Winnetous große Liebe: Die Süddeutschen Karl May-Festspiele bringen ab 25. Juni eines der außergewöhnlichsten Bücher auf die Bühne

  Die Handlung seiner Karl May-Festspiele verlegt Regisseur Peter Görlach in der neuen Saison ins mexikanische Grenzgebiet. Die Showarena in der Dasinger Western-City verwandelt sich bereits jetzt zusehends in ein Dorf mit Haziendas, einer Cantina und vielen Kakteen in der Prärie. „Winnetou II“ ist eine Neufassung der Geschichte Old Firehands und gilt als eines der außergewöhnlichsten Bücher von Karl May. Erstmals begegnet Winnetou hier seiner großen Liebe Ribanna.

„Sie war schön wie die Morgenröte und lieblich wie die Rose des Gebirges“, heißt es über die Figur der Ribanna bei Karl May im Original. „Keine vermochte die Häute so zart zu gerben und das Jagdkleid so sauber zu nähen, wie sie, und wenn sie ging, so schritt ihre schlanke Gestalt wie die einer Königin über die Ebene und von ihrem Haupte floss das Haar in langen Strähnen fast bis zur Erde herab. Sie war der Stolz des Stammes“, schreibt Karl May weiter. In Dasing wird Marina Hohnke in die Rolle der Ribanna schlüpfen, die einst in den bekannten Kinofilmen Karin Dor berühmt gemacht hatte.

Den skrupellosen Ölbaron Emery Forster spielt Waldemar Wichlinski. Der Schauspieler, der schon im „Tatort“, bei „Derrick“ oder im „Marienhof“ zu sehen war, bleibt dem Ensemble nach seiner Rückkehr im vergangenen Jahr für „Winnetou II“ erhalten – ebenso wie Peter Bechtel. Der auf Freilichtbühnen erfahrene Schauspieler hatte im Vorjahr kurzerhand die Rolle von Fred Rai,
Bösewicht Colonel Brinkley, übernommen und ihn auf seine ganz eigene Weise charakterisiert. Nun wechselt er auf die Seite der Guten und spielt Old Firehand. Nach einem Überfall lebensgefährlich verwundet, kehrt der tot geglaubte Firehand nach zwei Jahren aus den Bergen zurück, um das furchtbare Massaker an den Assiniboins aufzuklären.

Im zwölften Jahr der Süddeutschen Karl May-Festspiele will Peter Görlach die Inszenierung weiter professionalisieren. Der Regisseur setzt dabei erstmals auch auf die Erfahrungen einer erfahrenen Sprachtrainerin. Susanne Bentzien ist seit vielen Jahren Dozentin an der Bayerischen Theaterakademie München und hat Lehraufträge für Theater, Sprache und Schauspiel, unter anderem an der Europäischen Filmschauspielschule Zürich, der Konservatorium Musikschule Zürich und der Stage Academy Switzerland. Sie unterrichtet Theater, Sprache und Stimmbildung. Ebenso stand sie in großen Theatern in Deutschland und der Schweiz selbst auf der Bühne und war in mehreren Fernsehrollen zu sehen. „Die Zusammenarbeit mit ihr als Sprach- und
Schauspieltrainerin eröffnet uns die Möglichkeit, den Süddeutschen Karl May-Festspielen einen neuen zusätzlichen Impuls zu geben“, ist Görlach überzeugt.

Winnetou-Darsteller Matthias M. steht zudem – wie schon in den vergangenen Jahren – an Görlachs Seite als Co-Regisseur. Er wird vor allem die Kampfchoreografien erarbeiten und die Stuntszenen trainieren. In der diesjährigen Inszenierung wird es Winnetou selbst sein, der nicht
nur physische Kämpfe austragen, sondern auch gegen seine innere Zerissenheit ankommen muss: „Es ist die große Menschheitsfrage“, sagt Görlach, „die Karl May uns hier vor Augen führt: Der Kampf zwischen Gut und Böse, den jeder auf seinem Weg zum edlen Menschen bestreiten muss.“
Start der neuen Spielzeit ist in diesem Jahr am 25. Juni. Bis zum 18. September wird immer samstags um 16 und um 20 Uhr gespielt sowie sonntags um 17 Uhr.

An Mariä Himmelfahrt, 15. August, findet erstmals eine Matinée um 11 Uhr statt. Für die Premiere sind nur noch Restkarten verfügbar.

Mehr Informationen: www.western-city.de
www.karlmay-festspiele.de
www.rai-reiten.de
Kontakt: Volker Waschk
Telefon 08205 – 225
info@karlmay-festspiele.de

Text und Bilder: Western-City Dasing
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.friedberger | Erschienen am 02.07.2016
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