Anzeige

Erfreulicher Trend bei den Feuerwehren im Landkreis Augsburg

Rück- und Ausblick des Kreisbrandrats

Neben der Vorstellung der beiden neuen Bewerber für die Posten der Kreisbrandinspektoren (KBI) in den Inspektionsbereichen Mitte und Nord sowie des Kreisjugendwarts hatte Kreisbrandrat (KBR) Alfred Zinsmeister bei der Kommandanten-Dienstversammlung in Horgau viele weitere Informationen zum Brand- und Katastrophenschutz mit im Gepäck.

Jugendliche strömen zur Feuerwehr

Im Landkreis Augsburg leisteten im vergangenen Jahr 2016 in 132 Freiwilligen und sechs Werkfeuerwehren insgesamt 6570 Aktive – darunter 508 Frauen – ehrenamtlichen Feuerwehrdienst. Diese Zahl, so der Kreisbrandrat, sei gegenüber den Vorjahren nahezu konstant. Sprunghaft angestiegen sei dagegen die Zahl der gemeldeten Feuerwehranwärter: 936 Jugendliche waren im vergangenen Jahr im Einsatz. Das sind 104 mehr als noch 2015. Halte dieser Trend an, könne im Augsburger Land – anders als in vielen anderen Regionen – von Nachwuchsmangel bei der Feuerwehr (noch) keine Rede sein, freute sich Alfred Zinsmeister über diese Entwicklung. Gleichwohl ist ihm bekannt, dass eine erfolgreiche Jugendarbeit in der heutigen Zeit eine große Herausforderung darstellt.

Mit der jüngst verabschiedeten Änderung des Bayerischen Feuerwehrgesetzes wurde die Altersgrenze bei den Aktiven von bisher 63 auf 65 Jahre angehoben. Außerdem kann die frühe Nachwuchsarbeit in der Kinderfeuerwehr jetzt anstelle vom Feuerwehrverein durch die Kommunen getragen werden, wodurch kommunaler Unfallschutz besteht.

Feuerwehren rückten zu 2842 Einsätzen aus

Im vergangenen Jahr 2016 wurden die Feuerwehren im einwohnermäßig drittgrößten Landkreis Bayerns zu 2842 Einsätzen gerufen. Im Vorjahr 2015 waren es noch 3523. Der Schwerpunkt lag ein weiteres Mal bei technischen Hilfeleistungen (1892). 816 Mal mussten Brände gelöscht werden.
115 Feuerwehrleute aus dem Landkreis absolvierten im vergangenen Jahr die Atemschutzausbildung bei der Augsburger Berufsfeuerwehr. Weitere 1060 Wehrmänner absolvierten das Training unter Atemschutz in der Übungsstrecke der Berufsfeuerwehr Augsburg.
„Ich freue mich sehr über das Engagement meiner Kameradinnen und Kameraden und sage herzlich Danke für ihren ehrenamtlichen Einsatz. Das gilt für alle Verantwortlichen der aktiven Wehren, aber auch für die Vereinsführung und alle Mitglieder“, so Kreisbrandrat Alfred Zinsmeister.

In Nordendorf wurde ein vom Freistaat Bayern beschafftes Katastrophenschutzfahrzeug mit umfangreicher Spezialbeladung für den Einsatz bei Hochwasser stationiert, das im Bedarfsfall von allen Landkreiswehren angefordert werden kann.

Im November fand der Ehrenabend des Feuerwehrverbandes statt. Landrat Martin Sailer und Vorsitzender Alfred Zinsmeister konnten dabei besonders verdiente Kräfte der Feuerwehren mit Ehrenkreuzen in Silber bzw. Gold auszeichnen.

Ausblick

Ein besonderes Ausbildungs-Highlight 2017 sieht Zinsmeister in den geplanten Schulungswochen im Landkreis zum Thema Technische Hilfeleistung. Im November werden durch die Staatliche Feuerwehrschule Geretsried für die Landkreiswehren mit Rettungssatz zweitägige Ausbildungen in Gersthofen und Fischach angeboten.

Das Zeltlager der Jugendfeuerwehren, traditionell kombiniert mit der Abnahme der Jugendleistungsspange, findet heuer vom 28. bis 30. Juli in Wehringen statt. 150 Jugendliche haben sich zum Erwerb des Abzeichens angemeldet.

Rauchmelderpflicht ab 2018

Weil ab 1. Januar 2018 die Übergangsfrist abläuft und somit endlich in allen bestehenden Wohngebäuden Rauchwarnmelder installiert sein müssen, veranstalten die bayerischen Feuerwehren gemeinsam mit dem Landesinnungsverband für das Bayerische Kaminkehrerhandwerk am Freitag, 13. Oktober, unter dem Motto „Alles schläft – einer wacht …“ einen „Tag des Rauchwarnmelders“.

Außerdem besteht für das kommende Jahr 2018 der Wunsch nach einem gemeinsamen Tag der offenen Tür bei allen schwäbischen Feuerwehren. Das Motto lautet „Reinschauen bei ihrer Feuerwehr“. Dazu und für viele andere Veranstaltungen, bei denen die Feuerwehr mit von der Partie ist, bietet der Landesfeuerwehrverband (LFV) Bayern eine breite Palette an Werbemitteln an. Bauzaunbanner und Roll-Up-Displays mit dem Versprechen der Feuerwehr „Wenn die Katastrophe kommt, sind wir bereit“ können die Wehren beim Verbandsvorsitzenden kostenlos ausleihen.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.