Anzeige

Gekrönte Häupter bei Jacques Offenbach in der Neusäßer Stadthalle

Die beiden Diven buhlten um die Gunst des großen Künstlers
Die Freude war groß, als ich bei My Heimat 2 Freikarten für die Musikrevue über das Leben von Jacques Offenbach gewonnen hatte.

Also machte ich mich mit meiner Freundin auf in die Neusäßer Stadthalle, die wir bis dato noch nicht kannten. Nachdem es in Strömen regnete fanden wir es super, das man dort kostenlos in der Tiefgarage parken konnte und somit gleich mitten im Geschehen waren.
Leider gab es außer dem Kulturheftchen der Stadt Neusäß kein offizielles Programm und so wußten wir gar nicht wer neben dem Regisseur Christian Auer die anderen Darsteller waren.
Im Vorfeld habe ich mich per Internet informiert und gelesen, dass das Ensemble in verschiedenen anderen Städten schon große Erfolge feierte und immer ausverkauft war.
Da hätte man hier vielleicht mehr die Werbetrommel rühren müssen!

Das Stück handelte über das Leben von Jacques Offenbach in der Zeit um 1870 kurz vor Ausbruch des Deutsch-Französischen Krieges.

Offenbach wurde vom Bariton dargestellt und um ihn buhlten zwei Diven, eine hervorragende Mezzosopranistin mit großem Komödiantischen Talent, sie küsste ihn als Muse und beflügelte so sein musikalisches Genie. Die Rolle der "Olympia" aus "Hoffmanns Erzählungen" (das ist die Menschenpuppe, die mit einem Schlüssel aufgezogen wird) wurde von der ebenso talentierten Sopranistin dargestellt.
Regisseur Christian Auer spielte den Erfinder der Puppe, er sang und begleitete am Klavier.
Ein anderer Darsteller spielte mehrere Rollen, unter anderem Napoleon III, Kaiser Wilhelm u. den König von Schweden.
Viele gekrönte Häupter besuchten die Pariser "Opera Buffo" meistens inoffiziell, weil es dort zum Teil doch recht frivol zuging.
Die bekanntesten Musikstücke waren unter anderem, die Arie der "Olympia", das Kleinzack-Lied und der Can-Can.
Der absolute Höhepunkt war das Duett "Barcarole", welches gefühlvoll von den beiden Sängerinnen vorgetragen wurde.
Einen wahren Ohrenschmaus bot die Solistin des Orchesters auf ihrer Violine.

Geboren wurde Offenbach 1819 in Köln, sein Vater brachte ihm sehr früh das Geigenspiel bei und schickte ihn dann in die Lehre zu Cherubini nach Paris, wo er eine beispiellose Karriere machte.
Jacques Offenbach schrieb mehr als 100 Musiktheaterwerke, Opern und Operetten.
Er steckte sein ganzes Geld in seine Musikwerke und in sein turbulentes Liebesleben.
Der hoch verschuldete Künstler war ständig auf der Flucht vor dem Gerichtsvollzieher.
Trotz seiner Geldsorgen und auch nachdem deutsche Soldaten in Paris seine Existenzgrundlage in Schutt und Asche legten, verlor er nie seinen Humor.
1880 starb er in Paris.

Dank MY HEIMAT, bekamen wir einen Einblick in das Leben eines großen Genies und erlebten durch die Revue "Gestatten Jacques Offenbach" einen sehr amüsanten Abend.
0

Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin neusässer | Erschienen am 10.12.2010
4 Kommentare
1.316
Maria Beyer aus Harburg | 22.02.2010 | 23:23  
16.195
L. G. aus Wertingen | 22.02.2010 | 23:45  
21.017
Tanja Wurster aus Augsburg | 23.02.2010 | 13:34  
13.837
Erika Walther aus Augsburg | 27.02.2010 | 15:44  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.