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Mit 120km/h und viel Dampf unterwegs nach Dresden

18 201 am Bahnhof von Köthen
 
Auf dem Führerstand man beachte das Schild 180 km/h
  Kurze Nacht für die Helfer der Sachsenfreunde Deister und das Zugteam sowie das Team des Speisewagens : Bereits gegen 5h begannen die Vorabeiten. Bereits jetzt waren die ersten Gäste und Fotografen wieder am Springer Bahnhof, um die Rangierarbeiten des Zuges zu beobachten. Hier hatten sich auch Ratsnachtwächter Heinerich und die Springer Jagdhornbläser zur Begrüßung der Gäste und Verabschiedung des Zuges eingefunden. Wegen technischen Schwierigkeiten bei der DB verzögerte sich diese und so konnte der Zug erst mit etwa 22 minütiger Verspätung auf die Strecke gehen. Hier bewies die Lok und dessen Zugpersonal was sie drauf hat: Bis Hannover, Hbf war die Verspätung schon auf 8 Min. geschrumpft. Die Jagdhornbläser Springe haben an jedem Bahnhof kurz die Gäste mit Jagdhornklängen begrüßt – mal auf dem Bahnsteig mal spontan aus dem Fenster. Von Springe nach Hannover wurden die 120 km/h mühelos erreicht.
Ab Hannover fuhren nicht nur 80 Engländer mit sondern ein Kamerateam mit Henning M. Orth der für den NDR einen Beitrag drehte. Dieser war bei Niedersachsen 19:30h zu sehen Für die Fahrgäste war es spannend einmal live mitzuerleben wie ein solcher Beitrag entsteht. Schnell war dann auch die Restverspätung Geschichte und so konnte schon bald nach Plan gefahren werden. Während einige eine entspannte Massage genossen nutzten andere die Möglichkeit, sich über die Regionen an der Strecke und über Dresden zu informieren. Oder sie blätterten in einer der vielen Myheimat Zeitungen, die im Zug verteilt wurden. Pünktlich wie ein Uhrwerk ging es dann über Magdeburg – bis Calbe (Elbe). Hier musste die fröhliche Reisegesellschaft darüber aufgeklärt werden, das sich auf der Strecke nach Halle/Saale ein Mensch das Leben genommen hatte. Der Zug konnte somit zunächst nur bis Köthen weiterfahren, wo aufgrund der Streckensperrung sich eine mehrstündige Zwangspause nicht vermeiden lies. Dieses tat aber der Reisefreude der Teilnehmer fast keinen Abbruch. Konnten sie den Zwangsaufenthalt doch dazu nutzen, die Lok noch einmal von nahen zu betrachten und auch mal einen Blick auf den Führerstand zu werfen und mit den Lokführern zu Fachsimpeln oder einfach im Speisewagen sich von den Ostsächsischen Eisenbahnfreunden Kulinarisch verwöhnen zu lassen. Die Jagdhornbläser aus Springe taten ihr übriges: Ein Spontanes Konzert vor der Lok begeisterte nicht nur die Teilnehmer der Fahrt sondern auch die anderen, in Köthen wartenden Reisenden die auf ihre Regional- - und Fernverkehrszüge warten. Als Hilfreich erwies sich auch, das unter den Reisenden Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Springe waren: Diese wurden auf dem Bahnsteig zur Hilfe gerufen um einem brennenden Mülleimer den Garaus zu machen.

Nach dem Wasser nehmen in Halle, wo die Jagdhornbläser aus Springe ebenfalls für Unterhaltung sorgten, ging es weiter nach Dresden, wo der Zug schon sehnsüchtig erwartet wurde. Auch hier haben die Jagdhornbläser noch einmal aufgespielt und sorgten für viele verwunderte Gesichter im Dresdner Hauptbahnhof. In Dresden nutze dann ein Teil der Teilnehmer den Aufenthalt um sich in der Stadt umzuschauen oder um zum BW Dresden Altstadt zu fahren. Andere wiederum machten die Rampenfahrt aufs Land mit: Über Freital ging es von Dresden nach Klingenberg-Colmnitz – mit der 58 311 als Vorspann Lok, der letzten noch betriensfähigen Güterzugdampflok der Gattung G12, ging es ins Erzgebirge.

