Köln: Freie Wähler fordern privates Frischezentrum für Raderberg.

Köln: Rodenkirchen |

Der Rodenkirchener Bezirksvertreter der Freien Wähler Torsten Ilg, sieht in dem Wunsch der Händler des Großmarkts, ihre Betriebe in Zukunft eigenverantwortlich am alten Standort in Raderberg betreiben zu wollen einen guten Ansatz.

(Köln-Raderberg) Die Freien Wähler beweisen Mut zur Umkehr bei der ins Stocken geratenen Umzugsdebatte: "Der Großmarkt gehört zu Raderberg und zu den Bürgern im Kölner Süden. Dort hat man einen treuen Kundenstamm aufgebaut, den die Händler natürlich nicht verlieren möchten," erklärt FW-Bezirksverteter Torsten Ilg seine Position in einer aktuellen Pressemitteilung. - Ilg sieht in dem unlängst präsentierten Modell einer neuen Halle mit Frischezentrum samt oberirischer Wohnbebauung ein ansprechendes und zukunftsfähiges Konzept, zumal es keine verbindlichen Geländezusagen für alternative Standorte z.B. in Marsdorf gibt, und die Händler bereits 2020 den alten Standort räumen sollen." Für mich ist jetzt der Moment zur Umkehr gekommen um veraltete Konzepte im Zuge der geplanten Südbahn entsprechend anzupassen. Dazu gehört auch, sich von den unsinnigen Plänen zur Verengung der Bonner Straße zu verabschieden. So ein attraktives Frischezentrum im Einklang mit Park und Wohnbebauung wäre eine Bereicherung für das gesamte ESIE-Projekt, zumal mit dem geplanten Wohnquartier auf dem ehemaligen Deutsche-Welle-Areal der Bedarf an guter Infrastruktur wachsen wird." Im Kölner Süden sind zahlreiche gastronomische Betriebe ansässig, die das Angebot des Großmarkts in Raderberg sehr gerne nutzen.

So wie Ilg, sieht auch FW-Ratsherr Andreas Henseler in einem privat finanzierten neuen Großmarktmodell eine riesige Chance für den Kölner Süden. Allerdings könne sich die Stadt Köln so ein weiteres Großprojekt nicht leisten, betonen beide Mandatsträger. Das derzeitige Raderberger Modell ist reines Wunschdenken und ein großes Risiko für die Stadt, zumal finanzielle "Deckungslücken" bleiben. Wir wollen insgesamt neue Wege gehen. Private Investoren müssen gefunden werden. Die Stadt Köln soll lediglich den Baugrund zur Verfügung stellen und die Verantwortlichkeit für den denkmalgeschützten Bereich der alten Halle behalten", so Henseler.

Torsten Ilg ergänzt: "Das Risiko eines solchen Modells darf nicht auf die Stadt "abgewälzt" werden. Der Betrieb einer Großmarkthalle gehört nicht zu den Pflichten der Kommune und soll deshalb als privatwirtschaftliches Unternehmen geführt werden. Fast alle deutschen Großstädte gehen bereits diesen Weg und ich bin mir sicher, dass man auch unseren Händlern in Köln diese Eigenverantwortung zutrauen kann".
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