Landsberg ist Fairtrade-Town.

Werner Gutmann links, Oliver Wild rechts
Landsberg Die Stadt Landsberg am Lech ist seit 30. Mai 2014 offiziell Fairtrade-Stadt. Mathias Neuner nahm damals in Anwesenheit der gesamten Steuerungsgruppe die Urkunde entgegen.

Die Arbeitsgemeinschaft 60plus der Landberger SPD konnte Oliver Wild, den Leiter der Steuerungsgruppe, für ein Referat gewinnen, das die neueste Entwicklung der Fairtrade Bewegung zum Inhalt hatte. Wild appellierte an die Besucher beim Kauf von Billigprodukten auf das Fairtrade-Siegel zu achten. Dieses Siegel garantiert, dass Produkte nicht von Kindern, an prekären Arbeitsplätzen oder gar in Sklavenarbeit hergestellt werden. Nur so werden wir in einer globalisierten Welt Hunger und Armut überwinden. Im Weiteren sieht er den Käufer in der Pflicht, der oft seine Macht nicht erkennt: Für Fairtrade ist bereits die Kaufzurückhaltung gegenüber Billigprodukten, die unter prekären Arbeitsbedingungen produziert werden, ein wirksamer Schritt den der Einzelne leisten kann. Nur wenn der Einzelne sein Kaufverhalten auf das Fairtrade-Siegel fokussiert, wird sich etwas ändern.

Der unabhängige, gemeinnützige Verein TransFair e. V. setzt sich dafür ein, benachteiligte Produzentenfamilien in Afrika, Asien und Lateinamerika zu fördern. Durch einen fairen Handel sollen ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen verbessert werden. TransFair handelt nicht selbst mit Waren, sondern vergibt das internationale Fairtrade-Siegel für fair gehandelte Produkte. "Das Siegel garantiert, dass die ausgezeichneten Produkte nach internationalen Fairtrade-Standards gehandelt werden und die Fairtrade-Preise und Prämien auch wirklich bei den Produzentengruppen ankommen." (Prospekt fairtrade-towns) Über 250 Städte in Deutschland zählen bereits zu den Fairtrade Towns und weltweit sind es in 24 Ländern über 1200.

Ein historischer Tag war der 13.März 2013. An diesem Tag beschloss der Stadtrat von Landsberg in seiner Sitzung nur noch fair gehandelten Kaffee oder Tee zu trinken. Mit diesem Beschluss begann die Arbeit für die Bewerbung um das Prädikat einer Fairtrade-Stadt. Der ehemalige Stadtrat Wolfgang Buttner und Oliver Wild gründeten eine Steuerungsgruppe, in der sich Vertreter der Stadtverwaltung, des Einzelhandels sowie Vereinen, Kirchen und Schulen zusammenfanden. Ziel war und ist es, die Verbraucher zu informieren und für dieses Thema zu sensibilisieren.

Werner Gutmann, der Leiter der Arbeitsgruppe 60plus, bedankte sich bei Oliver Wild für einen engagierten Vortrag mit viel Diskussion. Viele Gaststätten, der Weltladen, Einzelhändler und Supermarktketten vertreiben mittlerweile Fairtrade-Produkte, die von den Lechstädtlern auch gerne gekauft werden, so Oliver Wild.
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