Pünktlich um 19h hies es dann alles Einsteigen zur Rückfahrt in die Heimat. Die historische e-Lok E 18- 047 brachte die Teilnehmer in Rasanter Fahrt zurück nach Hannover – und kam sogar etwas eher dort an.

Trotz des unplanmässigen Zwischenstops waren alle Reisenden von der Fahrt begeistert. Auch thomas Katz zeigte sich äußerst zu frieden: „ Für den Verein hat sich die Aktion auf alle Fälle gelohnt, schon alleine aus der Tatsache heraus das gleich 2 Fernsehteams mit uns unterwegs waren und überall von dieser Fahrt berichtet wurde und wird. So hatte Hit Radio Antenne Niedersachsen mehrfach darüber berichtet, ebenso wie das Fahgastfernsehen“ Auch die Begeisterung der geschätzten 2000 Besucher im Springer Bahnhof bei der Ankunft am Freitag hat alle Beteiligten überwältigt. Selbst die Gäste aus Sachsen waren begeistert.

Positiv aufgefallen ist auch das sich die Besucher sehr diszipliniert verhalten haben und nicht im gleisbett rumliefen. Katz ist es wichtig zu erwähnen, das diese Aktion aber nicht ohne die Unterstützung vieler anderer Vereine möglich gewesen wäre. allen voran der Feuerwehr Springe die neben der Betankung der Lok mit Wasser und der Stromlieferung auch noch für die Absicherung des Geländes gesorgt hat, bei der Beladung des Zuges geholfen hat und auch noch für das leibliche wohl der Besucher sorgte.

Auch andere Vereine und Institutionen brachen sich ein: Die Stadtverwaltung sorgte für Absperrungen in der Friedrich Bähre Strasse, für Duschmöglichkeiten für das Lok und zugpersonal und für eine Übernachtung des Zugführerteams. Zudem stand auch Anikke Fritz, Stadtmanagerin, mit Rat und Tat zu Seite. das DRK Übernahm den Sanitätsdienst am Freitag, der ASB Barsinghausen war für den Sanitätsdienst im Zug am Samstag zuständig. An beiden Tagen war auch Ratsnachtwächter Heinerich im Einsatz – trotz Geburtstag. Die Jagdhornbläser sorgten sowohl am Freitag als auch am Samstag für Stimmung. zahlreiche befreundete Vereine wie z.B. die Dampfeisenbahn Weserbergland und die Eisenbahnfreunde Springe halfen mit Personal für den Zug und die Betreuung aus.
Danke sagen möchte auch Lars Klingenberg, My Heimat Reporter aus Lehrte: Er hatte spontan eine sammelaktion für den kleinen Benedikt, Sohn einer Myheimat Reporterin aus Königsbrunn initiert. Benedikt benötigt eine Delphin Therapie. Bei der Spontanen Aktion kamen immerhin rund 250 € zusammen. die Sachsenfreunde wollen das weiter unterstützen. So können im Reisecenter Springe ab 23.3. die letzten Zuglaufschilder zum preis von 20 € erworben werden, 5 Euro je Schild gehen an Benedikt. Ebenfalls gibt es hier Dampfloknudeln von denen hier ebenfalls der Erlös an Benedikt geht. Auch Poster von der 18 201 sind hier zu finden.
Wer näheres zum kleinen Benedikt wissen möchte findet hier infos:

http://www.myheimat.de/lehrte/beitrag/82467/myheim...

Auf den Seiten von Myheimat.de gibt es auch Zahlreiche Videos und Berichte. diese sind fast alle in der Gruppe:

http://www.myheimat.de/gruppe/2620/18201-in-der-re...
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Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.myheimat-Magazin Sachsenfreunde-Deister | Erschienen am 28.11.2009
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2 Kommentare
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Lars Klingenberg aus Lehrte | 28.03.2009 | 02:33  
9.886
Herbert Vollmer aus Weimar | 28.03.2009 | 14:56  
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