geschafft; es hätte auch schlimmer ausgehen können.

Die Ergebnisse der Otzer Triathleten:

  28. Schönemeier André; 3. M35; 1:24:40
  91. Ziemba Rainer; 18. M45; 1:30:21
134. Döbel Friedhelm; 3. M55; 1:33:57
161. Hellmann Marko; 42. M45; 1:36:06
286. Jung Hartmut; 21. M55; 1:47:01
301. Döbel Heinz; 8. M60; 1:50:06
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