Schutzengel: wann wichtiger, als zu Ausnahmezeiten, wie Corona?

Gläubige zu Corona-Zeiten nur in stark begrenzter Zahl
 
Bischofsvikar Dr. Christoph May beim Inzensieren des Altares mit Weihrauch
 
Altardienst, Wiespfarrer Gottfried Fellner, Bischofsvikar Dr. Christoph May, Diakon Armin Eder
Steingaden: Wieskirche | Zu einem der herausragenden Höhepunkte des von Höhepunkten gespickten Jahreskreises auf der Wies zählt zweifelsohne ihre Kirchweih: das Schutzengelfest.
Wie schon beim Tränenfest – dem Gedächtnis des Tränenwunders von 1738 – am 13./14. Juni, waren die Plätze zum persönlichen Mitfeiern der Hl. Eucharistie auf der Wies begrenzt, wobei – jede Krise birgt bekanntlich ihre Chance! – erneut viele auf dem Pilgerweg des Glaubens Befindliche rund um den Globus über Livestream verbunden waren.
Auch die traditionelle Begegnung im Pilgergarten fiel aus, doch sicherte Wiespfarrer Fellner in seiner launigen Art zu, dass der damit verbundene Umtrunk im kommenden Jahr nachgeholt werde und dies nicht nur einfach!

Der Limburger Bischofsvikar Dr. Christoph May, der schon des Öfteren zu Urlaub in der Region weilte und dabei auch auf der Wies zu Gast war, dem Rokoko-Juwel und Unesco-Welterbe so verbunden ist, prägte den Festgottesdienst durch seine eindrucksvolle Predigt.

Unter Gesamtleitung von Wies-Organistin Kristina Kuzminskaite umrahmten das Orchester der Stadt Schongau, Katja Brandl an der Orgel, sowie Christof Paulus (Bass) und Kristina Kuzminskaite (Sopran und Orgel) als Solisten mit der Messa die San Giuseppe von Johann Emst Eberlin. Stimmig ergänzt mit der Kirchensonate in G-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart die und dem Orgelkonzert in F-Dur Georg Friedrich Händel, der – kleines Bonbon am Rande – 1685, also im gleichen Jahr wie der geniale Wies-Baumeister Dominikus Zimmermann geboren wurde.

Ob es gut gehen kann mit einem Hessen, zeigte sich Bischofsvikar Dr. May nach den warmherzigen Begrüßungsworten von Hausherrn, Wiespfarrer Gottfried Fellner, angenehm bescheiden und lieferte – an einem Ort, der große Schuhe durch die Wortgewalt des Wiespfarrer vorgibt, ein ganz besonderes Kriterium – mit seiner fulminanten Predigt besten Beweis des Gelingens.
Kirchweih ist eine meiner liebsten Kindheitserinnerungen, bekannte er zu Beginn seiner Predigt und konkretisierte, dass ihm stets das Herz aufging, wenn in der seinerzeit vollbesetzten und heute auch nur schwach besuchten Heimatkirche Ein Haus voll Glorie schauet erklang und für ihn geradezu der Himmel aufging.
In Corona bedingt geht vielen Menschen darüber, der Gesang verloren, doch dass im Laufe des Gottesdienstes die Sangeskraft zur alten Frische fand, attestierte Bischofsvikar Dr. May bei seinen Abschlussworten.

Das Tagesevangelium nach Lukas 11, 1 – 10 handelte von Zachäus auf dem Maulbeerbaum. Geschickt verknüpfte der Prediger sein Herunterkommen vom Maulbeerbaum nach Zuruf von Jesus mit der Frage zur Gegenwart: wer ruft heute komm heraus aus Facebook, Instagram & Co., komm in die reale Welt?
Gott sei Dank übernehmen das die Engel im Auftrag Gottes, meilenweitangelockt vom Honigduft unserer Seelen.
Der Gedenktag der Weihe der Wies wird gleichsam zum Gedenktag der Suche Gottes nach uns, so eine deutlich herausgestellte Überzeugung von Bischofsvikar Dr. May.
SEINE Anfrage, uns diese Suche gefallen und uns auf sie einzulassen, damit sie zur Wandlung unsers Lebens werden kann, bedeutet diesen Ruf hören, sich ihm öffnen und bereit sein, das eigene Ich an den Bedürfnissen des Du zu messen. Heute mehr angesagt, denn je.
Eine Gesellschaft der Singularitäten, ein nur an sich denken, wie es mit Amerika first plakativ uns Allen vor Augen geführt wird, haben Verkrustung und Isolation zur Folge.

Es braucht Menschen, die sich sagen lassen, was der HERR zu Zachäus sagte: ich muss heute in Deinem Haue zu Gast sein. Es braucht die Menschen, die dieses Wort des HERRN aufnehmen , es braucht solche Zachäusse, die von ihren kuratierten Lebensentwürfen ablassen, um sich einzulassen, denn der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist.
Lassen wir uns also auf die Engel ein, die das Suchen Gottes nach uns in unser Leben tragen. Lassen wir uns dadurch verändern, damit wir lebendige Steine im Haus der Kirche sind und im gemeinsamen Beten und Füreinander einstehen auch Krisen wie die aktuelle Pandemie durchstehen können.
Die Engel und Puttos auf der Wies – deutlich über 400 – rufen im es Auftrag Jesu jedem Besucher zu Gott denkt an Dich, gedenkt Deiner!

Die Bruderschaftsälteste Marlene Wieser brachte zur Gabenbereitung den Korb mit den Fürbitten der PilgerInnen im Monat August zum Altar, welchen Wiespfarrer Gottfried Fellner in alter Tradition dem Geißelheiland hinhielt, der zuerst für uns leidet, damit wir unsere Leiden aushalten können.

Das Buch Lieblingsplätze im Bistum Augsburg – Eine Einladung zum Anhalten, Innehalten und Gebet (Hg. Carolin Völk, erschienen im Kunstverlag Josef Fink, ISBN 978-3-95976-288-5) war neben dem Bild des in ein Fenster des Prälatensaales geritzten Zitat Hoc loco habitat fortuna, hic quiescit cor – Hier wohnt das Glück, hier findet das Herz seine Ruh von Abt Marianus II Mayer, dem Bauherrn der Wieskirche, Erinnerungs-Präsent an Bischofsvikar Dr. Christoph May, sowie gleichzeitige Aufforderung des Wiederkommens an ihn.

Erich Neumann, freier investigativer Journalist
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© Bild: www.cmp-medien.de CC – Geißelheiland, Tagesevangelium, Bischofsvikar Dr. Christoph May und Wiespfarrer Gottfried Fellner
© Bild: www.cmp-medien.de CC – Tagesevangelium vor Geißelheiland
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© Bild: www.wieskirche.de CC – Neben dem neuen Buch Lieblingsplätze im Bistum Augsburg war auch das Zitat Hoc loco habitat fortuna, hic quiescit cor – Hier wohnt das Glück, hier findet das Herz seine Ruh von Abt Marianus II Mayer, dem Bauherrn der Wieskirche, Erinnerungs-Präsent an Bischofsvikar Dr. Christoph May
© Bild: www.cmp-medien.de CC – Auszug
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