Neuer Glanz in alten Hütten: Baustellenbesichtigung mit Bürgermeister Richard Greiner in der Eichenwaldschule und im Alten Rathaus

Eichenwaldschule: Bürgermeister Richard Greiner (l.) und Herbert Zimmermann (Bauaufsicht Stadt Neusäß) in einem Nebenraum des Klassenzimmers, der als Garderobe und als Raum für Schüler mit Förderbedarf genutzt wird
 
Eichenwaldschule: Bürgermeister Richard Greiner, Architekt Gerhard Tham und Herbert Zimmermann von der Stadt Neusäß (v.l.) im Werkraum im lichtdurchfluteten Souterrain
Zwei große Sanierungsvorhaben der Stadt Neusäß stehen kurz vor dem Abschluss. Zum neuen Schuljahr werden die Eichenwaldschüler in ihrem neuen Gebäude unterrichtet und Mitte Oktober ziehen die Mieter in das Alte Rathaus ein.

Großzügige Räume für die Eichenwaldschüler

Bürgermeister Richard Greiner zeigte sich bei den Baustellenbesichtigungen zufrieden mit den Fortschritten. Die Eichenwaldschule ist das größte Sanierungsvorhaben seit dem Titania-Bad. Mit dem Architektenbüro Schuller + Tham aus Augsburg, der bereits den Kongress am Park sanierte, habe man einen zuverlässigen Partner gefunden, der Erfahrung mit Projekten in dieser Größenordnung hat. 10,45 Millionen Euro kostet die Sanierung, die insgesamt auf drei Jahre angelegt ist. Nach der Fertigstellung der Grund- und Mittelschule wird der Pausenhof generalüberholt, der 2017 fertig sein soll. Greiner freut sich, dass man „klar im Kostenrahmen“ liege.

Ein Gang durch die Schule lässt bereits erahnen, wie die Schule künftig aussehen wird. Aus dem düsteren Werkraum im Keller ist ein helles Souterrain geworden, die Mensa ist mit 120 Quadratmetern weitläufig gestaltet. Technisch ist die Schule mit festinstallierten Beamern und Whiteboards in den Klassenräumen auf dem neuesten Stand. Auf Wunsch vieler Lehrer gibt es in den Klassenzimmern kleinere, direkt angrenzende Nebenräume, die einerseits als Garderobe für die Schüler dienen und in denen andererseits gezielter Förderunterricht stattfindet. Lehrer können dort so bestimmte Schüler in kleinen Gruppen beschäftigen, gleichzeitig den Rest der Klasse im normalen Zimmer betreuen.

Die 1968/69 errichtete Schule wurde während des laufenden Betriebes saniert. Gegenüber einem Neubau bringt das einige Vorteile mit sich. Die Eichenwaldschule war für 850 Schüler gebaut, hat jetzt aber nur noch circa 400 Schüler. Von den großzügigen Räumen profitieren die Schüler heute noch. Beispielsweise umfasst der Musikraum 90 Quadratmeter, die Klassenzimmer haben 70 Quadratmeter statt der heute üblichen 50 Quadratmeter. „Man kann mit den vorhandenen Flächen arbeiten“, so Greiner. Räume in dieser Größe würden heute nicht mehr genehmigt werden. Da die Grundschüler während der Sanierung in der Mittelschule unterrichtet wurden, musste die Stadt nur fünf Container anschaffen. Ein vollständiges Ausweichen auf Container hätte sieben Millionen Euro gekostet. Viele Handwerker sind aus der Region, mit denen man „partnerschaftlich und kollegial zusammenarbeitet“, so Architekt Gerhard Tham.

Das Alte Rathaus als Haus der Begegnung

Auch bei der Sanierung des Alten Rathauses sind von 45 Gewerken 21 aus der Region. Für Greiner liegen die Vorteile klar auf der Hand: „Für die Firmen ist das eine Prestigesache.“ Pfuscherei können sich die Firmen schlichtweg nicht leisten, schließlich habe man einen Ruf zu verlieren. Dementsprechend gut ist der Fortschritt auch auf dieser Baustelle. Ende September soll das Gebäude fertig sein, für Mitte Oktober ist eine Feierstunde geplant. Die veranschlagten Kosten in Höhe von 1,5 Millionen Euro werden nicht überschritten.

Greiner wünscht sich, dass ein Haus der Begegnung entsteht, in dem die Mieter gegenseitig voneinander profitieren – ähnlich wie es derzeit im Haus der Musik der Fall ist. Neben der Ökumenischen Sozialstation Neusäß-Diedorf-Dietkirch, die bereits zuvor im Alten Rathaus war, zieht das Freiwilligen-Zentrum in das Gebäude ein. Zudem bekommt Neusäß eine Familienstation mit dem Frère-Roger-Kinderzentrum als Träger. Des Weiteren ist ein Veranstaltungsraum für die Volkshochschule geplant.

Das 1957 von Architekt Hans Schrammel erbaute Haus hat Geschichte. „Viele Neusässer haben einen persönlichen Bezug“, so Greiner, dem es wichtig ist, dass neben den energetischen Verbesserungen der Charakter des Altbaus erhalten bleibe.
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.neusässer | Erschienen am 03.09.2016
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