Kann es ein schöneres Geschenk geben als die Chance auf ein neues Leben?

Lena Rupprecht, Marina Eulner und Wanja Luh strahlen mit den Lichtern am Christbaum um die Wette: Sie freuen sich, dass sie ‚ihren‘ drei Patienten die Chance auf ein neues Leben schenken konnten.
 
So gut umsorgt kann die Stammzellspende nur gelingen – Lena Rupprecht im Klinikum Nürnberg bei der peripheren Stammzellspende mit Schwester Françoise und Dr. Pretscher
Augsburg: Staatsinstitut | Dieses Geschenk erhielten eine 43-jährige türkische Frau, ein 6-jähriger deutscher Junge und eine 27-jährige Polin mit ihren Familien. Diese ‚Geschenke‘ kamen aus Augsburg von Lena Rupprecht, Marina Eulner und Wanja Luh durch ihre Stammzellspende. Drei strahlende junge Frauen berichten und fachsimpeln mit Brigitte Lehenberger, ehrenamtliche Unterstützerin der DKMS, bezüglich ihrer Stammzellspende.

Wanja Luh und Lena Rupprecht konnten so richtig fachsimpeln über ihre periphere Stammzellspende. Beide studieren am Staatsinstitut für die Ausbildung von Fachlehrern in Augsburg und ließen sich im Rahmen der dortigen Typisierungsaufrufe bei der DKMS Deutschen Knochenmarkspenderdatei gGmbH aufnehmen. Und beide wurden über die DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei gGmbH beim ZKRD (Zentrales Knochenmarkregister Deutschland in Ulm) in den weltweit vernetzten Dateien als passende genetische Zwillinge für Patienten gefunden.

Kurz hintereinander (Lena Rupprecht am 14.10.2015 und Wanja Luh jetzt ‚frischgebacken‘ am 7./8.12.2015) waren die Lebensspenderinnen zur peripheren Stammzellspende im Klinikum in Nürnberg. Bei dieser Methode werden die überschüssigen Stammzellen nach einer 5-tägigen Stimulierung aus dem Blut gefischt. „Die angekündigten Grippesymptome haben wir schon gespürt, aber sie waren erträglich“, erinnern sich die beiden jungen Frauen. „Es ist ein wunderbares Gefühl, jemanden die Chance auf ein neues Leben zu schenken – es ist auch ein Geschenk für uns selbst!“ Sie hoffen, dass ‚ihre‘ genetischen Zwillinge – eine 43-jährige türkische und eine 27-jährige polnische Frau - den Kampf gegen ihre Krankheit gewinnen können und dass sie ein schönes Weihnachtsfest feiern können.

Marina Eulner strahlt, als sie von ihrer Knochenmarkspende berichtet.

Die 26-jährige hauswirtschaftliche Betriebsleiterin wohnt ebenfalls in Augsburg und arbeitet bei den Ulrichswerken der Caritas. Bei der DKMS aufnehmen ließ sie sich während ihrer Ausbildung bei einer Schulaktion an der Staatlichen Berufsschule in Höchstädt. Im Februar 2015 war es für sie so weit. Sie war der passende genetische Zwilling für einen 6-jährigen Jungen aus Deutschland, wie sie später erfahren durfte. Für den Jungen war die Knochenmarkspende (aus dem Beckenknochen) die idealere Spendeart. „Ein bisschen schwach auf den Beinen war ich danach schon, aber man erholt sich schnell,“ erinnert sie sich und auch ein Bummel durch Köln war mit drin. Ihre Mutter durfte sie begleiten. Zwei Briefe hat sie bisher erhalten und weiß, dass der Junge aus dem Krankenhaus entlassen werden konnte und wünscht ihm mit seiner Familie alles Gute!

Alle drei möchten den Lesern sagen: „Sie brauchen keine Angst vor einer Stammzellspende zu haben, beide Arten - die periphere Stammzellspende aus dem Blut und die Knochenmarkspende aus dem Beckenknochen - sind absolut machbar. Auf den Spender mit Begleitung kommen keine Unkosten zu und wir wurden rundherum gut umsorgt. Das können Sie auch!“



Wichtiges

53.101 DKMS-Stammzellspender - 53.101 Mal die Chance auf ein neues Leben. Die DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei gGmbH bedankt sich bei allen 5,8 Millionen Typisierten, den 53.101 DKMS-Stammzellspendern und allen, die in irgendeiner Weise dazu beigetragen haben. Aus dem Landkreis- und der Stadt Augsburg stammen derzeit 35.837 Typisierte und beeindruckende 372 Stammzellspender, drei davon sind Lena Rupprecht, Wanja Luh und Marina Eulner.

Leben-spenden-macht-Schule
Alleine aus den Aufrufen DKMS-Leben-spenden-macht-Schule an den weiterführenden und beruflichen Schulen in den Landkreisen Augsburg Stadt/Land, Dillingen, Donau-Ries, Aichach-Friedberg und Neuburg-Schrobenhausen stammen derzeit 15.870 typisierte junge Leute. 167 davon schenken bereits Patienten die Chance auf ein neues Leben.

Auch Sie (17 – 55 Jahre) möchten sich als potentieller Lebensretter zur Verfügung stellen? Dann warten Sie nicht, vielleicht wartet ein Patient gerade ganz dringend auf Sie! Lassen Sie sich mit einem Wangenabstrich auf dem Postweg bei der DKMS Deutschen Knochenmarkspenderdatei gGmbH aufnehmen - oder starten Sie einen Aufruf an Ihrer Schule, in Ihrem Verein, Ihrem Unternehmen oder Ihrer Gemeinde! Viele Informationen finden Sie unter www.dkms.de. Vor Ort hilft gerne auch Brigitte Lehenberger, Tel. 08276 1567.

Jede Typisierung kostet die DKMS (nur noch) 40 Euro. Jeder Euro auf dem DKMS-Spendenkonto hilft, um die Typisierungen der jungen Leute ab 17 Jahren finanzieren zu können, die sich an den Schulen oder auf dem Postweg bei der DKMS aufnehmen lassen.

DKMS Spendenkonto
IBAN DE95722617540000627569
BIC GENODEF1RLH
Raiffeisenbank Rain am Lech
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.