Mehr Gäste als Mitglieder

Detlev Metzner, Thomas Salzberger, Sigrid Danner, Thomas Konter (von rechts)
Kaufering Thomas Salzberger, der Ortsvorsitzende der SPD Kaufering, freute sich über eine unkonventionelle Zusammensetzung seiner Mitgliederversammlung. Mitglieder und erheblich mehr Gäste, darunter der Bauherr der Kauferinger Kletterhalle Markus Wasserle, hatten sich beim Brückenwirt in Kaufering eingefunden. Offensichtlich interessieren sich die Kauferinger für die Arbeit des Ortsvereins, so Thomas Salzberger.

Nach einem kurzen Rechenschaftsbericht und einem Ausblick auf künftige Projekte, wie die Öffnung des Bücherkellers oder der Christbaum-Abholaktion, konnte Salzberger langjährige Mitglieder ehren. Für 10 Jahre Mitgliedschaft nahmen Thomas Konter und für 25 jährige Treue Sigrid Danner und Detlev Metzner eine Urkunde und einen Teller mit einem eingebrannten Ausspruch von Helmut Schmitt entgegen.

Unter dem Motto „CETA wartet auf einen Kompromiss“ referierte der Bundestagsabgeordnete Klaus Barthel: Große Teile der Bundesbürger erfuhren erst mit Aufflammen der Kritik an TTIP, dass die EU auch mit Kanada ein Freihandelsabkommen verhandelt. Die über sechsjährigen geheimen Verhandlungen stehen in keinem Verhältnis zu den wenigen Monaten in denen der Vertrag jetzt unterzeichnet werden soll. Die Zeit in der der Entwurf öffentlich und auch den Abgeordneten zugänglich wurde, war nicht ausreichend. Aus Landsberg und Bayern wurden Resolutionen dem SPD-Konvent übergeben, die die Ablehnung von CETA zum Inhalt hatten, so Klaus Barthel. Bei einem der am meisten kritisierten Positionen ist Kanada offensichtlich kompromissbereit. Es soll keine private Schiedsgerichtsbarkeit geben. Streitigkeiten sind vor öffentlich rechtlichen Gerichten auszutragen. In der weit das Zeitlimit überschreitenden heftigen Diskussion musste sich Klaus Barthel einer Menge Fragen stellen. „Wir brauchen nicht hunderte von bilateralen Handelsabkommen oder CETA und TTIP, sondern wir brauchen ein globales soziales Welthandelsabkommen, das Arm und Reich gleichermaßen einbezieht“, war von einem Diskussionsteilnehmer zu hören. Da gibt es nichts Gegenteiliges zu sagen. Allerdings wird noch viel Wasser den Lech hinunterfließen, prognostizierte Klaus Barthel.

In den nächsten Bundestag einzuziehen hatte sich Christian Winkelmeier auf die Fahne geschrieben. Bereits heute, zu Beginn des Wahlkampfes, ist ihm wichtig sich bei allen Ortsvereinen in seinem Wahlkreis Landsberg-Starnberg-Gilching vorzustellen. Fünf Punkte seines Wahlkampfprogramms wollte er den Besuchern mit auf den Weg gegeben: Kampf gegen die Ausgrenzung und den Hass in unserer Gesellschaft, Bekämpfung der Fluchtursachen und langfristiger Blick auf die Fluchtbewegungen, Bau preiswerter Wohnungen, Stärkung der Kommunalfinanzen und Generationengerechtigkeit mit Blick auf Alt und Jung.

Für Thomas Salzberger war es eine erfolgreiche und diskussionsfreudige Veranstaltung. Er bedankte sich bei den Besuchern und Referenten für das lange engagierte Durchhalten.
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