Harter Wettbewerb fordert Innovationen

SPD-Politiker aus dem Landkreis Augsburg zu Gast im Innopark (von links): Andrea Collisi, Janine Hendriks, Thomas Weigel, Roland Mair, Robert Alt, Hansjürgen Siemen, Sabine Grünwald, Harald Güller und Annette Luckner.
Augsburg: Innopark |

Wer ins Forscherparadies will, muss nach Augsburg kommen. So zumindest vermittelt es der Innovationspark auf seiner Internetseite: „Forscherparadies statt Mietsgebäude“. Dieses Paradies haben sich die Sozialdemokraten im Landkreis Augsburg angesehen. Denn der Landkreis ist finanziell am Innovationspark beteiligt und als kürzlich dessen Herzstück, das Technologiezentrum, eröffnet wurde, zeigte sich Geschäftsführer Wolfgang Hehl zwar sehr zufrieden, doch viel freigeräumt werden musste in der großen Halle für die Gäste noch nicht, die Halle wartet darauf, dass Unternehmer dieses Paradies für sich entdecken.

„Es geht aufwärts“, erklärte Facility Manager Hansjürgen Siemen den Genossen beim Rundgang durch die Büroräume, die Werkstätten und die Halle. Nach personellen Veränderungen wurde mit Wolfgang Hehl ein leidenschaftlicher Kämpfer für den Innopark gefunden. Auf knapp hundert Fußballfeldern erstreckt sich das Areal, 5000 bis 7000 Arbeitsplätze sollen am Ende für die Region herausspringen. „Von der Wirtschaftskraft in der Stadt Augsburg profitiert auch der Landkreis, unsere Arbeitnehmer pendeln zu einem großen Teil nach Augsburg“, erklärte Harald Güller, SPD-Landtagsabgeordneter und Fraktionschef der SPD im Kreistag. Als ehrenamtlicher Aufsichtsrat im Innovationspark weiß er um den Druck, der auf dem Projekt lastet. Die Büroräume werden gut genutzt, die große Halle mit zwei Kränen, die 20 Tonnen Last aushalten, ist dagegen noch ziemlich leer und auch die Werkstätten brauchen noch eine deutlich höhere Auslastung.

Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Unternehmen


Unterbezirksvorsitzender Roland Mair hofft auf das Zusammenspiel mit Universität, Hochschule, Fraunhofer-Institut und DLR (Deutsches Institut für Luft- und Raumfahrt): „Darin steckt großes Potenzial für unsere gesamte Region und wir brauchen einfach noch Geduld, denn ohne Innovationen bleibt heute kein Unternehmen auf Dauer wettbewerbsfähig.“ Betont wird von Hansjürgen Siemen die offene Kommunikation, Zusammenkünfte der verschiedenen Nutzer, um sich gegenseitig zu inspirieren, werden schon durch die Offenheit des Gebäudes gefördert. Ein Geben und Nehmen, um Innovationen zu beschleunigen, ist der Anspruch. „Was ist aber, wenn ein Nutzer Industriespionage fürchten muss, kann er sich dann komplett zurückziehen“, fragte Kreisrätin Annette Luckner. Hansjürgen Siemen kann baulich bieten, was gewünscht wird. Blickdichte Einhausungen von Teilbereichen oder Bewachung stellen kein Problem dar.

Optimaler Standort


Doch im Vordergrund stehen der Expertenaustausch, der Kontakt untereinander, um Synergien zu nutzen, um gemeinsam schneller ans Ziel zu kommen. Der Spagat, nicht nur die Büroräume zu vermieten, sondern auch die Werkstätten und vor allem die Halle, wird auf dem Weg ins Forscherparadies noch viel Engagement von Wolfgang Hehl und seinem Team verlangen, die Auslastung muss in absehbarer Zeit höher werden, darüber waren sich die SPD-Kreisräte und die Vorstandsmitglieder aus dem Unterbezirk einig. „Aber das, was wir gesehen haben und die Idee, die hinter dem Innovationspark steckt, gefällt mir schon“, so die stellvertretende Landrätin Sabine Grünwald, „es war eine gute Entscheidung des Landkreises, sich an diesem zukunftsweisenden Projekt zu beteiligen.“ Auch der Standort an der B 17 in der Nähe der WWK-Arena, beim Landesamt für Umwelt, dem Fraunhofer-Institut, dem DLR, der Messe und der Uni sei mit der guten Nahverkehrsanbindung ideal, betonte Grünwald. In ferner Zukunft könnten Straßenbahngleise über das Areal führen, ein Hotel für Messe und Technopark ist geplant und ein zweiter Bauabschnitt wäre auch noch möglich. Aber das ist alles noch Zukunftsmusik im Forscherparadies.
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