Friedberger Halbmarathon 2016 - Der Sieger ist die Hitze

Die Siegerehrung auf dem Marienplatz (Foto: Philipp Köhler)
 
So startete das Laufereignis des Jahres in der altbayerischen Herzogstadt (Foto: Jürgen Heigl)
Friedberg: Marienplatz | Beim 14. Friedberger Halbmarathon am 11. September 2016 gewinnt bei den Frauen Petra Stöckmann (TG Viktoria Augsburg), bei den Männern wird Andreas Beck von der LG Zusam Erster, Vorjahressieger Roman Deisenhofer (TG Viktoria Augsburg) kommt auf Platz Zwei und Michael Harlacher (LC Aichach). Platz zwei und drei bei den Frauen gehen an Christine Schindler (MBB-SG Augsburg) und Katharina Engelhardt (Tem TOMJ). Streckenrekorde wurden dabei keine gebrochen, was wohl vor allem an der mörderischen Hitze lag, die während des gesamten Tages über der Stadt und ganz Bayern lag.

Der Friedberger Berg - für die Bewohner der Stadt ist er wohl so etwas wie eine unangenehme Tatsache, die man, wenn man hier leben möchte, in Kauf nehmen muss. Jeder, der das so harmlos aussehende Ungetüm mit Fahrrad, dem Kinderwagen oder auch einfach nur zu Fuß erklimmen muss, bezahlt das mit einem Keuchen und durchgeschwitzter Kleidung - ohne geht es nicht. Ausgerechnet hier einen Halbmarathon zu veranstalten, bei dem die 13% Steigung auf ca. 350 Metern und 30 Höhenmetern insgesamt viermal in Angriff genommen werden müssen, mutet zunächst etwas verrückt an, aber offensichtlich ist das einer der Erfolgsgründe für dieses Sportereignis, das dieses Jahr zum 14. Male stattfand und immer wieder "ausgebucht" ist (die Teilnehmerzahl ist auf 1250 Läufer beschränkt).

Petra Stöckmann und Andreas Beck heißen die Sieger

Andreas Beck heißt der diesjährige Gewinner, er lief die 21,1 km in 1:15 Stunden, das ist eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 17 km/h. Man muss dazu jeden einzelnen der 21 Kilometer in dreieinhalb Minuten laufen. Um sich einen Begriff von der Geschwindigkeit zu machen, sei dem interessierten Laien angeraten, einmal 1000m auf der Aschenbahn zu laufen - so schnell es geht. Selbst wenn man sich für halbwegs sportlich hält, enden die zweieinhalb Runden meist frühestens nach vier Minuten und dem Wunsch, sich im nächsten Gebüsch zu übergeben. In diesem Moment bekommt man eine Ahnung davon, was es wohl an Training bedarf, dieses Tempo weit über eine Stunde lang zu laufen. Vorjahressieger Roman Deisenhofer von der LG Viktoria Augsburg landete übrigens ganz knapp hinter Beck. Und Michael Harlacher von der LC Aichach war dieses Jahr zum ersten mal dabei und schaffte es gleich auf den dritten Platz. Bei den Damen dominierte auch weiterhin Petra Stöckmann, ebenfalls von der LG Viktoria Augsburg. Sie schaffte den Sprung aufs Siegertreppchen nun zum sechsten Mal in Folge, vor Christine Schindler (MBB-SG Augsburg) und Katharina Engelhardt (Tem TOMJ).

Große Hitze - die Zuschauer sorgen für Abkühlung

Die Friedberger lieben ihren alljährlichen Halbmarathon, das wird jedem klar, der die Stimmung vor und während des Laufs erlebt - ob als Läufer oder als Zuschauer. Dieses Jahr bei Kaiserwetter und noch wärmeren Temperaturen als beim Vorjahreslauf. Die Hitze macht den Läufern schwer zu schaffen, viele brechen den Lauf früher als geplant ab. Aber selbstverständlich entgeht dieses Problem den freundlichen und aufmerksamen Bürgern nicht und so tauchen Runde für Runde immer mehr "Zaungäste" in Form von Bewohnern der Grundstücke neben der Strecke auf, die mit ihren Gartenschläuchen für die dringend notwendige Abkühlung bei den Läufern sorgen.

Fröhliches Feiern bei Hendl und Bier

Schon vor und während des Laufs sind die Bierbänke am Marienplatz gut besetzt. Und nach dem Lauf geht die Party natürlich weiter. Neben Hendl, Getränken und Partymusik gibt es für die Läufer auch die Möglichkeit, sich massieren zu lassen - dank der Mitarbeiter des Therapie- und Trainingszentrums Friedberg. Gegen Nachmittag sind dann auch schon meisten Aufräumarbeiten auf der Strecke erledigt, die Verpflegungsstationen abgebaut und die Kilometerschilder entfernt. Was bleibt, sind die auf dem Teer aufgesprühten gelben Pfeile und Fußabdrücke, die ab jetzt ein ganzes Jahr lang die Bürgerinnen und Bürger Friedbergs sanft aber beständig daran erinnern, nächstes Mal dann "aber auf jeden Fall mitzulaufen". Wir sehen uns am 10. September 2017!
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.friedberger | Erschienen am 01.10.2016
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