TV-Rekorde: Nasenbär „Sunny“ und wie Dieter Bohlen DSDS-Zuschauern einen Bären aufbindet
Den TV-Kult-Status wie die Skandalsendung DSDS (bei RTL: Casting-Show "Deutschland sucht den Superstar") hat „Deutschlands wilde Wohnzimmer“ (Doku-Soap bei VOX) noch nicht erreicht. Beim Privatsender „Vox“ schilderte der Gladenbacher Biologe Christian Neumann, der jetzt zum Moderator avancierte, früher schon mehrfach, welche Tiere er zu Hause im Stadtteil Mornshausen hält und was gerade in seinem "Wilden Wohnzimmer" passiert ist: In Forschungsreisen suchte der Biologe schon Klapperschlangen im Dschungel von Venezuela auf. Auch die Lebensweise der Riesenvogelspinnen, von Anakondas, Orinoco-Krokodilen und Vampir-Fledermäusen studierte er. Vox fragt seine User: Leben Sie auch in einem "Wilden Wohnzimmer"? Kümmern Sie sich besonders aufopfernd um Ihre exotischen Hausgenossen, bauen große artgerechte Gehege oder versuchen sich an der Nachzucht?“ Wenn JA: „Dann bewerben Sie sich bei "Wildes Wohnzimmer"!“ Der Zoologe Neumann musste sich nicht bewerben.
Äußerst „wild“ – aber mit ärgerlichen diskriminierenden Auftritten - geht es derzeit beim Sender RTL, der DSDS-Bohlen-&-Co–Schau zu: Es geht hier weniger um Spitzenleistungen der Musik, sondern „REKORDE“ in NICHT POSITIVen Wettkämpfen ganz anderer Art – mit dem Ziel DSDS-Bewerber in aller Öffentlichkeit herabzusetzen, herabzuwürdigen, verächtlich zu machen. Darüber gibt es lebhafte Diskussionen: Ein blamables peinlich-entsetzliches Dieter-Bohlen-Skandal-Verhalten macht erneut Schlagzeilen in den Medien. Dazu weiter unten mehr. Wie RTL die „Kult“-Sendung DSDS immer noch (der Quote wegen) unkritisch sieht, vgl. in: http://www.rtl.de/cms/unterhaltung/superstar.html
Begeisterung für NATUR vermitteln – eine gelungene Sendung
In der Sendung „DIE GROSSE SHOW DER TIERREKORDE“ ging es darum, wer ist schneller: Gepard oder Windhund? Wer klettert besser: Deutscher Meister im Freeclimbing oder Nasenbär? Wie tief kann ein Hund tauchen? Und wo lebt die größte Kellerspinne Deutschlands? Sicherlich sahen viele Zuschauer – auch besonders aus dem Hinterland (dem Kreis Marburg-Biedenkopf) – das Spezial von "Wildes Wohnzimmer"! Die regionale Presse hatte zuvor in großen Artikeln die Leser darüber informiert, dass der Mornshäuser Biologe Christian Neumann als Vox-Moderator zusammen mit Nasenbär „Sunny“ zu sehen sein wird. Der VOX-Moderator zog zwei Nasenbären zu Hause mit der Flasche auf. „Sunny“ stammt nicht aus Gladenbach: aus Berlin war „Sunny“ zum Ketterpark in Uting bei München angereist. Als Zoologe hat Neumann viele exotische Tiere studiert. Mit Forschungsarbeiten über Flora und Fauna des Orinocos hat er seine Doktor-Arbeit geschrieben. Für die Vox-Sendung „tierzeit“ hatten den Tierforscher schon 2005 und 2006 Kamerateams in Südamerika begleitet. Vox strahlte die aufgezeichneten Erlebnisse in mehreren Sendungen aus, die auch so manch ein myheimat-User des Kreises MR-BID damals gesehen haben dürfte.
