Verleihung Neusässer Kunstpreis

Verleihung des Neusässer Kunstpreises und Kunstförderpreis: Richard Greiner, Friederike Klotz, Gerald Bauer, Bernd Bruchner und Maria-Stephanie Kemmerling.
Die regelmäßigen Rathausausstellungen in der Rathausgalerie beweisen es: Das Thema Kunst nimmt in Neusäß eine wichtige Rolle ein. Ein besonderer festlicher Anlass in diesem Zusammenhang ist der Neusässer Kunstpreis, der alle zwei Jahre verliehen wird. In diesem Jahr übergab Bürgermeister Richard Greiner im Rahmen einer Feierstunde den 17. Neusässer Kunstpreis an Friederike Klotz. Des Weiteren erhielt Gerald Bauer den Kunstförderpreis der Kreissparkasse aus den Händen von Bernd Bruchner, Gebietsdirektor der Kreissparkasse Augsburg. Der Kunstförderpreis, der vier Jahre nach dem Kunstpreis ins Leben gerufen worden war, wurde dieses Jahr zum 15. Mal übergeben.

„Die Jury hat es sich bei ihrer Entscheidung nicht einfach gemacht“, teilte Maria-Stephanie Kemmerling, Vorsitzende des Kulturkreises Neusäß, der die Veranstaltung organisierte, mit. Insgesamt hatten 46 Künstler 87 Arbeiten eingereicht. Hieraus wurden 56 Exponate für die Ausstellung in der Rathausgalerie ausgewählt, aus denen schließlich der mit 1000 Euro dotierte Kunstpreis sowie der mit 500 Euro verbundene Kunstförderpreis bestimmt wurden.

Als eine Art „Nachruf auf das Schreiben mit der Hand“ bezeichnet Friederike Klotz ihre Werke. In ihren Collagen hat sich die Künstlerin mit dem Thema Handschrift auseinandergesetzt. Die Faszination hierfür lässt sich leicht mit ihrem Lebenslauf erklären, wie sie selbst sagt. So hat sie jahrelang das Fach Deutsch unterrichtet und dabei täglich Handschriftliches im Gepäck gehabt, das es zu korrigieren galt. Wie unterschiedlich dabei die einzelnen Handschriften sind, die eigentlich nur auf kleine motorische Bewegungen der jeweiligen Hand zurückgehen, gab einen weiteren Impuls für ihr künstlerisches Schaffen. Darüber hinaus nimmt das Thema Handschrift gerade mit Blick auf die heutigen technischen Möglichkeiten, die dazu geführt haben, dass Texte vor allem über Computer oder Handy getippt werden, wodurch die „individuelle Handschrift“ nicht mehr sichtbar ist, eine spannende Rolle ein.

Porträts sind hingegen der Schwerpunkt von Gerald Bauer. Auf dem von ihm gerne genutzten Format von 1 x 1 Meter bringt er seine Figuren und Porträts mit Acrylfarben auf die Leinwand. Seine Figuren und Porträts erscheinen bei diesem Format dabei oft überlebensgroß, wodurch sie das Spannende am menschlichen Gesicht auf besondere Weise herausarbeiten.

Die Besucher erwartet wieder eine „vielseitige Ausstellung“, freute sich Bürgermeister Richard Greiner in seiner Ansprache und dankte allen teilnehmenden Künstlern, die mit ihrer Kreativität und Inspiration den Kunstpreis und die Ausstellung erst möglich und in Neusäß so beliebt machen.
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin neusässer | Erschienen am 23.12.2013
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