Sicher zur Schule - Sicher nach Hause: Seminar für Schulbusfahrer

26 Schulbusfahrerinnen und -fahrer von 8 Busunternehmen im Landkreis beteiligten sich beim Seminar der GA "Sicher zur Schule-Sicher nach Hause" für den Landkreis Aichach-Friedberg
 
Die Moderatoren beim jüngsten Schulbusfahrerseminar der GA „Sicher zur Schule-Sicher nach Hause“ im Landkreis Aichach-Friedberg: v.l. die beiden Örtlichen Verkehrssicherheitsbeauftragen des Landkreises PHK Helmut Beck (Polizei) und Peter Eberle (Landratsamt), Verkehrspsychologe Christian Rennie, EPHK Huber Schröder vom Bayer. Innenministerium, LVW-Vizepräsidentin Carin Bialas und Sprecher der Gemeinschaftsaktion Wolfgang Prestele
Aichach-Friedberg/Laimering (hbe) Die Schülerbeförderung aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet nutzten viele Busfahrerinnen und Busfahrer beim jüngsten Seminar für Schulbusfahrer der Gemeinschaftsaktion „Sicher zur Schule – Sicher nach Hause“ zu der die Kreisverkehrswacht Aichach-Friedberg in Zusammenarbeit mit den Örtlichen Verkehrssicherheitsbeauftragen (ÖVSB) des Landratsamtes und der Polizei eingeladen hatten. Der Schülertransport stellt die Verkehrsunternehmen immer wieder vor neue Herausforderungen, wie KVW-Vorsitzender Helmut Beck und zugleich ÖVSB der Polizei in seiner Begrüßung hervorhob, deshalb verfolgt das Seminar das Ziel, die Handlungssicherheit der Schulbusfahrer zu erhöhen.
Wolfgang Prestele, Geschäftsführer der Gemeinschaftsaktion, bedankte sich in seinem Grußwort bei Helmut Beck, Vorsitzender der Kreisverkehrswacht Aichach-Friedberg sehr herzlich für die engagierte und professionelle Unterstützung vor Ort. Er dankte auch Carin Bialas, Vizepräsidentin der Landesverkehrswacht Bayern für ihren Besuch der Veranstaltung. Prestele stellte die Aufgaben und Intentionen der Gemeinschaftsaktion vor und betonte die Wichtigkeit dieser Seminare, die den Busfahrern gleichzeitig auch eine praxisorientierte Hilfestellung im Schülertransport geben.
Die Notwendigkeit der Seminare unterstrich auch EPHK Hubert Schröder als Vertreter des Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr in seinem Bericht über das Unfallgeschehen in Bayern. Der Ernst des Lebens beginnt für die meisten Kinder mit dem Schulweg und dieser wird oft mit dem Schulbus zurückgelegt, so der Polizeibeamte vom Sachgebiet Straßenverkehrsrecht im Bayerischen Staatsministerium des Innern und betonte, dass der Schulbus das sicherste Verkehrsmittel für den Schulweg ist. Bus, das bedeutet das statistisch geringste Risiko einer Verunfallung, so Hubert Schröder und bewies diese Tatsache insbesondere mit aktuellen Zahlen zu Schulbusunfällen, die auch im Landkreis Aichach-Friedberg eine sehr positive Entwicklung nimmt.
Christian Rennie, Trainer und Berater, beschäftigt sich beruflich mit der Psyche der Fahrzeugführer und erarbeitete im Verlauf des Vormittages verschiedene Situationen des täglichen Geschehens mit den Teilnehmern aus acht verschiedenen Busunternehmen im Landkreis. Der Verkehrspsychologe aus Nürnberg widmete sich dem Schwerpunktthema Konfliktmanagement für Schulbusfahrer. Er zeigte nach dem Erfahrungsaustausch mögliche Konfliktsituationen auf, analysierte die Beispiele und erarbeitete mit den Seminarteilnehmern konkrete Lösungsmöglichkeiten, um die Optionen in Stresslagen zu verbessern.
Ein spezielles Augenmerk des Seminars lag auch auf den regionalen Herausforderungen sowie den rechtlichen Möglichkeiten und Grenzen in der Praxis. Peter Eberle, ÖVSB des Landratsamtes Aichach-Friedberg, und PHK Helmut Beck, neben seiner Funktion als Vorsitzender der Kreisverkehrswacht auch polizeilicher ÖVSB des Landkreises Aichach-Friedberg, trugen örtliche Problemsituationen und Besonderheiten im Schülertransport vor. Besonders die Abläufe im Schulzentrum wurden sehr kritisch diskutiert, ebenso die „optische Überfüllung“ der Busse wie auch das zum Teil rücksichtlose Verhalten der „Elterntaxis“ wurde thematisiert. Auch die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Umgang mit Schülern, untermauert mit Musterfällen, wurden angerissen. Wer als Eltern oder Großeltern die zeitlichen Möglichkeiten hat, mehr zu tun, findet in der Aufgabe als Schulbusbegleiter eine hervorragende Möglichkeit, Schulwegunfälle zu vermeiden, Die örtliche Kreisverkehrswacht ist dazu der Ansprechpartner (www.kreisverkehrswacht-aichach-friedberg.de). Wie die erwachsenen Verkehrshelfer und Schülerlotsen sind auch diese Buslotsen ein wichtiger Garant für die Schulwegsicherheit. Im Ergebnis wurde festgestellt, dass ein Lösungsansatz nur im Miteinander und engen Zusammenwirken von Schule und Schülern, Schulbusfahrer, Verkehrsbehörde, Polizei und vor allen Dingen mit den Eltern führt. Der sorgfältige und verantwortungsvolle Umgang im Schülerverkehr durch die Busfahrerinnen und Busfahrer ist auch mit verantwortlich für die aktuell außerordentlich gute Situation im Bereich der Schulwegunfälle im Landkreis, so das Resümee dieser fünfstündigen Zielgruppenveranstaltung. In der abschließenden Seminarevaluation bescheinigten die 26 Teilnehmer auch diesem Seminar einen erfolgreichen Verlauf, in dessen Mittelpunkt eine verkehrspsychologische, praxisorientierte Hilfestellung mit gleichzeitigem Blick auf lokale Herausforderungen und Brennpunkte stand.
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.aichacher | Erschienen am 09.05.2015
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