Neumann, der an der Uni Marburg studiert hat, schlüpfte nun mit Bravour erstmals in die Rolle des Moderators (siehe Bilder-Galerie). Außer als Moderator des Nasenbär-Mensch-Wettkampf wurde Neumann in der Vox-Sondersendung auch in einer kurzen Film-Sequenz mit einer Giftschlange gezeigt: Der Zoologe Biologe sagte (nicht im Hochseilgarten) gegenüber der Heimatpresse, er arbeite „seit vielen Jahren mit Giftschlangen. Dabei habe ich diese faszinierenden Tiere kennen und lieben gelernt. Und wenn man die Verhaltensweisen kennt, dann minimiert man das Gefahrenpotenzial. Aber natürlich wird ein Fehler nicht verziehen! Dass solch ein Fehler für mich tödlich ausgehen könnte, habe ich immer im Hinterkopf. Viele Berufe haben gewisse Risiken. Meiner Meinung nach lebt ein Taxifahrer in Berlin oder New York weitaus gefährlicher.“ (Quelle: HA-Interview Michael Tietz. Ebenda 2 Vox-Fotos.) Die sportliche Wettkampfatmosphäre mit dem „zappeligen Nasenbären“ aus Berlin habe Neumann beim Klettern mit dem deutschen Meister im Freeclimbing Christian Bindhammer sehr „mitgerissen“ – es habe ihm „einfach nur noch Spaß gemacht“. Auch der Nasenbär habe „viel Spaß“ im Hochseilgarten gehabt. Neumann: „Es war so spannend, dass ich fast meine Moderationen vergessen hätte“. Er sei voll auf seine Kosten gekommen, erzählte Neumann. Und: Ein besonderes Anliegen sei es für ihn gewesen, „Begeisterung für Natur vermitteln“.
Die Darbietung des 3teiligen Wettkampfes im Abschnitt „Deutscher Meister im Freeclimbing & Nasenbär“ der Sendung („Sunny“ siegte im Kletterer-Wettbewerb), die auch u.a. die angeblich „größte Spinne Deutschlands“ gezeigt hat (siehe Bild – 23 cm groß), wurde durch Moderator Christian Neumann meisterhaft präsentiert. Neumanns Debüt als Moderator beim Fernsehen sollte nach diesem gelungenem erfolgreichem Vox-Start weiter evoluieren.
Begeisterung für Super-MUSIK vermitteln? – DSDS als ärgerliche Sendung
Für eine sachliche und kritische Debatte um Fernsehen & BOHLEN/RTL & Co meldete ich mich schon einmal bei myheimat.de zu Wort (1). Die Debatte ging darum: Ist DIETER BOHLEN als „Kunstwerk“ anzusehen: Ist er ein „Kunst- und KULTUR-Schaffender“? Auch mit RTL-Scheiß-Sprüchen? Und: Sind die DSDS-Juroren „ Experten“ oder inszenieren sie sich als „Künstler“ selbst.
Es ging um die Frage, ob beleidigende Äußerungen und antisoziales Verhalten bei DSDS als Normalität dargestellt werden darf. Dieses Problem stellte ich u.a. zur Debatte: Kann ein Gericht definieren, was KUNST ist, ohne sich dem Verdacht auszusetzen, die KUNSTFREIHEIT einzuschränken?
Die siebte Staffel von "Deutschland sucht den Superstar" ist gestartet. Knapp 35.000 Bewerber hoffen, Dieter Bohlens fiese Sprüche zu überstehen, um Karriere im Showbusiness zu machen. Deutschlands Mütter sehen in Dieter Bohlen (55) ein schlechtes Vorbild für ihre Kinder. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Münchner Meinungsforschungsinstituts Iconkids & Youth. Bohlen, Musiker und Jury-Mitglied der Casting-Show "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS), liege auf Platz Eins der Negativ-Liste, teilte das Institut Ende Dezember 2009 mit. 15 Prozent der befragten Mütter nannten Bohlen spontan auf die Frage, welche Prominenten ein schlechtes Vorbild für ihr Kind seien.
