Ich darf vorstellen ....

  meine neue Kollegin in Sachen Tagebuch: Sunny.
Lassen Sie mich ein paar Fakten, soweit ich sie weiß, über Sunny zusammen fassen:
Sie ist ca. 2 Jahre alt, liebt es in der freien Natur herumzustreifen, ist aufgeweckt und liebt Menschen und kommt mittlerweile auch ganz gut mit Artgenossen aus. Sie kam als Fundkatze zu uns und hat noch nie so richtig erzählt, wo sie herkommt und was sie alles erlebt hat. Aber sicher ist mal, daß Sunny keine Probleme hat mit Hunden zusammen zu leben.
Warum ich sie vorstelle und sie die Aufgabe nicht selbst übernimmt? Ich habe Sunny jetzt erst einmal gefragt, ob sie mir helfen will und sie hat auch sofort ja gesagt. Nur will sie sich überlegen, was sie alles erzählen kann und will und noch dazu hat sie zur Zeit eine leichte Zahnfleischentzündung, die sie auskurieren will.
Aber ich wollte Ihnen schon unbedingt erzählen, daß ich wieder einen Co-Autor gefunden habe, die uns auch bestimmt mit interessanten Einsichten und Aussichten erfreuen wird.
Und damit lassen Sie mich zu den Auszügen in den letzten Tagen kommen.
Leider dieses Mal keine Auszüge aus dem Hundehaus, aber dafür ein paar besonders schöne aus dem Katzenhaus.
Wie ich Ihnen ja schon öfters erzählt habe, ziehen immer mal wieder so genannte wilde Katzen bei uns als Fundkatzen ein. Das geschieht meist dann, wenn diese Katzen verletzt sind und merken, daß sie die Hilfe der Menschen brauchen. Ansonsten würden sie den Kontakt mit Menschen meiden. Oft ist es für unsere Menschen sehr schwierig diesen Katzen auch helfen zu können. Ich bin mir sicher, daß die Neulinge einfach nur aus Angst heraus beißen, kratzen und fauchen und die Hände unserer Menschen quälen, aber es macht die Arbeit und damit die Hilfe wirklich nicht leicht.
Hexe und Eule waren 2 so Fälle. Es hat einige Wochen gebraucht, ehe die Beiden nach und nach verstanden haben, daß Menschen nicht immer schlimm sind. Aber sie haben es geschafft, sie haben ihre Angst überwunden.
Und was soll ich sagen: Hexe und Eule haben jeweils ein zu Hause gefunden. Es freut mich sehr das berichten zu können, denn ich finde es mehr als bewunderungswürdig, daß zum Einen unsere Menschen nie aufgeben und zum Anderen die Schützlinge in der Tat soviel Zuversicht vermittelt bekommen, daß sie ihr Leben mit Menschen führen wollen.
Meinen Respekt für alle Beteiligten und viel Glück Hexe und Eule in Eurem neuen Leben.
Und dann haben auch Daisy und Donald endlich das Glück gehabt ein neues Zuhause zu finden. Warum ich "endlich" sage, obwohl die Beiden nicht sehr lange bei uns waren? Nun ja, sie haben sich hier einfach vollkommen unwohl gefühlt und hatten ein schönes Zuhause gehabt und mußten das sehr unerwartet verlassen, da war es in der Tat an der Zeit, endlich eine neue Familie zu finden.
Und noch einen schönen Auszug auf dem Katzenzimmer gab es. Unsere Mia hat auch eine Familie gefunden, die sich ein Leben nur noch mit ihr vorstellen kann. Das freut mich und ich wünsche ihr das aller Beste.
Dafür haben wir auch ein paar neue Fundkatzen aufgenommen und ein paar unserer "alten" Fundkatzen haben einen neuen Namen bekommen.
So zum Beispiel Aron, der sich hier gut eingelebt hat und mittlerweile ins Katzenzimmer eingezogen ist. Leider hat sich kein Besitzer für den hübschen jungen Kater gemeldet. Vielleicht kann uns Sunny dieses Thema Fundkatze auch bald näher bringen, nachdem sie selbst ja auch eine ist oder war.
So auch wie Mentor, der ebenfalls diesen tollen Namen bekommen hat und ins Katzenzimmer gezogen ist.
Oder auch Robin und Simona - wenn ich es mir recht überlege, dann ist der Großteil unserer Bewohner im Katzenhaus als Fundtier zu uns gekommen.
Aber auch im Hundehaus sitzen zur Zeit 2 Fundhunde mit Flocke und Cesar. Habe ich Ihnen unseren kleinen Cesar schon vorgestellt? Er hatte am Anfang den Spitznamen Zottel, weil sein Fell nicht zu bändigen war. Seit er aber beim Friseur war, sieht man, wieviel Cesar in dem kleinen Mann steckt. Er und Flocke sind dicke Freunde geworden in der kurzen Zeit und bilden unser neues Dreamteam. Manchmal vergesse ich, daß Flocke ein Rüde ist. Er sieht so putzig aus und ist manchmal so eine kleine Dramaqueen, daß man es aber auch wirklich vergessen kann. Zusammen mit Cesar bildet er jetzt den Spaßfaktor bei uns. Die beiden hüpfen und toben und machen das Beste aus ihrem Leben. Ich habe das Gefühl, daß sie zum ersten Mal so richtig Spaß haben und es genießen. Wenn man ihnen zusieht, dann kann man erkennen, daß ein Aufenthalt im Tierheim nicht als negatives Erlebnis zu sehen ist. Wir lernen hier oft viele neue Dinge kennen, lernen neue Freund kennen und erfahren nur all zu oft zum ersten Mal richtig Respekt und Liebe. Da kann ich auch von mir reden. Sie wissen ja, daß ich nicht immer gute Erfahrungen mit Menschen gemacht habe. Nicht falsch verstehen, bei meiner letzten Familie hatte ich schöne Zeiten, aber leider hat es einfach nicht sollen sein. So war es bei Kay auch und ab und dann verstehen wir uns ohne ein Wort zu bellen.
Das hilft uns zwar nicht, schneller eine Familie zu finden, aber zeigt uns, daß wir nichts falsch gemacht haben und einfach nur Geduld beweisen müssen.
Ich weiß, ich rede für alle, wenn ich sage, daß wir alle unsere Ängste und Sorgen haben, die sich kaum voneinander unterscheiden und das eint uns.
Einigkeit und Dankbarkeit eine Chance bekommen zu haben, schenkt uns Hoffnung und verhindert in stillen Momenten zu zweifeln.
Schenken Sie uns auch ein wenig Hoffnung und kommen Sie vorbei und besuchen Sie uns.
Wir freuen uns über Gesellschaft und nette Menschen.
Damit wünsche ich Ihnen eine schöne Woche.
Ihr
Ringo

http://www.tierheim-hoechstaedt.de
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2 Kommentare
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Ingeborg Behne aus Barsinghausen | 25.03.2014 | 00:50  
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 25.03.2014 | 07:57  
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