Mit der Instrumentenrallye auf der Suche nach dem Lieblingsinstrument

Trommeln zum Warmmachen: Alexander und Jonathan testen die Congas aus.
 
Bevor es an die Trompete geht, wird die richtige Technik erst mal am Mundstück der Trom-pete geübt.
Was Eissorten mit einem Klavier zu tun haben, wie man gleichzeitig mit Händen und Füßen Musik macht oder wie man einer Trompete einen Ton entlockt – das und noch vieles mehr lernten jetzt die Kinder bei der ersten Instrumentenrallye der Sing- und Musikschule Neusäß. Eingeteilt in Zweierteams zogen die Kinder im Haus der Musik von Proberaum zu Proberaum, wo sie die unterschiedlichen Instrumente wie Schlagzeug, Klavier, Trompete, Tuba, Posaune, Blockflöte und Klavier ausprobieren durften.

Für das Schlagzeug bei Musikschullehrer Joachim Holzhauser haben sich Alexander und Jonathan zu Beginn entschieden. Und hier ist gleich voller Körpereinsatz gefordert, denn im Vergleich zu den anderen Musikinstrumenten, die mit der Hand bzw. den Händen gespielt werden, kommen beim Schlagzeug auch die Füße zum Einsatz. Je nachdem, was ihnen Joachim Holzhauser anzeigt, betätigen Alexander und Jonathan den Bass, bearbeiten die Snare mit den Sticks oder schlagen das Becken an.

Während das Schlagzeug sich sofort alle möglichen Töne entlocken lässt, entdecken Theresa und Carla in einem anderen Proberaum die Trompete. Und mit einfach reinpusten ist es hier nicht getan, wie sie schnell feststellen und ihnen Peter Weber demonstriert. Der Musikschullehrer pustet und pustet zwar in die Trompete, was das Zeug hält, aber kein Ton entströmt dem Blechblasinstrument. „Woran kann das wohl liegen?“, fragt er die beiden Mädchen. „Die Knöpfe müssen noch gedrückt werden“, meint Theresa, woraufhin Peter Weber erneut in die Trompete bläst und dieses Mal die Knöpfe drückt – aber erneut kommt die Trompete nicht zum Klingen. Denn das Geheimnis liegt nicht in den Knöpfen, sondern mit der richtigen Technik in das Instrument hineinzublasen, erläutert Weber: „Das Instrument muss zum Schwingen gebracht werden.“ Und dafür müssen die Lippen beim Hineinpusten vibrieren. Theresa und Carla machen sich daraufhin an die Arbeit. Erst mal mit
Trockenübungen, so dass sie munter vor sich hinprusten, dann mit dem Mundstück und schließlich mit der Trompete. Und tatsächlich, jetzt wird die Trompete endlich zum Klingen gebracht.

Gute Puste wird auch bei Rosemarie Mantel benötigt, die den Kindern die Blockflöte näher bringt. Mit dem sogenannten Raketenstartgriff, bei dem die Finger die unteren Löcher abdecken, wird die Flöte an den Mund geführt und los geht’s mit den ersten Tönen. Fingerfertigkeit hingegen sind bei Sigrun Taegert mit der Gitarre und Marina Weimann mit dem Klavier gefordert. Und damit sich die Kinder die Tastenkombinationen besser merken, gibt es einen Merksatz mit unterschiedlichen Eissorten: Schokolade, Erdbeere und sogar die Geschmacksrichtung Pfefferminze schweben hier durch den Raum.

Ebenfalls mit der Trompete, aber auch mit der Posaune können sich die Kinder bei Musikschullehrer Achim Binanzer vertraut machen. Dieser freut sich sehr, dass die Musikschullehrer sich bereit erklärt haben, noch in ihren Ferien bei der Instrumentenrallye mitzumachen. Eine Wiederholung soll nächstes Jahr im Rahmen des Ferienprogrammes des Jugendkulturhauses Stereoton folgen. Dann soll die Rallye wie bei der Premiere nicht nur zwei Stunden dauern, sondern die Kinder die Möglichkeit haben, den ganzen Tag die unter-schiedlichen Instrumente auszuprobieren – Stärkung für den Magen inklusive.

Begeistert von der Idee zeigte sich auch 1. Bürgermeister Richard Greiner, der den Startschuss zur ersten Instrumentenrallye gab und Achim Binanzer sowie den Lehrern für die Umsetzung dankte und den Kindern viel Spaß und viel Freude bei der Suche nach ihrem möglichen Trauminstrument wünschte.
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.neusässer | Erschienen am 02.10.2015
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