Dieter Bohlen soll nicht so schlagfertig sein, wie das Fernsehen es den Zusehern glauben macht: Der Juror von Quotenzugpferd DSDS steht unter dem Verdacht, markante Sprüche im Nachhinein in die Sendung hinein zu synchronisieren. Mehr: 8.1.2010 - http://diepresse.com/home/kultur/medien/531685/ind... UND BILD.DE:
http://www.bild.de/BILD/dsds/2010/01/08/dieters-bo...
„Was wird bei DSDS gesucht?“ lautet die anspruchsvolle Frage, mit dem die Zuschauer in die Werbepause geschickt werden, Antwortmöglichkeiten sind a) Superstar oder b) Superhirn. In Wahrheit aber sind beide Antworten falsch. (Vgl. Bilderreihe-Foto.) Bohlen zur Seite stehen bei DSDS die Mit-Juroren Nina Eichinger, ehemalige MTV-Moderatorin, sowie Musikmanager Volker Neumüller. Für die neue Staffel hat Bohlen sich publikumswirksam einen "Maulkorb" verpasst, will jedes Mal einen Euro in ein Sparschwein stecken, wenn er das Wort "Scheiße" sagt.
RTL meint, die Kandidaten kämen schließlich freiwillig zu den Castings und müssten damit rechnen, lächerlich gemacht zu werden. Kandidaten-Schicksal: Wer nicht so gut singen kann und nicht so toll aussieht wird in epischer Breite (auch noch im Privaten) lächerlich gemacht. Das gilt für Kandidaten älterer DSDS ebenso, die erneut bloßgestellt werden.
Verwerflich ist auch, dass „Promis“ (z.B. selbst eine Dame der Öffentlich-Rechtlichen; Sportmoderatorin) ihren negativen Senf dazu geben. Hier wird die Naivität von Menschen ausgenutzt, die auch im Alltag selten Erfolg haben und sich deshalb freuen, wenn sich plötzlich jemand für sie interessiert. Die gecasteten Menschen ahnen nicht, welchen Effekt Bilder haben können, wenn man sie schnell genug hintereinander schneidet und alberne Effekte & Geräusche darunter legt.
Dieter Bohlens Mutter und das „Telefonspiel für Doofe“
Die 1936 geborene Edith Bohlen aus dem niedersächsischen Oldenburg, deren Sohn Dieter (55) in der DSDS-Jury sitzt, hatte 10.000 Euro im „Telefonspiel für Doofe“ (siehe Bildbeitrag) der RTL-Show "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS) gewonnen. Rechtliche Konsequenzen hatte der Vorgang für RTL und den Schlagerproduzenten Dieter Bohlen nicht: Ein Mitspielen ist laut RTL zwar allen Mitarbeitern und ihren Angehörigen verboten. Da Bohlen aber kein fest angestellter RTL-Beschäftigter ist, war es nach Ansicht des Privatfernsehen-Senders im Fall „Mutter Bohlen“ eigentlich „mit rechten Dingen zugegangen“.
"Die Zuschauer sind gar nicht so dumm, wie wir sie mit dem Fernsehen noch machen werden."
(Hans-Joachim Kulenkampff)
Mir gegenüber wurde die Vermutung geäußert, dass die Sache mit dem angeblichen Gewinn der Mutter Bohlens (10.000 E.) bei der Castingshow doch fingiert sein könnte; sie habe vielleicht gar nicht gewonnen. Das Ganze wurde in die Medien transportiert, damit Anrufer durch reines Vortäuschen dafür eher gewonnen werden können, für 0,50 Euro pro Minute zu telephonieren. Mit einer hinterhältigen „Finte“ wurden die „armen“ Zuschauer quasi durch Erdichtetes hereingelegt. Scheußlich & Zuschauer beleidigend finde ich (siehe Beweis-Foto zum Artikel), wie RTL-DSDS-User für „doof“ gehalten werden: Mit der gezielt dümmlichen Frage: „Was sollte ein DSDS-Kandidat gut können? – A) SINGEN B) KOCHEN.“ Frecher und dümmer geht’s nimmer!
