Stromfressern geht es an den Kragen

Der Caritasverband Schwabmünchen stellte seine Erfolge beim Stromsparcheck im Landratsamt Augsburg vor: (vorne von links nach rechts) Projektleiter Peter Wyss, Stromsparhelfer Rudolf Hölzemann, stellvertretende Landrätin Sabine Grünwald, (hinten von links nach rechts) Vorsitzender des Caritasverbands Schwabmünchen Andreas Claus, Stromsparhelfer Lothar Lauwigi, Klimaschutzbeauftragte Margit Spöttle und Landrat Martin Sailer.
Augsburg: Landratsamt Augsburg | Durch den Stromspar-Check bares Geld sparen und dabei der Umwelt helfen

20 stromfressende Kühlgeräte konnte der Caritasverband Schwabmünchen im südlichen Landkreis Augsburg bereits gegen hocheffiziente Kühlschränke austauschen und so die Geldbeutel der Bewohner um durchschnittlich 117 Euro im Jahr entlasten. Und auch das Klima freut sich, dass es 5.194 kg CO2 weniger aufnehmen muss.

Was steckt hinter dieser Aktion? Im Jahr 2014 wurde Andreas Claus, Vorsitzender des Caritasverbands Schwabmünchen, durch seine Tätigkeit bei der Tafel darauf aufmerksam, dass gerade der Kühlschrank den Haushalten oft das Geld wegfrisst. Dies war die Geburt des Stromspar-Checks Schwabmünchen. Er basiert auf einem bundesweit durch das Bundesumweltministerium geförderten Projekt, das aktuell in rund 150 Kommunen und Regionen umgesetzt wird.

Im Rahmen des Checks werden Haushalte mit geringem Einkommen beraten, bekommen wertvolle Tipps rund um das Thema „Energie und Wasser sparen“ und kostenlose Energiespartechnik, wie LED-Leuchten, Steckerleisten oder Kühlschrank-Thermometer. Außerdem gibt es für Haushalte mit einem Stromfresser als Kühlschrank einen Gut-schein über 150 Euro für ein neues, effizientes A+++-Gerät.

Um den immer noch erforderlichen Restbetrag für den Kauf des Kühlgeräts möglichst gering zu halten, haben sich der Projektleiter des Stromspar-Checks, Peter Wyss und seine beiden Stromsparhelfer Lothar Lauwigi und Rudolf Hölzemann mächtig ins Zeug gelegt: Partner des Projekts im lokalen Handel bieten die A+++-Kühlgeräte besonders preiswert an, die Lieferung übernimmt die Freiwilligenagentur Schwabmünchen und um die fachgerechte Entsorgung des Altgeräts kümmert sich der örtliche Wertstoffhof.

Landrat Martin Sailer und Klimaschutzbeauftragte Margit Spöttle sind sich einig: „Ein außergewöhnliches Projekt, das soziale Problemstellungen und Klimaschutz zusammendenkt und durch das tolle Engagement der Ehrenamtlichen lebt. Hier wird Menschen die es wirklich dringend brauchen, eine neue Perspektive gegeben.“ Aus diesem Grund hat sich der Landkreis dazu entschlossen, das Projekt aktiv und finanziell zu unterstützen.

Doch vom Stromsparcheck profitiert nicht nur der südliche Landkreis. Der Verband für soziale Dienste e. V. (SKM) deckt als Ansprechpartner den restlichen Landkreis ab. Die Regionale Energieagentur Augsburg ermöglicht den Stromsparhelfern des SKM dabei die Nutzung von Carsharing-Autos, um möglichst viele Haushalte im Landkreis zu erreichen.
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