Helfen kann jeder – beim Bayerischen Roten Kreuz

Die Einsatzkräfte trefffen ein
 
THW und Feuerwehr stellten sich auch vor

Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) rief und viele, aber nicht zu viele, kamen – zum großen Rot Kreuz Tag auf dem Gersthofer Festplatz. Mit einer aufwändigen Informations-Schau stellte das BRK sein großes Leistungsspektrum vor, in Zusammenarbeit mit Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Polizei. Es war eine Großveranstaltung, wie sie nicht alle Tage auf dem Festplatz stattfindet. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite. Vielleicht war es auch zu gut, denn der Besucherstrom hätte etwas besser sein können. Andrea Amador (BRK-Bereitschaft Gersthofen), Organisatorin des Info-Tages: „Wir haben eigentlich etwas mehr Resonanz erwartet aber wir freuen uns natürlich über jeden Besucher, der den Weg zu uns findet.“ Etwa neun Monate dauerten die Vorbereitungen für den Veranstaltungstag, an dem ca. 150 Helfer im Einsatz waren. „Wir wollen unser BRK vorstellen, auch mit dem Hintergedanken neue Mitglieder zu finden, denn – Helfen kann Jeder“, so Amador. Vom Blutspendedienst bis zur Wasserwacht konnte sich der interessierte Besucher informieren.

Den myheimat-Mann ging es um die Menschen, die hinter dem Hilfsangeboten des BRK stehen. Er sprach mit einigen „Rot-Kreuzlern“ so z. B. mit Rettungsassistent Stefan Müller, der als Teamleiter mit dem Blutspendemobil in ganz Bayern unterwegs ist. „Wir suchen Blutspender – man kann bis zu 69 Jahren in der Regel spenden.“ Roland Stetter und Franz Schmittner von der Wasserwacht Meitingen informierten u. a. über das Rettungsgerät „Spineboard“, mit dem Personen über Wasser gehalten werden können. Anneliese Beckenlechner, vielen älteren Mitbürgern wohl bekannt, stellte die Behindertenarbeit des BRK Gersthofen vor. Dr. Peter Harnischfeger wusste Interessantes vom Kriseninterventionsdienst (KID) zu berichten. Dieser Dienst übernimmt die Betreuung von körperlich unversehrten Menschen, die nach einem Notfallereignis (z. B. Unfall von nahen Angehörigen) Hilfe brauchen. „Wir haben ca. 550 Einsätze im Jahr“, informierte der Helfer, der für seine schwierige Arbeit rund 300 Stunden Ausbildung erhielt. Die Angehörigen des KID müssen darauf achten, dass sie selbst die nötige Distanz zu den schlimmen Ereignissen halten. Erfreulicher ging es bei Ursula Plininger, örtliche Leiterin des Jugendrotkreuzes, zu. Sie zeigte wie für 50 Cent Buttons selbst gestaltet werden können, was bei den Kindern große Begeisterung fand. Keine große Begeisterung zeigte der BRK-Kreisverbandsvorsitzende, Landtagsabgeordneter Max Strehle, als ihn der Pressemann nach dem Standort für den Rettungshubschrauber fragte. „Ich bin stark verärgert, weil immer noch keine schriftliche Bestätigung aus München für den Standort Zentralklinikum vorliegt.“ Und das zwei Monate nach der Entscheidung... Strehle eröffnete zusammen mit BRK-Kreisgeschäftsführer Günther Geiger die Ausstellung. Beide warben u. a. um Spenden für die Erweiterung und Renovierung der mittlerweile 20 Jahre alten Rettungswache in Gersthofen.

Höhepunkt des BRK-Tages war die realistische Darstellung eines Unfalls mit zwei Autos. Die Freiwillige Feuerwehr Gersthofen, die Rettungssanitäter und der Notarzt hatten „alle Hände voll zu tun“, um die beiden Unfallopfer zu bergen und zu versorgen. „Die Übung war realistisch und lief gut ab“, so anerkennend BRK-Mann Geiger.

Es gäbe noch zu berichten über die Rettungshundestaffel, den Suchdienst, die Tauchvorführungen, der Info-Stand er Polizei (Gefahren im Internet) und, und, und.... Nicht zu vergessen die Badeentenverlosung mit Bürgermeister Jürgen Schantin. Alles in allem war es eine interessante und informative Leistungsschau der „Blaulichtfraktionen“ BRK, Feuerwehr, Polizei und THW. Ein dickes Lob an Andrea Amador und ihre Helfer für die gute Organisation und den Ablauf der Veranstaltung – sie war für Gersthofen ein echtes „event“. Wer übrigens das BRK Gersthofen in Sachen Rettungswache unterstützen will, kann am Samstag, den 18. September um 20:00 Uhr das Benefizkonzert des Musikkorps der Bayerischen Polizei in der Stadthalle Gersthofen besuchen.

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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin gersthofer | Erschienen am 24.09.2010
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