Thema HOSENPISSER & BOHLEN
RTL-TV-Niveau: abgesenkt auf einen bisher nie gewesenen Tiefstand!
Wohl zum ersten Mal wurde ein DSDS-Kandidat vom Sender RTL vorgeführt, weil er sich in die Hose gepinkelt hatte. Bohlen stellte dem HOSENPISSER die Frage: „Hast du etwa in die Hose gepieselt?“. Der verängstigte Azubi gab sein Malheur zu. Sofort bekam er „Lebenshilfe“ vom Super-Pop-Titan. "Pass auf. Nach dem Rausholen musst du ihn gut abschütteln und wenn das noch immer nicht reicht: R-O-T-A-T-I-O-N". „Die Welt“ kommentierte online: "Schlimmeres Trash-TV geht wirklich nicht. Spätestens hier wird deutlich: Nicht die Kandidaten, sondern der Juror Dieter Bohlen ist peinlich." Das RTL-Bohlen-Fernsehen machte den Hosen-„Pieseler“ (D.B.) zum Deppen der Nation. "Diese Show ist keine Chance, sondern eine Hinrichtung", kommentierte Spiegel Online. „Focus“ meldet: „Kandidat Marcel hatte bei seinem Auftritt einen Urin-Fleck auf der Jeans. Natürlich brachte Chefjuror Dieter Bohlen einen dummen Spruch – und wird nun vom Vater des Sängers verklagt.“ Mehr: http://www.focus.de/panorama/boulevard/dsds-vater-... (mit z.Zt. 45 Kommentaren). Ebenda ist zu lesen: „Auch Bohlens Spruch „Lieber Cholera auf dem Pipimann als deine Stimme“ sei nachträglich (!) in die Sendung geschnitten worden.“
Ob die Klage hierdurch Aussicht auf Erfolg haben wird?
Mit RTL-„Lügen-Fernsehen“ habe ich ebenfalls negative Erfahrung gesammelt. Einen Beitrag zur Kasseler documenta-Ausstellung mit mir und meiner "ars evolutoria" sowie zu einer Gerichts-Klage ("Fall documenta" googeln - ein Team hatte mich besucht) wurde mit Absicht verfälscht gesendet.
LITERATUR & Anmerkungen
(1) Zur Sendung am 9. Januar 2010 um 19:15 Uhr „Nasenbär trifft auf Kletterer“ siehe auch:
http://www.vox.de/531_13544.php?media=artikel1&set...
http://www.vox.de/531_13544.php?media=video2&set_i... (51 Sekunden, Nasenbär-Wettkampf - 1. Wettkampf)
http://www.vox.de/531_13544.php?media=video2&set_i... (2.56 Minuten – „Das Video zur Sendung“ – „Flink und klug“ - „Experte für exotische Tiere“ Neumann)
Aufruf: http://www.vox.de/531_1208.php
(2) HAHN, Werner: http://www.myheimat.de/gladenbach/primitive-massen... (mit Kommentaren)
UND
http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/25... (mit Kommentaren).
RTL nimmt unreell Einfluss bei DSDS: Täuschunges-Manipulatonen mit BOHLEN-Sprüchen
BILD.DE meldete DSDS-Sprüche-„Schummelei“: RTL würde „freche Kommentare“ von DIETER BOHLEN nachträglich austauschen, einfügen oder anderen Kandidaten zuordnen. In einer Website werden zum Artikel 40 Bilder in einer Galerie gezeigt: Darunter 27 von RTL zur Verfügung gestellte Aufnahmen. Mittlerweile ist das Bild mit der Legende zum gezeigten „Urinfleck“ (Vater des Kandidaten klagt) verschwunden: „Dieses Bild ist nicht mehr verfügbar“, heißt es. D.B. wird zitiert: „Manche meiner Sprüche sind sogar RTL zu hart“. Quelle:
http://www.bild.de/BILD/dsds/2010/01/09/dsds-diete...
