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Vodafone Wakemasters im Olympiasee in München

Vodafone Wakemasters in München (Foto: Veranstalter)
 
Wakeskate - eine Disziplin des Wakeboardens. Sandro Reinhardt aus Augsburg demonstriert einen 'Kick Flip'
Am Samstag fand im Olympiasee in München der dritte Tourstop der Vodafone Wakemasters statt. Die Tour gilt als einzigartige Wakeboardveranstaltung, da sie nicht wie üblich an einer Wasserski- und Wakeboardanlage oder hinter einem Boot ausgetragen wird, sondern sich einem innovativen Zugmittel bedient. Das ‚B.R.O. In The Box‘-System aus der Schmiede des Dachauer Wasserskianlagenbauers ‚Rixen Cableways‘ unterscheidet sich zu den Alternativen, da es sich um eine portable Anlage mit lediglich zwei Masten handelt. Betrieben durch einen Elektromotor kann es somit innerhalb kürzester Zeit an nahezu jedem Gewässer aufgebaut werden.

Schon im Training am Freitagabend wurde klar, dass der Wettkampf auf einem sehr hohen Niveau stattfinden wird. Allein die Starterliste ließ den Szenekenner vermuten, dass die Creme de la Creme den Weg nach München gefunden hat. Neben den Lokalmatadoren Christian Koch (Platz 3 bei den Deutschen Meisterschaften 2011) und dem amtierenden Weltmeister in der Kategorie ‚Veterans‘, Wolfgang Wagner aus München und dem konnten die rund 500 Zuschauer Wakeboardprominenz wie die Deutsche Meisterin 2004, Mari Sandner, Sandro Reinhardt sowie den drittplazierten der Europameisterschaft 2010 und zugleich, zusammen mit Wagner, Teamcaptain der Deutschen Nationalmannschaft Stefan Kraus in einem spannenden Wettkampf bewundern.

Um 11:00 Uhr eröffnete Hauptjuror Aaron Ambost durch das sogenannte ‚Riders Meeting‘ den Wettkampf. Der Resortleiter Wakeboard des Deutschen Wasserski- und Wakeboard Verbandes briefte die Teilnehmer über Sicherheitsbestimmungen, den Wettkampfmodus und die Punktekriterien. Weiter wies er die Teilnehmer auf eine weitere Brisanz des Wettkampfes hin. Der Sport Wakeboarden wird in der Liste der Demonstrationssportarten zur Aufnahme zu den Olympischen Spielen geführt. Eine Delegation des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) hat sich für diesen Tag angekündigt, um sich einen genauen Eindruck dieser aufstrebenden Sportart zu machen.

Pünktlich um 12:00 Uhr startete der Wettkampf mit den Qualifikationen der Klassen ‚Open Men‘ und ‚Open Ladies‘(offene Klassen der Damen und Herren), ‚Junior Men‘ (Altersklasse für unter 18-jährige) sowie den ‚Masters‘ (Altersklasse „Ü 30“). Auch im ‚Wakeskaten‘, einer Disziplin des Wakeboardens, wurde in den offenen Klassen der Frauen und Herren der/die SiegerIn gesucht. Wakeskaten ist das wassersportliche Pendant zu Skateboarden. Auf einem etwa einen Meter langen Brett zeigen die Wassersportartisten die Tricks der Skateboarder, nur eben auf dem Wasser. Die Qualifikationsrunden dienen zur Ermittlung der Startreihenfolge in den Finalläufen. So durfte jeder Teilnehmer in zwei Läufen sein Können unter Beweis stellen und versuchen, sich einen guten Startplatz im Finale ergattern.

Wie sich bereits in der Qualifikation herausstellte, wurden die Finale in jeder Klasse hart umkämpft. Um 15:00 Uhr starteten die Masters. Favorit Wolfram Wagner konnte seiner Rolle gerecht werden und verwies Christian Koch und Christian Steigenberger auf die Plätze. Einen souveränen Doppelsieg bei den Damen in den Disziplinen Wakeboard und Wakeskate konnte die wettkampferfahrene Mari Sandner für sich verbuchen. In beiden Disziplinen gelang es ihr, die Marburgerinnen Vanessa Weinhauer und Chantal Noack hinter sich zu lassen. Dies konnte ihr der Regensburger Shootingstar Dominik Preisner fast nachmachen. Bei den Wakeskatern überzeugte er vor Sandro Reinhardt und Christian Hopf. In der Königsklasse, den Open Men, musste er sich lediglich Jonas Dobenecker geschlagen geben. Dobenecker nutzte seinen Trainingsvorteil an der Anlage optimal aus und gewann in diesem internationalen Teilnehmerfeld vor Preisner und dem Ungarn Milan Csontos. Bei den Stars von Morgen, der Altersklasse Junior Men, konnte mit Tobias Michel ein Snowboarder den Sommersportlern die Show stehlen. Der Sonthofner ergatterte mit einem soliden ersten Lauf das höchste Treppchen. Die Plätze zwei und drei gingen an Christopher Klein und Leroy Ney. Alle Ergebnisse sind auf der Homepage der Vodafone Wakemasters nachzulesen: http://www.wake-masters.com/rider-profile/ergebnis...

Insgesamt kann auf eine sehr gelungene Veranstaltung zurückgeblickt werden, die den Sport in Bekanntheit und Beliebtheit sehr viel gebracht hat. Die Delegation des IOC´s sprach von einer Sportart, die es durch ihre Publikumsnähe, Transparenz und Spannung noch sehr weit bringen wird. Organisator Jakob Purruker freut sich bereits jetzt auf eine Wiederholung der diesjährigen Erstauflage in München: „Ich kann es kaum erwarten, nächstes Jahr wieder einen Tourstop in München zu organisieren. Die Stimmung in München war einzigartig. Die Zuschauer und die Fahrer haben ihr Bestes gegeben. München wird ab sofort fest in die Tourplanung involviert!“
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