Mattendrachen oder Lenkmatte fliegen lassen

Gesehen in Donauwörth
Lenkmatte auch Mattendrachen genannt, ist ohne Stäbe!
Es ähnelt an der Beschaffenheit der Flügelprofil einem Gleitschirm. Da sie vollständig aus Gewebe und Leinen bestehen, können sie platzsparend gefaltet und problemlos transportiert werden.
Die Matten bestehen aus Ober- und Untersegel, denen durch verbindende Stege ein Flügelprofil gegeben wird. Die entstehenden Kammern sind alle oder teilweise an der Anströmungsseite geöffnet. Die Kammern sind untereinander verbunden, damit Druckunterschiede im Innern ausgeglichen werden können.
Bei Anströmung auf die Vorderkante füllen sich die Kammern mit dem Staudruck, der höher ist als die Drücke auf der umströmten Außenfläche. Dadurch wird das Profil der Matte stabilisiert. Der durch den Unterdruck auf der Oberseite entstehende Auftrieb wird durch eine komplexe vielleinige Waage von der Unterseite auf die zwei Zugleinen abgeleitet.
Matten werden durch unterschiedliche Längen der beiden Zugleinen gelenkt. „Vierleiner“-Matten besitzen zwei weitere Leinen – Bremsleinen –, die auf die hintere Kante des Profils wirken. Bremsleinen unterstützen die Lenkbarkeit. Durch gleichzeitigen Zug an beiden Bremsleinen kann der Auftrieb der bewegten Matte erhöht oder auch die Matte abgebremst und gelandet werden. Vierleiner können auch rückwärts vom Boden starten. Der Einsatz aller vier Leinen wird im sportlichen Einsatz wegen der exakteren Lenkbarkeit und Dosierbarkeit der Zugkräfte bevorzugt. Manche Lenkmatten können wahlweise als „Zweileiner“ oder „Vierleiner“ geflogen werden.
Eine Matte muss immer mit Zug an den Leinen geflogen werden. Wird sie nicht ausreichend angeströmt, so wird sie drucklos und klappt zusammen. Eine hybride Bauform findet man bei den „Flexifoils“ und ihren Nachfolgern, den Airfoils. Anstatt des Tubes ist ein sehr biegsamer GFK-Stab verbaut, welcher die Matte auch bei geringer Anströmung aufspannt. Ein Vorteil der Flexifoils/Airfoils ist, dass diese Schirme problemlos „gestackt“, d. h. aneinandergehängt werden können. Mit dem sogenannten „Stacker6“ der Firma Flexifoil wurde der Geschwindigkeitsrekord mit erstaunlichen 180 km/h aufgestellt.
Quelle: Wikipedia
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 30.03.2014 | 21:25  
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