Ok, die Urinfleckgeschichte ist unnett.
Aber inzwischen weiß man doch, was man da - als Zuschauer und als Teilnehmer - zu erwarten hat. Wer ins Wasser geht, sollte sich nicht hinterher aufregen, dass er nass wurde.
Ich krieg nur manchmal was mit, wenn ich beim Zappen hängenbleibe. Die meisten Sprüche von Bohlen sind doch killefatz. Und mal ehrlich, manche Teilnehmer haben die Sprüche auch verdient - und die ganz Bekloppten merken doch nicht mal was, wenn der Bohlen stichelt ;)
> "15 Prozent der befragten Mütter nannten Bohlen spontan auf die Frage, welche Prominenten ein schlechtes Vorbild für ihr Kind seien"
Und wenn Mütter der Ansicht sind, Bohlen sei ein schlechtes Vorbild, sollten sie sich eher um ihre Kinder und deren TV-Konsum kümmern, anstatt ihre Zeit mit doofen Umfragen zu verplempern ;)
„Lieber Cholera auf dem Pipimann als deine Stimme“ – Persönlichkeitsrechte verletzt!?
Bei RTL riskiert man offenbar für die Quote auch Bußgelder - wie zuletzt in Höhe von 100.000,- Euro (siehe Artikel/Links). Das nun für Dieter Bohlen aufgestellte „Mecker-Schwein“ für den Ausdruck „Scheiße“ dient offensichtlich der weiteren Zuschauer Belustigung. Der Bohlen-Kommentar „Wir hatten schon viel. Aber dass sich jemand in die Hose pinkelt, noch nicht. […] Lieber Cholera auf dem Pipimann als deine Stimme“ - (siehe dazu Bild in der Galerie), wurde nachträglich in die Sendung geschnitten, um den DSDS-Kandidaten vorzuführen, d.h. hinzurichten. Vater und Sohn klagen gegen RTL & D.B. Ob und wie stark der D.B.-„Hammerspruch“ das Persönlichkeitsrecht des DSDS-Kandidaten verletzt, wird in einem Gerichts-Prozess zu prüfen sein; Fall „DSDS-Hosenpisser“. Derweil wirbt RTL für DSDS mit „Hammersprüchen“ des angeblichen „pop-titan“: http://www.rtl.de/cms/unterhaltung/superstar/jury-...
Was mich schon länger interessiert:
Die „Ich hab die Haare schön“-Kandidatin wird immer wieder (wie auch der „schräge Typ“ mit den abstehenden Ohren) in neuen Staffeln gezeigt. Wird sie/er dafür bezahlt? Ich kann’s nur hoffen!
Feuilleton-Redakteurin der Gießener Zeitung Sabine GLINKE kommentierte am 13.01.10 zum Umgang der Jury mit den Kandidaten richtig (1):
„Wer sich das also antut ist selber schuld. Es muss ja niemand in diese Show gehen und diese Verträge unterzeichnen. Und die Mehrheit der Deutschen scheint sich daran ja aufzugeilen, wenn man sich mal die Einschaltquote anschaut.“ UND: „Zitate darf man ja nicht verändern, geschweige denn, sie verschieben. Das ist presserechtlich nicht richtig und auch nicht haltbar.“ AUCH: „Diese Castingshows verletzten doch permanent Persönlichkeitsrechte. Aber wie gesagt: das dürfte seitens RTL vertraglich vereinbart sein und somit abgesichert. Die Menschen unterschreiben doch, dass man mit ihnen machen kann, was immer man will. Bei einem Konzern wie RTL sitzen doch genug Rechtsexperten, um so einen MIst wasserdicht zu gestalten.
