Hochschul-Symposium zur Zukunft der Kameratechnik

Dr. Reiner Fageth (rechts) begrüßt Guido Krebs von Canon Deutschland (am Rednerpult).
Hannover: Mittelfeld | „Benehmen Sie sich anständig!“ Die scherzhafte Mahnung, die Dr- Reiner Fageth zur Begrüßung an die Zuhörer im „Planet M“ heute Morgen (17. Juni) richtete, hatte einen durchaus nennenswerten Hintergrund. Denn das in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) veranstaltete Symposium der Hochschule Hannover zum Thema „Kameratechnologie der Zukunft“ wurde per Livestream direkt zwei Gebäude weiter übertragen. Dort war einen Tag zuvor das nunmehr schon fünfte Lumix-Festival für den jungen Bildjournalismus gestartet. Die freitägliche Vortragsreihe im „Planet M“ fügte sich da nahtlos in das Rahmenprogramm ein.

Dr. Reiner Fageth, Vorsitzender der Sektion „Wissenschaft und Technik der DGPh“ hatte zu dem jährlich stattfindenden Hochschul-Symposium auf der Expo-Plaza wieder eine Reihe hochkarätiger Referenten eingeladen. Handy-Kameras und Smartphones werden wohl über kurz oder lang die einfache Kompaktkameras ablösen. Damit rechnet jedenfalls Martin Wagner, Verkaufsleiter bei Ringfoto, in seinem nicht nur informativen, sondern auch besonders lebhaften und unterhaltsamen Vortrag. Höherwertige Kameras würden aber daneben auch in Zukunft noch weiterhin nachgefragt. Für viele sei die Handyfotografie der Einstieg in die ernsthafte Fotografie. Kleiner Scherz am Rande: Ob jemand die deutsche Bezeichnung für „Selfie Stick“ kenne, frage Wagner, um die Frage dann sogleich selbst zu beantworten: „Deppenzepter“.

Jedenfalls die Fotolabore müssen unter dem Trend zur Handy-Fotografie nicht leiden. Das konnte Dr. Reiner Fageth berichten, der hauptberuflich bei dem großen Bilderdienstleiter CEWE tätig ist. Auch die Menschen, die Bilder mit ihren Mobiltelefonen aufnehmen, lassen, so sein Fazit, die Fotos dann ausdrucken und geben Fotobücher in Auftrag.

Obwohl moderne Camcorder eine Fotofunktion haben und höherwertige Fotoapparate auch Videos aufnehmen können, werden beide Welten nicht zusammenwachsen. Das meinte jedenfalls Guido Krebs von Canon Deutschland. Die Herangehensweisen und das geforderte Wissen seien doch zu unterschiedlich. Die Frage, ob das Konzept der „Spiegellosen“ ein Irrweg sei, beantwortete Krebs mit einem klaren Nein. Obwohl momentan die klassischen Spiegelreflexkameras noch einige Vorteile vorweisen können, liege die Zukunft bei den spiegellosen Systemkameras, prognostizierte er.

Weitere Themen des Symposiums: Der Einsatz von Multicoptern – besser bekannt unter den Begriff Drohnen - in der Fotografie (Ralf Spoerer und Joseph Metz) und das Katz und Maus-Spiel zwischen Kameraherstellern und den unabhängigen Testern (Uwe Artmann).
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2 Kommentare
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Gabriele Schulz aus Laatzen | 18.06.2016 | 04:49  
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Karl-Heinz Mücke aus Pattensen | 19.06.2016 | 11:56  
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