150 Jahre Familie von Beck-Peccoz in Kühbach

150 Jahre Familie von Beck-Peccoz in Kühbach - Zum Jubiläum öffnete die Familie für interessierte Besucher die Tore zur eigenen Brauerei
 
150 Jahre Familie von Beck-Peccoz in Kühbach - Zum Jubiläum öffnete die Familie für interessierte Besucher die Tore zur eigenen Brauerei. Traditionell stehen auch im Schloss Kühbach Bronze-Steinböcke vor dem Herrenhaus im Schlosshof
Kühbach: Brauerei Kühbach | 1000 Jahre Kloster Kühbach und 150 Jahre Familie von Beck-Peccoz in Kühbach - dieses Doppeljubiläum war Anlass der Festwochen vom 5. bis 20. Mai 2012. Kirchenverwaltung, Kühbachs Gemeinderat und die Familie von Beck-Peccoz beeindruckten die Besucher aus der Region mit einem großen Festprogramm. Beim Tag der offenen Tür der Brauerei Kühbach gab es für interessierte Gäste viele Einblicke in das Unternehmen der Familie von Beck-Peccoz.

Brauerei, Land- und Forstwirtschaft sind die Standbeine des Kühbacher Gutsbetriebs, den die Familie von Beck-Peccoz mittlerweile in der sechsten Generation erfoilgreich bewirtschaftet. "Fleiß, Tüchtigkeit und Wohltätigkeit", so erklärt Umberto Freiherr von Beck-Peccoz das Selbstverständnis seiner Familie. 1862 sei das damalige Benediktinerinnenkloster zur Heimat seiner Familie geworden, so von Beck Peccoz. Bis in die heutige Zeit hat die Familie die klassische Dreiteilung des Schlossguts Kübach fortgeführt und kontinuierlich ausgebaut. Brauerei, Land- und Forstbetrieb wurden in der Hand der Familie deutlich vergrößert.

Bereits im Frühjahr 2005 wurde damit begonnen, alle Betriebsteile des Schlossguts Kühbach komplett auf regenerative Energien umzustellen. Eine Biogasanlage, betrieben mit ausschließlich nachwachsenden Rohstoffen der landwirtschaftlichen Flächen versorgt mittlerweile neben dem Kühbacher Rathaus, der Schule und dem Kindergarten eine Reihe größerer Wärmeabnnehmer mit Fernwärme aus dem Gutsbetrieb. 500.000 Liter Heizöl werde so durch Wärme aus regenerativen Quellen ersetzt.

Jährlich knapp 60.000 Hektoliter beträgt der Ausstoß der Kühbacher Brauerei, die ihre Gesamtproduktion in den letzten 15 Jahren verdoppelt hat. Frederico Freiherr von Beck-Peccoz der von 1971 bis 2008 mit seiner sozialen Einstellung das Verhältnis der Familie zu Belegschaft, Gemeinde und Region prägte, führte mit Sachverstand durch die Stationen der Brauerei. "Eigentum verpflichtet zur Wohltätigkeit", den Leitgedanken seines Vaters Frederico führt Umberto Freiherr von Beck-Peccoz heute weiter. Geprägt von zwischenmenschlicher Atmosphäre ist auch heute das Verhältnis zu Mitarbeitern, Kunden, der Marktgemeinde und der gesamten Region. Sechzig Voll- und Teilzeitkräfte beschäftigt die Brauerei Kühbach heute, erfahren wir vom 1. Braumeister Alfons Rieder, der zusammen mit seinen motivierten Mitarbeitern den vielen Fragen der Besucher Rede und Antwort stand.

Als Regionalbrauerei liefert die Brauerei Kühbach ihre Produkte nur in einem Umkreis von 40 km aus. Ganz bewusst ist dieser Wirkungskreis "um den eigenen Schornstein" gehalten: Alle Biere und alkoholfreien Getränke werden in Kühbach produziert. Damit werden Arbeitsplätze vor Ort geschaffen. Auch die verwendeten Inhaltsstoffe stammen weitestgehend aus der Region. Mit rund 300 Gastronomen in der Region arbeitet die Kühbacher Brauerei zusammen; durch Kooperation mit anderen regionalen Brauereien wie Pöttmes und Scheyern werden die seit Generationen gepflegten, engen persönlichen Verbindungen gefestigt.

Mit viel neuem Wissen um eine großartige Institution im Wittelsbacher Land machen wir uns auf den Weg in das Kühbacher Festzelt, wo das Produkt einer Brauerei darauf wartet, von gut informierten Brauereibesuchern verköstigt zu werden, Prost, Familie von Beck-Peccoz, auf weitere viele 150 Jahre Kühbach!

Weitere Informationen:
Brauerei Kühbach
myheimat-Reporterin Sabina Scherer im Gespräch mit Umberto Freiherr von Beck-Peccoz
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin friedberger | Erschienen am 01.06.2012
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Manfred Wittenberg aus Nebra (Unstrut) am 21.05.2012 um 17:54 Uhr  
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