Ich glaube nicht, dass die Kandidaten der bisherigen Staffeln bezahlt werden. RTL wird sich bestimmt vertraglich absichern, dass sie das Material über mehrere Jahre benutzt werden. Und wenn die Leute dann nochmal eingeladen werden - die sind doch so geil auf Öffentlichkeit, dass da sicherlich Geld auch keine Rolle mehr spielt.“
LITERATUR
HAHN, Werner (08.01.2010): Mit Scheiße Quote (Geld) machen: RTL-BOHLENs Unglaubwürdigkeit – Unseriosität – negatives Vorbild. In http://www.giessener-zeitung.de/giessen/beitrag/25...
> "Wird sie/er dafür bezahlt? Ich kann’s nur hoffen!"
Warum? Wie die zitierte Glinke oben sagt, hängt es vom Vertrag ab.
Btw, nur mal laut gedacht... unser Staat zwingt Volljährige mit Gewaltandrohung in den KRIEGSdienst - dagegen ist es doch Pipifax, wenn ein Möchtegernsternchen von einem Star in einer "Wir hauen dich in die Pfanne oder nehmen dich später aus"-Show in die Pfanne gehauen oder hinterher ausgenommen wird? Wer ist wohl schützenswerter? Wer verdient mehr Aufmerksamkeit?
ZDF Moderatorin „geht fremd“ bei Bohlen & Co (RTL):
Lady Katrin Müller-Hohenstein - ZDF-„Sportstudio“-Moderatorin - mischt bei BOHLEN & Co mit, kritisiert schräge DSDS-Kandidaten. Warum?! KMH studierte Theaterwissenschaften, nicht Musik! (Vgl. a&s Bild - W.H.)
Ginge es bei DSDS nur um Musik, würden auch dicke, hässliche Doofrumsteher gewinnen, wenn sie nur gut musizieren könnten. Da geht es aber um das Gesamtpaket, welches vermarktet werden soll und muss.
Christian Neumann über den Homo sapiens sapiens als JÄGER:
Googelt man den Namen „Christian Neumann“ stößt man auf einen DSDS-Neumann, der nichts mit dem Biologen aus Gladenbach zu tun hat. Der Mornshäuser Neumann wird auf blogs.taz.de vorgestellt; ebenda auch 2 Bilder: http://blogs.taz.de/reptilienfonds/2009/02/18/chri...
Neumann schreibt ebenda u.a.:
Die Jagd und das Feldbiologen-Blackout
Homo sapiens ist ein Jäger. Wir versuchen ja immer wieder zu verdrängen, dass da mehr Tier in uns steckt, als wir zugeben würden. Kultur bedeutet, diese Instinkte zu kompensieren oder zu abstrahieren. Dies betrifft vor allem den Jagdinstinkt.
In der Wildnis trifft man generell vier Gruppen menschlicher Jäger. Zunächst wäre da der Großwildjäger zu nennen. Er ist sehr bequem und plump, denn er erlegt meist das Tier aus sicherer Distanz heraus. Er erfreut sich daran, wenn der Elefant in der Savanne tot umfällt und während des Sturzes noch zwei Akazien und eine Herde Impalas unter sich begräbt. Die zweite Gruppe besteht aus Touristen. Sie treten häufig in Horden auf. In ihrer visuellen Jagd nach Elefanten bemerken sie nicht, dass sie auf ihrem Weg bereits 53 Echsen, 25 Frösche sowie hunderte von Arthropoden und seltenen Pflanzen zertreten haben. Und dann gibt es noch den Naturfotografen. Er schleicht bedächtig durch die Savanne, sieht in jedem Detail ein Motiv. Wenn er den Elefanten fotografiert, bemerkt er leider zu spät das Rudel Löwen, dass sich hinter seinem Rücken angeschlichen hat, weil sein Teleobjektiv sein Sichtfeld zu sehr eingeschränkt hat. Schade! (…).
