Drei Taufen und ein Abschied – Pfarrerin Busch verlässt Stadtallendorf

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Dekan Hermann Köhler und Pfarrerin Stefanie Bisch in der Stadtkirche (15.06.2014)
 
Liedvortrag der russlanddeutschen Brüdergemeinde in der Stadtkirche (15.06.2014)
Stadtallendorf: Stadtkirche Stadtallendorf | Am 15.06.2014 hat sich Pfarrerin Stefanie Busch in einem bewegenden Gottesdienst in der Stadtkirche von der evangelischen Kirchengemeinde verabschiedet, in den drei Taufen und die Verabschiedung durch Dekan Herrmann Köhler eingebunden waren.

In ihrer letzten Predigt erinnerte sich die sichtlich bewegte Pfarrerin an ihre Zeit in Stadtallendorf: „Es war eine reiche Zeit für mich, diese fünfeinhalb Jahre, und ich habe etwas von dem erfahren, wovon ich gerne predige: Dass es in all dem Wandel und der Veränderung etwas gibt, das bleibt, dass ich gehalten bin, auch wenn alles zerbricht.“ Sie empfinde Dankbarkeit für so vieles, das ihr in den Begegnungen mit den Menschen geschenkt wurde. Sie sprach auch ihre Erfahrungen beim Pilgern an, dass in jeden Moment des Lebensweges etwas Neues beginnt und dass ihm zugleich ein Abschied inne liegt. „Wir sind immer unterwegs. Wir gehen ein Stück miteinander, und dann nehmen wir wieder Abschied“, sagte Stefanie Busch.

In seiner Abschiedsrede fasste Dekan Herrmann Köhler die Tätigkeitsschwerpunkte der vergangenen fünfeinhalb Jahre zusammen: Pfarrerin Busch hat ihren Dienst am 01.11.2008 in der Herrenwaldkirche angetreten. „Sie kamen in einer Situation, die nicht ganz einfach war. Die Gemeinde war ein Stück weit aufgewühlt und enttäuscht durch den Weggang des Vorgängers“, so Dekan Köhler über die schwierigen Startbedingungen.

Die Arbeitsschwerpunkte in der Kirchengemeinde lagen bei der Seniorenarbeit, der Betreuung der Kindertagesstätten und der Besuchsdienstarbeit. In den Alten- und Pflegeheimen hat sie regelmäßige Gottesdienste veranstaltet.
Pfarrerin Busch hat sich auch stark für die Ökumene engagiert. So hat sich in ihrer Amtszeit ein ökumenischer Arbeitskreis mit der katholischen Kirchengemeinde gebildet, und es sind ökumenische Kirchenrundgänge und ökumenische Krabbelgottesdienste veranstaltet worden.

Zu ihren besonderen Leidenschaften gehörten die ökumenischen Taize-Andachten, die in Zusammenarbeit mit der katholischen Kirchengemeinde Stadtallendorf veranstaltet wurden. Im vergangen Jahr nahm sie an einer eine Reise mit Jugendlichen nach Taize teil.
Seit 2012 hat Pfarrein Busch regelmäßige Pilgertouren auf Jakobswegen in Thüringen, Hessen und Rheinland-Pfalz angeboten.
Im Kirchenkreis Kirchhain hat Pfarrerin Busch besondere Aufgaben im diakonischen Bereich wahrgenommen. Sie war Vorsitzende im Diakonieausschuss des Kirchenkreises und hat diesen im diakonischen Werk Hessen vertreten.
Die Schließung der Herrenwaldkirche am 31.12.2013 war „ein tiefer Einschnitt für die Gemeinde und speziell für Ihre Arbeit“ und für „Sie als Pfarrerin vor Ort nur sehr schwer zu ertragen“. Dekan Köhler erinnerte an den „sehr feierlichen und auch sehr traurigen Entwidmungsgottesdienst“, den Pfarrerin Busch zusammen mit Propst Helmut Wöllenstein und zahlreichen Menschen aus der Gemeinde gefeiert hat.
Im nächsten Monat wechselt Pfarrerin Busch in die badische Landeskirche und tritt eine Pfarrstelle in der Gemeinde Goldscheuer bei Kehl an.

Richard Kotke und Peter Neufeld als Vertreter der russlanddeutschen Brüdergemeinde bedankten sich bei Pfarrerin Busch für die gute Zusammenarbeit und die Nutzung der Räume in der Herrenwaldkirche, in denen sie regelmäßig Samstags und Sonntags ihre Gottesdienste gefeiert haben. „Wir konnten unsere Gottesdienste gestalten wie wir wollten, und wir haben uns immer gefreut, wenn Sie zu uns gekommen sind und mit uns unsere Lieder gesunden haben“, sagte Richard Kotke.
Für die musikalische Begleitung des Gottesdienstes sorgten das Ensemble Cantassia mit Hans-Christian Mahlzahn und die Brüdergemeinde, die das Lied „Sollten wir uns hier nicht wiedersehen“ aus dem "geistlichen Liederschatz" vortrugen.
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