Rezension: Porterville Staffel 2

Porterville Staffel 2 (Foto: Ivar Leon Menger & FWS Design & Repro)
Die zweite Staffel der Hörbuch-Dystopie „Porterville“ umfasst in knapp elf Stunden Hörerlebnis die Folgen 7 bis 12 und widmet sich den Geschehnissen in der isolierten Stadt aus der Perspektive unterschiedlicher Charaktere in unterschiedlichen Zeiten. Stück für Stück wird das Puzzle um die mysteriöse Stadt Porterville zusammengesetzt, wobei die Spannung gegen Ende der einzelnen Episoden auf die Spitze getrieben wird.

Wer schon die Vorgänger-Serie „Darkside Park“ gehört hat, profitiert von inhaltlichem Wissen, da die Ereignisse dieser Porterville-Staffel direkt an das Ende von „Darkside Park“ anknüpfen. Episode 7 trägt den Titel „Götterdämmerung“ und widmet sich den Geschehnissen in der Crenlynn-Kammer, die für den Zeitsprung der Stadt Porterville gesorgt haben. Jürgen Tormann spricht Schauspieler wie Michael Caine und berichtet hier als Bürgermeister Angus Hudson. Marina Treger (spricht u.a. Sharon Stone) erzählt in Episode 8 „Die Chronistin des Bösen“, wie Eleanore Dare-Sato von draußen nach Porterville kam und sich bis an die Spitze katapultiert hat. Mit mehr als 2,5 Stunden ufert diese Folge allerdings etwas aus.

Wer ist böse, wer ist gut und was ist da draußen?
In eine ganz andere Kerbe schlägt in Episode 9 „14 Sekunden“ der ehemalige Polizeichef Hank Parker. Er soll als Detektiv mysteriöse Vorkommnisse im Haus seiner Mandantin aufdecken. Obwohl der Titel an eine andere Folge erinnert, dauert es bis zum Ende der Staffel, bis der Hörer den Zusammenhang dieser Geschichte mit dem großen Ganzen versteht. Doch dann entfaltet „14 Sekunden“ ihre Wirkung, zumal hier herrliche Informanten-Beschreibungen und Sprüche für Schmunzler sorgen und die Stimme von Gordon Piesack (u.a. Alec Baldwin) ihren Anteil an der Hörqualität haben.

Charles Rettinghaus (u.a. Robert Downey Jr.) gibt in Episode 10 „Projekt Zero-Zero“ als Professor Higgins, bereits aus Staffel 1 bekannt, einen Einblick in ein NSA-Projekt aus dem Jahr 2029. Deutlich mehr fesselt Episode 11 „Der Hudson-Code“, in der Norbert Langer (u.a. Tom Selleck) als Junkie, Lebemann und Amtsträger des Sato-Regimes Howard K. Brenner viel über das eigene Treiben und die Sato-Politik im Jahr 0048 ausplaudert. Einen tollen Abschluss der Staffel, natürlich mit krassem Cliffhanger, bildet Folge 12 „Das Draußen“. Udo Schenk (u.a. Ray Liotta) liest prägnant, wie Gerome Landino, Leiter der IFIS, mit den bösen Buben aufräumt und auf einer Früchtesammler-Expedition außerhalb der Stadtmauern eine unglaubliche Entdeckung macht.

Fazit: Die Sprecher, die bekannten Schauspielern ihre Stimme leihen, sorgen für Qualität. Insgesamt lichten sich einige Nebel, mit denen der Hörer noch zu kämpfen hat. Allerdings muss er die zwei CDs der zweiten Staffel „Porterville“ dafür mehrmals einlegen. Denn nicht jede Episode packt den Hörer sofort. Einen Vorteil in Sachen Verständnis, aber auch in Bezug auf das Hörerlebnis haben „Darkside Park“-Kenner. Die Macher der Serie haben in den einzelnen Episoden allerdings reichlich Cliffhanger produziert, sodass Fans der Reihe bereits sehnsüchtig auf die dritte Staffel warten.

Hinweis: Nicht jeder CD-Player kommt mit der Menge und Länge der Tracks klar. Sollten beim Abspielen Tracks fehlen, diese einfach auf einen USB-Stick übertragen und darüber abspielen. Ab 26. September 2014 geht es weiter mit Staffel 3.
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