Mehr: bitte googeln. Wenn man zum Namen von Neumann das Wort "Gladenbach" hinzufügt, steht der Beitrag über Bohlen (RTL) & Nasenbär (VOX) auf Platz 1.
DSDS: Grimassenballett und Fäkalfloskelei
Unter „KULTUR“ schreibt die SZ zu DSDS kritisch:
Der Superstar und andere „Absurditäten im Typenkabinett“: Eine Jury mit Dieter Bohlen testet wieder Sänger:
„Soll man sich über Deutschland sucht den Superstar noch aufregen? Über die Dauer-Castingshow auf RTL, die von Bild liebevoll begleitet wird? Über Dieter Bohlens Grimassenballett und Fäkalfloskelei? Über den Ehrgeiz, nassforsche Möchtegernsänger aus prekären Milieus in maximal peinliches Licht zu rücken? Über das Püppchen an der Seite des Patriarchen, Nina Eichinger, die sich ihr Ja oder Nein vom Mund klauen lässt und ansonsten schweigt, wenn Männer reden? Über den Dritten im Bunde der Jury, Volker Neumüller, dessen Augen noch keinen weiblichen Liebreiz übersahen?“ (…) „Im Kern ist DSDS eine Einübung in Unterordnung, Gehorsam und Wegducken. Der Kasernenton triumphiert, die Aufmüpfigen werden der Lächerlichkeit preisgegeben“. (…)
Nie sei die Dichte an nervtötenden Effekten größer gewesen: Kein bildungsferner Vorsänger werde ohne „Gefiepse und Geschnarre wie im Zeichentrickfilm“ verabschiedet, schreibt Alexander KISSLER in der SZ. Fast keine Sekunde vergehe, ohne dass ein Comic-Bohlen als fliegender Superman oder schwebender Engel oder genüsslicher Paddler über die Scheibe husche. UND: „In Großaufnahme und Zeitlupe werden seine schrillen Blicke ebenso vervielfältigt wie die feuchten Gesichter, die Speichelfäden und Hosenflecken überforderter Kandidaten“. Machosprüche, Machoposen: Dass mancher „Fäkal- und Flatulenzspruch nachträglich montiert“ wurde, vollende den „künstlichen Charakter“ der DSDS-Veranstaltung. „Ist es nicht egal, mögen die Macher sich denken, wer denn tatsächlich mit seltsamen Sprüchen ("Lieber Cholera auf dem Pillermann als dein Gesang“ oder "Deine Stimme erinnert mich an ‘ne volle Windel“) bedacht worden ist?“ – „Es treffe ja wohl die Richtigen.“
Mehr: http://www.sueddeutsche.de/kultur/827/500098/text/
(Siehe zur Kritik a&s-Bildergalerie.)
Medienwächter: „Superstars“ verstoßen gegen Jugendschutz
Ein nasser Fleck auf der Hose eines Kandidaten von Dieter Bohlen hat ein Nachspiel. Deutschlands Medienwächter beanstandeten, dass die erste Folge der neuen Staffel der RTL-Show „Deutschland sucht den Superstar“ in ihrer Wiederholung am 9. Januar im Tagesprogramm gegen den Jugendschutz verstoßen habe. 7,37 Millionen Zuschauer wurden zunächst im Abendprogramm vom 6. Januar Zeugen, wie Chefjuror Dieter Bohlen sich über einen Kandidaten lustig machte, der mit durchnässter Hose zum Vorsingen antrat. Dies monierte die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) der Landesmedienanstalten. Neben dem herabwertenden Verhalten der Jury problematisierte die KJM vor allem die „redaktionelle Gestaltung durch RTL, die die Kandidaten gezielt lächerlich macht und dem Spott eines Millionenpublikums aussetzt“. (Quelle: dpa.)










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