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Corona-Update: Aktuell neun bestätigte Fälle im Landkreis Augsburg

Augsburg: Landratsamt | Rund 40 Beschäftigte des Landratsamtes im Dauereinsatz
Seit Freitagmittag hat das Landratsamt Augsburg sechs neue bestätigte Fälle von Corona-Infizierten zu verzeichnen. Insgesamt sind es damit aktuell neun an COVID-19 erkrankte Personen im Landkreis Augsburg. Vier davon stehen mit den erstbekannten Fällen aus Kutzenhausen und Bonstetten in Verbindung, zwei sind Rückkehrer aus einem Urlaub in Südtirol. Alle Betroffenen sowie ihre Familien stehen unter Quarantäne. Mögliche Kontaktpersonen werden derzeit vom Gesundheitsamt ermittelt.

Öffentliche Suche nach Kontaktpersonen läuft gut
Die Entscheidung vom Freitag, die möglichen Kontaktpersonen des Bürgermeisterkandidaten aus Bonstetten öffentlich zu suchen, habe sich bewährt, stellt Landrat Martin Sailer fest. Insbesondere am Freitag erhielt die Behörde mehrere hundert Anrufe von potentiell Betroffenen. Mithilfe eines detaillierten Fragebogens kategorisierten die Telefonisten alle Anrufer, besprachen mit ihnen etwaig notwendige Maßnahmen und standen vor allem für Fragen zu Sorgen und Ängsten zur Verfügung. Insgesamt ist am Landratsamt Augsburg derzeit ein Team aus knapp 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern täglich und auch am Wochenende damit beschäftigt, die Auswirkungen des Coronavirus zu bearbeiten. Dazu gehören neben Landrat Martin Sailer Mitglieder des Katastrophenschutzes, medizinisches Personal, Telefonisten, Kollegen aus dem Schulamt, dem Arbeitsschutz, der Kantine, der Verwaltung und viele mehr. „Wir profitieren in dieser Situation sehr von unseren geübten Szenarien aus dem Katastrophenschutz,“ berichtet Landrat Sailer. Die Teams seien eingespielt, so dass es nur weniger Worte bedarf, um ein strukturiertes und durchdachtes Vorgehen zu gewährleisten.

Diagnosestelle hat sich bewährt
Auch die gemeinsame Diagnosestelle mit der Stadt Augsburg und dem Landkreis Aichach-Friedberg sei eine richtige Entscheidung gewesen, so Sailer weiter. Über das gesamte Wochenende sind dort Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landratsamtes im Einsatz, um bei Kontaktpersonen der Kategorie 1 Abstriche für die entsprechenden Labortests durchzuführen. Die Anzahl der zu testenden Personen blieb dabei bislang überschaubar, da hier nur diejenigen getestet werden, die die notwendigen Kriterien erfüllen und von den Ärzten des Gesundheitsamtes entsprechend eingestuft und angemeldet werden. Neben den Abstrichteams in der Diagnosestelle sind auch weiterhin mobile Einheiten im Landkreis unterwegs, um betroffene Bürgerinnen und Bürger mit Verdacht auf Corona zuhause abzustreichen.
Durch eine sorgfältige telefonische Vorauswahl gelang es, den Personenkreis der zu testenden Bürgerinnen und Bürger auf ein verhältnismäßig geringes Maß zu beschränken. Es wurden mehr als 50 Personen durch mobile Teams getestet und am Wochenende kamen insgesamt 37 Personen für einen Abstrich zur gemeinsamen Diagnosestelle. „Angesichts der mehreren hundert Anrufe, die uns nach dem öffentlichen Aufruf erreicht haben, ist es erfreulich, dass es im Verhältnis offensichtlich nur wenige Personen gibt, die tatsächlich dem Risiko einer Ansteckung ausgesetzt waren,“ betont Landrat Martin Sailer. Dies trage hoffentlich auch dazu bei, die Sorgen der Bevölkerung im Allgemeinen ein wenig zu lindern.
Voraussichtlich am Montagmittag wird der Betrieb der gemeinsamen Diagnosestelle wieder eingestellt, denn die Kassenärztliche Vereinigung Bayern (KVB) hat in Aussicht gestellt, zu diesem Zeitpunkt mit mobilen Teams zu übernehmen. „Sollte sich im Laufe der Woche herausstellen, dass die Kapazitäten der KVB nicht ausreichen, planen wir vor und können bei Bedarf mit eigenen mobilen Einheiten ergänzen,“ erklärt Landrat Martin Sailer.

Am Montag keine Schließung von Schulen oder Kindertagesstätten notwendig
Nach derzeitigem Stand gibt es im Zusammenhang mit den neun bestätigten Corona-Fällen im Landkreis aktuell keine Veranlassung zu Maßnahmen, die für den morgigen Montag Einfluss auf Schulen oder Kindertagesstätten hätten. Keines der bisher positiven Ergebnisse steht in unmittelbarem Kontakt mit einer Schule oder einer Kita. Seitens des Gesundheitsamtes muss daher am Montag keine Einrichtung geschlossen werden. Weitere Testergebnisse werden für Montagnachmittag erwartet, dann muss neu entschieden werden, ob Schließungen ab Dienstag notwendig werden.

Landrat dankt Werner Halank für seine Unterstützung

„Die Ereignisse der vergangenen Tage zeigen, dass wir gemeinsam mit dem betroffenen Bürgermeisterkandidaten Werner Halank die richtige Entscheidung getroffen haben, nämlich proaktiv an die Öffentlichkeit zu gehen, um mögliche Kontaktpersonen zu ermitteln. Es ist Werner Halank hoch anzurechnen und mehr als ehrenhaft, dass er sich sofort freiwillig bereit erklärt hat, diesen Weg mitzugehen und die Interessen unserer Bürgerinnen und Bürger vor seine persönlichen zu stellen. Dafür danke ich ihm aufrichtig und wünsche ihm und seiner Familie sowie auch allen anderen Betroffenen eine gute Genesung und alles Gute!“
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